{"id":317,"date":"2016-02-21T21:28:48","date_gmt":"2016-02-21T21:28:48","guid":{"rendered":"http:\/\/borncity.com\/japan\/?p=317"},"modified":"2024-07-26T12:10:46","modified_gmt":"2024-07-26T10:10:46","slug":"der-ausflug-zum-fuji-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/japan\/2016\/02\/21\/der-ausflug-zum-fuji-teil-1\/","title":{"rendered":"Der &lsquo;Ausflug&rsquo; zum Fuji &ndash; Teil 1"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Flagge1\" src=\"https:\/\/borncity.eu\/japan\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/flagge11.jpg\" alt=\"\" width=\"69\" height=\"58\" \/>Bei meinem zweiten Japan-Aufenthalt hatte ich die M\u00f6glichkeit und das Vergn\u00fcgen, einen Ausflug auf den Fujijama (\u5bcc\u58eb\u5c71) zu machen. Was man eigentlich in einem Zweizeiler der Art \u201cich bin hin gefahren, aufgestiegen, abgestiegen und zur\u00fcck nach Kawagoe gefahren\u201d abhandeln k\u00f6nnte, erwies sich als \u201cmit Japanern so nicht durchf\u00fchrbar\u201d. Und so w\u00e4chst sich dieser \u2018Ausflug\u2019 bzw. dessen Beschreibung zu einem veritablen Zweiteiler aus.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/186cc906b85e433994f82ebea1e8297d\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Der Fujijama \u2013 von den Japanern auch ehrfuchtsvoll Fuji-san genannt \u2013 ist ja mit 3776,24 Metern der h\u00f6chste Berg Japans. Das \u201csan\u201d ist \u00fcbrigens keine H\u00f6flichkeitsform, wie ich lange glaubte, sondern die Silbe \u201csan\u201d steht hier f\u00fcr Berg. Obwohl \u201cBerg\u201d ist der falsche Begriff, es handelt sich um einen erloschenden Vulkan, dessen Kegel auf die H\u00f6he von 3776 Metern aufragt. F\u00fcr viele Japaner gilt der Berg als \u201cheilig\u201d und es ist eines der Lebensziele, einmal im Leben auf den Fuji zu steigen. Ein netter Abriss der Stellung des Fujis in der japanischen Kultur findet sich in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fuji_(Vulkan)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Wikipedia-Artikel<\/a>.<\/p>\n<p>Der Fuji ist ca. 130 km von der Stadt Kawagoe <a href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/dir\/Kawagoe,+Pr%C3%A4fektur+Saitama,+Japan\/35.3668459,138.6858097\/@35.5328064,138.6056946,9z\/data=!4m14!4m13!1m10!1m1!1s0x6018da49f61066b7:0xdfd5d75b60b9af9e!2m2!1d139.485793!2d35.9251006!3m4!1m2!1d139.4487078!2d35.8663555!3s0x6018dbe1af0822c1:0xef9ccf13398fd008!1m0!3e0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">entfernt<\/a> \u2013 und die deutschen Manager hatten mir erz\u00e4hlt, dass man den Vulkankegel bei gutem Wetter vom Dach des Pharma-Lagers sehen k\u00f6nne. Bei meinem zweiten Aufenthalt habe ich in der Tat auch das folgende Foto geschossen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Fuji im Dunst\" src=\"https:\/\/borncity.eu\/japan\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NACI80c.jpg\" alt=\"Fuji im Dunst\" width=\"438\" height=\"583\" \/><\/p>\n<p>Dieses zeigt den Fuji im Dunst am Horizont \u2013 erinnerungsm\u00e4\u00dfig entstand die Aufnahme in einem B\u00fcrohochhaus in Tokio. Ich habe das Foto von einem Dia abfotografiert und leicht elektronisch bearbeitet. Wer weitere Aufnahmen des Fuji, der durch seine symmetrischen Flanken einen erhebenden Anblick bietet, sucht, findet diese z.B. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fuji_(Vulkan)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bei Wikipedia<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/Fuji,+Kitayama,+Fujinomiya,+Pr%C3%A4fektur+Shizuoka+418-0112,+Japan\/@35.353969,138.594493,3a,75y,90t\/data=!3m8!1e2!3m6!1s117921980!2e1!3e10!6s%2F%2Flh3.googleusercontent.com%2Fproxy%2Fc0acKPvsZ3vd0iajorWIQ6bIjDBaUeWLurmf3h_xk9l8z4FlWaYL0W9hnS2BanBvXFdj-bRpUBIvBFUK311PL254jBLqYw4%3Dw128-h86!7i3872!8i2592!4m2!3m1!1s0x60196290556df7cf:0x8d5003885b877511!6m1!1e1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>So weit die Pr\u00e4liminarien. Es gab also das Angebot der japanischen Kollegen, eine Ausflug zum Mount Fuji als Tagestrip zu veranstalten. Ein deutscher Kollege, der bei meinem zweiten Arbeitsaufenthalt mit dabei war, hatte das mehr oder weniger angeregt. Und wenn Du schon die Gelegenheit hast, so einen Trip mitzumachen, sollte man sich den nicht entgehen lassen.<\/p>\n<h3>Aber besorgt euch Essen und Trinken \u2026<\/h3>\n<p>Unser japanischer Chefingenieur hatte zwei Bergf\u00fchrer aus seinem Bekanntenkreis organisiert, die schon h\u00e4ufiger auf dem Fuji waren. Die sollten uns begleiten. Der Chefingenieur trug uns am Freitag-Abend mehrfach auf, uns nur ja vorab mit Essen und Trinken einzudecken, da wir sehr fr\u00fch (ich meine 4:00 Uhr morgens) los m\u00fcssten und es keine Gelegenheit g\u00e4be, unterwegs was einzukaufen.