{"id":58,"date":"2010-06-13T18:24:00","date_gmt":"2010-06-13T18:24:00","guid":{"rendered":"http:\/\/borncity.com\/japan\/?p=58"},"modified":"2022-04-20T09:54:01","modified_gmt":"2022-04-20T07:54:01","slug":"gaijin-san-im-ryokan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/japan\/2010\/06\/13\/gaijin-san-im-ryokan\/","title":{"rendered":"Gaijin-San im Ryokan &hellip;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Flagge1\" src=\"https:\/\/borncity.eu\/japan\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/flagge11.jpg\" alt=\"\" width=\"69\" height=\"58\" \/>Da stand ich nun, vor einem unscheinbaren Eingang mit einem Holztor \u2013 dem Ziel meiner zuk\u00fcnftigen N\u00e4chte. Nachdem ich im vorherigen Hotel die Zimmerrechnung bezahlt hatte und im Besitz meines Reisegep\u00e4cks war, verfrachtet mich mein Kollege, Herr Mamamote, in ein Taxi und lie\u00df uns zum Ryokan fahren.<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/e089f51d6ede446994dd173c02339a2f\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ryokan\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ryokan<\/a>, das ist ein traditionelles japanisches Hotel, wo die G\u00e4ste in Zimmern auf Tatami Matten wohnen und schlafen. Die T\u00fcren sind in traditioneller Weise als Schiebet\u00fcren, bestehend aus einem mit Papier bespannten Holzgitter, ausgef\u00fchrt. Wohnen im Ryokan bedeutet daher, sich der traditionellen japanischen Lebensweise anzupassen. Dies beginnt mit dem <a href=\"http:\/\/web.archive.org\/web\/20160114024226\/http:\/\/www.jnto.de:80\/in-japan\/unterkuenfte\/ryokan.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ausziehen der Stra\u00dfenschuhe<\/a> beim Betreten des Ryokans und reicht bis zum japanischen Bad (<a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Furo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ofuro<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.nachjapanreisen.de\/ryokan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Onsen<\/a>) oder dem Fr\u00fchst\u00fcck im Gemeinschaftsraum.<\/p>\n<p>Aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Vielmehr erlebte ich die Schl\u00fcsselszene, die diesem Blog ihren Namen geben sollte.<\/p>\n<p>Als ich mit dem Reisegep\u00e4ck dem Taxi entstieg, traten wir durch die Holzt\u00fcr in eine Art Vorraum. Dieser diente zum Wechsel des Schuhwerks, sprich: beim Eintreten wurden die Stra\u00dfenschuhe ausgezogen und durch braune Lederslipper (<em><a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20160307020435\/http:\/\/hakuhosha.co.jp\/surippa\/surippa002\/surippa002.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Surippa<\/a>) <\/em>ersetzt. Beim Verlassen des Hotels galt es, die Pantoffel abzugeben und die Stra\u00dfenschuhe anzuziehen. Das Aush\u00e4ndigen des jeweiligen Schuhpaars oblag einem \u00e4lteren Herrn, der die Funktion eines Hausdieners innehatte.<\/p>\n<p>Als wir nun eintrafen und der \u00e4ltere Herr den Gaijin erblickte, verschwand er blitzartig im Innern der Herberge, um kurz darauf mit der Besitzerin zur\u00fcckzukehren. Herr Mamaoto stellte mich der Besitzerin auf japanisch als den avisierten Gast vor, der ein Zimmer beziehen sollte. Die Besitzerin gab eine kurze Anweisung an den \u00e4lteren Herrn und ich wollte schon mein Reisegep\u00e4ck aufnehmen, um das Hotel zu betreten. Aber dann passierten gleich zwei Sachen. Herr Mamamote wies mich auf englisch darauf hin, dass innerhalb des Ryokan keine Stra\u00dfenschuhe erlaubt seien und wir ein entsprechendes Paar Hausschuhe ben\u00f6tigten. Diese Ma\u00dfnahme war nachvollziehbar, diente sie doch einerseits zum Schutz vor Stra\u00dfenschmutz, der durch den Wechsel des Schuhwerks nicht ins Hotel getragen werden konnte. Der zweite Grund: Die weichen Hausschuhe boten einen guten Schutz f\u00fcr die \u00fcberall ausgelegten Tatami-Matten. Diese sind aus Reisstroh