{"id":12216,"date":"2020-05-11T00:12:00","date_gmt":"2020-05-10T22:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=12216"},"modified":"2024-07-26T19:41:51","modified_gmt":"2024-07-26T17:41:51","slug":"neue-theorie-fr-das-tunguska-ereignis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2020\/05\/11\/neue-theorie-fr-das-tunguska-ereignis\/","title":{"rendered":"Neue Theorie zum Tunguska-Ereignis"},"content":{"rendered":"<p>Was l\u00f6ste am 30. Juni 1908 \u00fcber der sibirischen Region Tunguska die gr\u00f6\u00dfte bekannte Explosion der Neuzeit (mit der Explosionskraft von 185 Hiroshimabomben) aus? Russische Wissenschaftler liefern eine neue Theorie.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Das Tunguska-Ereignis von 1908<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/764a6cbdc944403a84f1503b41502b45\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Es geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften R\u00e4tseln der letzten 150 Jahre. Am 30. Juni 1908 fand im sibirischen Gouvernement Jenisseisk, heute <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Region_Krasnojarsk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Region Krasnojarsk<\/a>, in der N\u00e4he des Flusses <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Steinige_Tunguska\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Steinige Tunguska<\/a> <i>(Podkamennaja Tunguska)<\/i> im Siedlungsgebiet der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ewenken\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ewenken<\/a> eine gigantische Explosion statt.<\/p>\n<p>Bei diesem sogenannten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tunguska-Ereignis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tunguska-Ereignis<\/a> wurden B\u00e4ume bis in etwa 30 Kilometer Entfernung entwurzelt und Fenster und T\u00fcren in der 65 Kilometer entfernten Handelssiedlung <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wanawara\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wanawara<\/a> eingedr\u00fcckt. Experten sch\u00e4tzen, dass auf einem Gebiet von \u00fcber 2000 km\u00b2 rund 60 Millionen B\u00e4ume umgeknickt wurden. Noch in \u00fcber 500 Kilometern Entfernung wurden ein heller Feuerschein, eine starke Ersch\u00fctterung, eine Druckwelle und ein Donnerger\u00e4usch wahrgenommen, unter anderem von Reisenden der Transsibirischen Eisenbahn.<\/p>\n<p>Die Einwohner des Ortes Kirensk, 450 km vom Ereignisort entfernt, sahen eine Font\u00e4ne aufsteigen, woraus die H\u00f6he der Font\u00e4ne mit mindestens 20 km gesch\u00e4tzt wird. Aufgrund der d\u00fcnnen Besiedlung des Gebietes gibt es keine verl\u00e4sslichen Berichte \u00fcber Verletzte oder Tote. Je nach Quelle werden get\u00f6tete Rentiere und keine oder bis zu zwei menschliche Opfer genannt. In allen meteorologischen Stationen Europas und Nord-Amerikas registrierten die Seismographen die Ersch\u00fctterung dieser Explosion.<\/p>\n<h2>Ursache bis heute unbekannt<\/h2>\n<p>Die Ursache des Ereignisses ist bis heute unbekannt. Von einem Einschlag eines gr\u00f6\u00dferen Meteoriten \u00fcber einen Kometen bis hin zu vulkanischen Eruptionen oder Methangas-Explosionen wurden viele Ursachen vermutet. Bez\u00fcglich der Einschlagstheorie gibt es das Problem, dass kein entsprechender Krater gefunden wurde. Vulkane gibt es in diesem Gebiet auch keine. Einen Krater, der durch eine riesige Methangas-Blase, die sich entz\u00fcndete, gerissen worden ist, hat man auch nicht gefunden.<\/p>\n<p>Eine Atombomben-Explosion ist ins Reich der Verschw\u00f6rungstheorien zu verorten \u2013 Radioaktivit\u00e4t hat man dort auch keine gefunden.<\/p>\n<h2>Neue Theorie: Eisenmeteorit<\/h2>\n<p>Russische Wissenschaftler um Dr. Sergei Karpov vom Kirensky Institut f\u00fcr Physik in Krasnojarsk haben jetzt eine im Fachjournal <strong>\"<\/strong>Monthly Notices of the Royal Astronomical Society\" (DOI: <a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/mnras\/article-abstract\/493\/1\/1344\/5722124?redirectedFrom=fulltext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">10.1093\/mnras\/staa329<\/a>) eine neue Erkl\u00e4rung geliefert. Die Sch\u00e4den im Tungska-Gebiet lassen sich am besten mit einem Ereignis erkl\u00e4ren, bei dem ein gr\u00f6\u00dferer Eisenmeteorit mit einem Durchmesser von 100 bis 200 Metern die Erdatmosph\u00e4re ca. 3.000 Kilometer lang bis in H\u00f6hen von 10 bis 15 Kilometer durchflog. Auf Grund der Geschwindigkeit von 20 km\/s kam es aber zu keinem Einschlag, sondern ein Teil des K\u00f6rpers verdampfte und der Rest verlie\u00df die Erdatmosph\u00e4re und ging wieder in eine Umlaufbahn um die Sonne \u00fcber.<\/p>\n<p>Die dabei gebildete Schock- und Sto\u00dfwelle kann durchaus die beobachteten Sch\u00e4den verursacht haben. Seit dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Meteor_von_Tscheljabinsk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Meteor von Tscheljabinsk<\/a>, der um den 15. Februar 2015 \u00fcber dem Ural vergl\u00fchte, wei\u00df man, welche Sch\u00e4den selbst ein kleiner K\u00f6rper anrichten kann. Ich hatte das in <a href=\"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/2013\/02\/15\/videos-des-meteoritenschauers-aus-dem-ural\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">diesem Artikel<\/a> kurz angerissen. Etwas mehr Informationen zur neuen Theorie finden sich in <a href=\"https:\/\/www.grenzwissenschaft-aktuell.de\/russische-wissenschaftler-liefern-neue-theorie-fuer-tunguska-ereignis20200504\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">diesem Artikel<\/a> von Grenzwissenschaften-Aktuell.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was l\u00f6ste am 30. Juni 1908 \u00fcber der sibirischen Region Tunguska die gr\u00f6\u00dfte bekannte Explosion der Neuzeit (mit der Explosionskraft von 185 Hiroshimabomben) aus? 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