<\/p>\n<p>Wir, die drei deutschen Kollegen, besuchten also nach Feierabend einen der 24 Stunden L\u00e4den, um nach etwas \u201cessbarem\u201d Ausschau zu halten. Es gab fertig abgepackte Sandwiches, von denen ich mir erinnerungsm\u00e4\u00dfig eine Packung kaufte. Da das aber wenig s\u00e4ttigend war, habe\u00a0 ich mich mit drei oder vier Portionen Onigiri (\u5fa1\u63e1\u308a) eingedeckt. Dass sind traditionelle Reisb\u00e4llchen, die mit einer W\u00fcrzmischung und Gem\u00fcse oder \u00e4hnlichem versetzt und in Nori-Bl\u00e4tter (getrocknete Algen) eingepackt sind. Onigiri ist quasi das \u201cPausenbrot\u201d Japans. In diversen Shops gab es diese Onigiri abgepackt in dreieckigen Portionen. Bei Wikipedia findet sich <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Onigiri\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eine Beschreibung<\/a> und ein Foto eines solche <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Rice_balls_of_Seven-Eleven.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Onigiri-Regals<\/a>. Hier mal ein YouTube-Video mit diesen Onigiri, fertig abgepackt.<\/p>\n<p>(Video <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nIaeUUEwyko\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">YouTube<\/a>)<\/p>\n<p>Zudem habe ich mir der Erinnerung nach zwei 1\/2 Liter Plastikflaschen mit Wasser gekauft und in meinen Rucksack gepackt. Hinzu kamen eine Kamera, Verbandszeug, ein frisches Unterhemd und eine Windjacke f\u00fcr Wanderer. So f\u00fchlte ich mich ausreichend gewappnet.<\/p>\n<h3>\u2026 endlich geht\u2019s los<\/h3>\n<p>Um 4:00 Uhr morgens fanden ich mich mit meinen beiden deutschen Kollegen, noch etwas m\u00fcde von der kurzen Nacht, im Eingangsbereich des Ryokans ein \u2013 in der Hoffnung, bald abgeholt zu werden. Denn der Chefingenieur hatte uns eingesch\u00e4rft, nicht nur Essen und Trinken am Vorabend einzukaufen, sondern auch p\u00fcnktlich zu sein \u2013 es ginge sehr fr\u00fch los.<\/p>\n<p>Es wurde 4:30, wer nicht zu sehen war, war der japanische Kollege, seines Zeichens Chefingenieur. Kurz vor 5:00 Uhr wollte ich mich schon wieder auf mein Zimmer begeben, um noch ein wenig zu schlafen, als pl\u00f6tzlich zwei PKWs vor dem Hotel mit quietschenden Reifen hielten. In einem sa\u00df der Chefingenieur und tat furchtbar eilig, weil er etwas \u201csp\u00e4t\u201d sei.<\/p>\n<p>Halb d\u00f6send sa\u00df ich auf dem R\u00fccksitz und wunderte mich, dass wir wohl in Kawagoe diverse L\u00e4den anfuhren. Der Chefingenieur sprang raus und kam kurz darauf wieder, um den n\u00e4chsten Laden anzusteuern. Irgendwann sp\u00e4ter erfuhr ich von einem meiner deutschen Kollegen, was Sache gewesen war. Die japanischen Reisebegleiter hatten \u201cgeplaudert\u201d. Alle, bis auf den Chefingenieur, hatten sich am Vorabend \u2013 wie gehei\u00dfen &#8211; mit Essen und Trinken eingedeckt. Nur der Herr Chefingenieur musste mit Kumpels saufen gehen \u2013 und hatte den Einkauf verbeutelt. Die Versp\u00e4tung erkl\u00e4rte sich so, dass der Herr Chefingenieur von 4:00 Uhr bis ca. 5:00 Uhr bereits einige L\u00e4den angesteuert hatte, um etwas zu Essen zu kaufen \u2013 was aber nicht klappte \u2026<\/p>\n<p>Irgendwann hat er dann wohl doch noch seinen Proviant gekauft bekommen. Anschlie\u00dfend ging es auf die Autobahn in Richtung S\u00fcden, an Tokio vorbei zum Mount Fuji. Ich erinnere mich nur noch an Mautstationen, sowie das nervt\u00f6tende Bling-Bling des Wagens, wenn das Tempolimit von 100 km\/h \u00fcberschritten war. Die meiste Zeit verbrachte ich d\u00f6send auf der R\u00fcckbank des PKW, da es noch dunkel war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Fuji - der Aufstieg\" src=\"https:\/\/borncity.eu\/japan\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/FbUqyrv.jpg\" alt=\"Fuji - der Aufstieg\" \/><\/p>\n<p>Irgendwann erreichten wir nach Tagesanbruch einen Parkplatz an den Flanken des Mount Fuji. Das obige Foto zeigt die Szene, wo die japanischen Kollege den Aufstieg beratschlagen. Ich wei\u00df nicht, welche der Routen wir w\u00e4hlten, aber es d\u00fcrfte ein Aufstieg von 2.300 m H\u00f6he (m\u00f6glicherweise von der Station Gog\u014dme (\u4e94\u5408\u76ee)) gewesen sein. Wie es weiter ging, und wie ich den Fuji erklomm, beschreibe ich in <a href=\"https:\/\/borncity.eu\/japan\/2016\/03\/13\/der-ausflug-zum-fuji-teil-2\/\">Teil 2<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei meinem zweiten Japan-Aufenthalt hatte ich die M\u00f6glichkeit und das Vergn\u00fcgen, einen Ausflug auf den Fujijama (\u5bcc\u58eb\u5c71) zu machen. 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