gefertigt und werden durch Stra\u00dfenschuhe schnell abgenutzt oder besch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Die zweite Sache, die nun passierte, verunsicherte mich aber schon. Der \u00e4ltere Herr, der wohl als Kalkfaktor fungierte, hob pl\u00f6tzlich mit hoher Stimme an, mit der Besitzerin des Ryokan zu diskutieren. W\u00e4hrend die Besitzerin, eine \u00e4ltere Japanerin, wenig sagte, schwadronierte der \u00e4ltere Japaner immer lauter und deutete gelegentlich auf mich. Mein japanischer Kollege schaute dem kommentarlos zu, w\u00e4hrend ich der Debatte interessiert zusah. Ich verstand zwar kein Japanisch, konnte aber dem aufgeregten Wortschwall des Herrn das immer wiederkehrende Wort &#8222;Gaijin&#8220; entnehmen.<\/p>\n<p>Dazu muss man wissen, dass Gaijin (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gaijin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u5916\u4eba<\/a>) urspr\u00fcnglich nur eine Umschreibung f\u00fcr (westliche) Ausl\u00e4nder war. Das Wort &#8222;jin&#8220; steht in der japanischen Sprache f\u00fcr Mensch (sinnentsprechend bedeutet Gaijin so viel wie &#8222;der Mensch, der von drau\u00dfen kommt&#8220;). So viel wusste ich \u2013 und es war mir bekannt, dass Gaijin in japanischen Kreisen auch als Schimpfwort galt (Langnase, war eine freundliche Umschreibung).<\/p>\n<p>Ich machte mir langsam Sorgen, was da wohl abginge. Hatte der \u00e4ltere Herr da Probleme mit einem Ausl\u00e4nder im Ryokan? Immerhin war Kawagoe damals\u00a0 f\u00fcr mich &#8222;tiefste Provinz&#8220; und das Hotelpersonal sprach offensichtlich kein Englisch.<\/p>\n<p>Irgendwann bemerkte der Herr, dass ich der Diskussion &#8222;offenbar folgte&#8220;, und interpretierte dies so, dass der Gaijin wohl Japanisch verstand. Darauf brach sein Redefluss abrupt ab und er starrte mich f\u00fcr einen Augenblick erschrocken an. Dann hob das Palaver erneut an, wobei der Mann mittlerweile stark gestikulierend auf die Besitzerin einredete. Als ich aber im japanischen Wortschwall nun den Begriff &#8222;Gaijin-San&#8220; statt &#8222;Gaijin&#8220; vernahm, musste ich mich stark zusammenrei\u00dfen, um mich nicht vor Lachen auf dem Boden zu kringeln. Skurriler geht es (n)immer. &#8222;Gaijin&#8220; ist zwar das Wort f\u00fcr Ausl\u00e4nder, wird aber gerne als Schimpfwort gebraucht. &#8222;San&#8220; ist eine der m\u00f6glichen H\u00f6flichkeitsformen bei der Anrede (also wird Herr Hashimoto in Japan als Hashimoto-San angesprochen). Da dem Hausdiener keine andere Bezeichnung f\u00fcr den Fremden als &#8222;Gaijin&#8220; einfiel, versuchte er die Situation zu retten, indem er einfach die H\u00f6flichkeitsfloskel &#8222;San&#8220; anf\u00fcgte. Gaijin-San l\u00e4sst sich also in etwa mit der Anrede &#8222;hochverehrter Herr, Sie langnasiger, fremder Teufel, hinterfotziger Prei\u00df&#8220; vergleichen.<\/p>\n<p>Irgendwann gab die japanische Besitzerin des Ryokan eine kurze Anweisung, worauf der \u00e4ltere Herr nickte, um in geb\u00fcckter Haltung in den dunklen Hinterr\u00e4umen des Eingangsbereichs zu verschwinden. Nach kurzer Zeit erschien er wieder und hielt ein paar braune Lederslipper in H\u00e4nden. Das gleiche Modell, wie ich es zu Hauf in einem Regel im Eingangsbereich des Ryokans bereits ersp\u00e4ht hatte. Nun stellte er die beiden Slipper mit vielen Verbeugungen vor mir ab und dr\u00fcckte mir gleichzeitig einen kurzen Holzstock in die Hand. Anschlie\u00dfend griff er hinter sich in ein Regal und holte ein zweites paar braune Lederslipper hervor, die er neben meinem japanischen Begleiter abstellte.<\/p>\n<p>Und jetzt lichtete sich f\u00fcr mich auch etwas der &#8222;Nebel&#8220;, denn als ich die Slipper betrachtete, begann ich zu verstehen. Die Slipper entsprachen in der Form in etwa deutschen Badelatschen f\u00fcr Damen. Vorne waren die Slipper offen, um Platz f\u00fcr die Zehen zu lassen. Man konnte bequem hineinschl\u00fcpfen \u2013 und die &#8222;offene Bauweise&#8220; erlaubte quasi eine &#8222;Einheitsgr\u00f6\u00dfe&#8220; f\u00fcr die meisten japanischen G\u00e4ste.<\/p>\n<p>Vor meinem japanischen Begleiter stand daher ein Paar Lederslipper, in einer Gr\u00f6\u00dfe, die den Exemplaren entsprach, die wohl auch f\u00fcr andere G\u00e4ste in einem Regal im Eingang vorgehalten wurden. Mein Paar war dagegen mit weitem Abstand das gr\u00f6\u00dfte Modell, was zu erblicken war. Der \u00e4ltere Herr hatte offenbar auf Gehei\u00df der Besitzerin die XXL-Ausgabe geholt. Als mein Begleiter nun sagte, dass ich diese Hausschuhe bitte im Ryokan tragen m\u00f6ge, begann ich meine Stra\u00dfenschuhe auszuziehen. Als ich dann in die Slipper schl\u00fcpfte, wurde mir klar, dass diese wohl irgendwie Schuhgr\u00f6\u00dfe 41-42 aufwiesen \u2013 f\u00fcr Japaner extrem gro\u00df, f\u00fcr europ\u00e4ische Verh\u00e4ltnisse aber eher klein ausgefallen waren. Jedenfalls standen meine Zehen vorne ziemlich weit heraus, und mit den Fu\u00dfsohlen schl\u00fcrfte ich immer noch leicht \u00fcber die Tatami-Matten. Der Hausdiener hatte wohl mit der Besitzerin \u00fcber das Problem verhandelt, wie man die riesigen F\u00fc\u00dfe des Gaijin mit Hausschuhen versorgen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Auch das R\u00e4tsel mit dem Holzstock l\u00f6ste sich. Es war ein Vierkantholz, ca. 1 cm dick, 4 cm breit und gut 10 cm lang, auf dessen Querseite japanische Zeichen aufgemalt waren. Mein japanischer Begleiter informierte mich, dass dies quasi der &#8222;Hotelschl\u00fcssel&#8220; sei \u2013 denn auf dem Brett st\u00e4nde meine Zimmernummer. Ich h\u00e4tte die Zimmernummer 10, im japanischen als j\u016b ausgesprochen. Wenn ich das Hotel verlie\u00dfe, solle ich das Brett dem Hoteldiener geben, der dann meine Schuhe an Hand der Nummer aush\u00e4ndigen w\u00fcrde. Bei der Wiederkehr solle ich die Nummer sagen, worauf ich das &#8222;Brett&#8220; mit der Zimmernummer und meine Hausschuhe erhielte.<\/p>\n<p>Als ich das Brett interessiert betrachtete, konnte ich die Zahl 10 aber nicht finden. Vielmehr war nur ein Kreuz aufgemalt. Auf meinen irritierten Blick reagierend, meinte mein Kollege, die auf dem Brett aufgemalten Zeichen seien Zahlen, die nicht in westlichen Ziffern, sondern in der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Japanische_Zahlen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">japanischen Schreibweise<\/a> geschrieben seien. Die Zahl 10 wird im Japanischen als \u5341 (j\u016b) geschrieben.<\/p>\n<p>Oh Schreck lass nach! Mir ging sofort durch den Kopf, dass ich dringend die japanischen Zahlen von 1 bis 10 lernen musste. Diese waren zwar in meinem Japan-Reisef\u00fchrer aufgef\u00fchrt \u2013 ich hatte es aber bisher nicht geschafft, die Zahlw\u00f6rter zu lernen (zumal es mehrere Bezeichnungen f\u00fcr die Ziffern gab). Aber zuerst hie\u00df es, der Herbergsbesitzerin zu folgen, die meinen Kollegen und mich durch zahlreiche verwinkelte G\u00e4nge zu meinem Zimmer f\u00fchrte. Nachdem die Schiebet\u00fcr ge\u00f6ffnet wurde, mussten die Hausschuhe ausgezogen und vor der T\u00fcrschwelle abgestellt werden. Im Zimmer solle man nur auf Socken unterwegs sein, um die Tatami-Matten zu schonen. Am hinteren Ende des Zimmers gab es dann eine Schiebet\u00fcr zum Badbereich, wo ein zweites Paar wei\u00dfe Hausschuhe auf ihren Tr\u00e4ger wartete.<\/p>\n<p>Nachdem mir kurz das Zimmer gezeigt wurde, verabschiedete sich der Kollege \u2013 die restlichen Details solle ich mit der Besitzerin kl\u00e4ren, die mir auch alles zeigen w\u00fcrde. Der Kollege informierte mich, dass ich am n\u00e4chsten Morgen, nach dem Fr\u00fchst\u00fcck, durch Frau Hashimoto abgeholt w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ups, das n\u00e4chste Abenteuer? Ganz so schlimm kam es nicht. Die, ich nenne sie mal, &#8222;Herbergsmutter&#8220; zeigte mir noch den Fr\u00fchst\u00fccksraum. Die einzige Herausforderung f\u00fcr mich war dabei lediglich, mir zu merken, welche G\u00e4nge zum Zimmer, zur Rezeption und zum Fr\u00fchst\u00fccksraum f\u00fchrten. Denn der Holzbau des Ryokan war recht verwinkelt und in der Tradition \u00e4lterer japanischer Holzh\u00e4user erbaut. Vieles war um einen &#8222;Innenhof&#8220; mit japanischem Garten angeordnet \u2013 aber dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p>Die Kommunikation mit meiner Herbergswirtin erwies sich als recht einfach. Sie war ca. im Alter meiner Mutter und sprach recht gut Englisch. Im Gespr\u00e4ch erw\u00e4hnte sie, dass ihre Tochter momentan in Deutschland, in Offenbach, wohne. Offenbar sah sie es als eine Art &#8222;Pflicht&#8220; an, mich &#8222;in der Fremde&#8220; zumindest innerhalb des Ryokans unter ihre Fittiche zu nehmen. Speziell beim Fr\u00fchst\u00fcck erwies sich dies als \u00e4u\u00dferst hilfreich, da sie mir sp\u00e4ter jeweils zeigte, wie bestimmte Speisen einzunehmen waren.<\/p>\n<p>Nach dem Rundgang f\u00fchre sie mich zur Rezeption, um dort die Anmeldeformalit\u00e4ten zu erledigen. Dort bot sie mir auch an, die Wertsachen im eigenen Tresor zu deponieren und bei Bedarf abzuholen. Angesichts des Troubles beim Beschaffen von Bargeld fragte ich sofort nach, ob die Hotelrechnung in bar zu begleichen sei, oder ob ich eventuell mit Reiseschecks zahlen k\u00f6nne. Sie fragte nur, um welche Reiseschecks es sich handele. Als ich ihr diese zeigte, meinte sie nur &#8222;kein Problem, nehme ich \u2013 und auch American Express Traveller Schecks werden akzeptiert \u2013 wir sind hier schlie\u00dflich nicht in der Provinz&#8220;. Das war dann das zweite Mal an diesem Tag, dass ich eine faustdicke \u00dcberraschung erlebte. Hier die totale Verweigerung gegen\u00fcber international \u00fcblichen Reisezahlungsmitteln, dort die sofortige Akzeptanz meiner Reiseschecks. Aber so ist (oder war) Japan eben.<\/p>\n<p>Postscriptum: Meine Sorge, die Zimmernummer auf japanisch merken und verst\u00e4ndlich aufsagen k\u00f6nnen zu m\u00fcssen, erwies sich im Nachhinein als unbegr\u00fcndet. Als einziger Gaijin im Ryokan war ich quasi &#8222;unverwechselbar&#8220;. Kam ich abends in den Ryokan zur\u00fcck eilte der Hausdiener freudestrahlend herbei, um dem Gaijin seine &#8222;Quadratlatschen&#8220; zu \u00fcbergeben und meine Stra\u00dfenschuhe entgegen zu nehmen. Und morgens, beim Verlassen des Hotels kam er auch sofort mit meinen Stra\u00dfenschuhen angerannt. Ich musste das Holzbrettchen quasi nie zeigen. Nachdem ich am ersten Morgen das Brettchen ziemlich verlegen in die Hand genommen hatte, aber sofort meine Schuhe bekam, lie\u00df ich es heimlich in meiner Sakko-Tasche verschwinden. Ich habe es auch nie gebraucht, sondern erst bei der Abreise an der Rezeption abgegeben. Dass ich trotzdem mit manchen Eigenheiten des Ryokan zu k\u00e4mpfen hatte, ist Gegenstand weiterer Geschichten.<\/p>\n<p>Die obige Episode hat sich mir nachhaltig ins Ged\u00e4chtnis gebrannt, obwohl beim Niederschreiben fast 20 Jahre vergangen sind. Auch die Wortsch\u00f6pfung &#8222;Gaijin-San&#8220; pr\u00e4gte sich mir sofort ein, so dass ich bereits kurz nach R\u00fcckkehr von meinem ersten Japanaufenthalt (von ingesamt drei) den Plan fasste, diese Erlebnisse in schriftlicher Form zu ver\u00f6ffentlichen. Und der Titel (des damals angedachten Buches) war auch sofort klar &#8222;Gaijin-San&#8220;. Nun ja, das Schreiben des Manuskripts hat lange gedauert \u2013 aber zumindest werden die Geschichten in Form dieses Blogs ver\u00f6ffentlicht \u2013 vielleicht gibt es das zugeh\u00f6rige Buch ja auch irgendwann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da stand ich nun, vor einem unscheinbaren Eingang mit einem Holztor \u2013 dem Ziel meiner zuk\u00fcnftigen N\u00e4chte. 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