{"id":17382,"date":"2021-08-07T00:08:00","date_gmt":"2021-08-06T22:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=17382"},"modified":"2021-08-05T15:46:21","modified_gmt":"2021-08-05T13:46:21","slug":"die-geschichte-rund-um-maggi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2021\/08\/07\/die-geschichte-rund-um-maggi\/","title":{"rendered":"Die Geschichte rund um Maggi"},"content":{"rendered":"<p>Ich denke, fast jeder Blog-Leser und jede Blog-Leserin kennt seit Kindheitstagen Maggi, die W\u00fcrze in den kleinen Flaschen, mit denen mal Suppen, Mehlkn\u00f6del oder auch mal ein Fr\u00fchst\u00fccksei geschmacklich aufpeppen kann. Und dann g\u00e4be es noch die Br\u00fchw\u00fcrfel dieser Marke. Aber woher kommt der Name Maggi, die Marke geh\u00f6rt inzwischen ja zur schweizerischen Nestl\u00e9 AG? Maggie ist mehr als die fl\u00fcssige W\u00fcrze, die wir alle kennen. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Es ist eine lange Geschichte,die man auf <a href=\"https:\/\/www.maggi.de\/ueber-maggi\/historie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dieser Seite<\/a> des Unternehmens sowie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maggi\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in der Wikipedia<\/a> nachlesen kann. Der Am 9. Oktober 1846 geborene Schweizer Michael Johannes Julius Maggi \u00fcbernahm 1869 den v\u00e4terlichen M\u00fchlenbetrieb in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kemptthal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kemptthal<\/a>. 1872 gr\u00fcndete Julius Maggi die Firma J. Maggi &amp; Cie. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Maggie\" alt=\"Maggie\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/En1zttt.png\"><br \/>(Screenshot Maggie-Firmenseite)<\/p>\n<p>Da zu dieser Zeit h\u00e4ufig Mangelern\u00e4hrung herrschte, experimentierte er ab 1882 mit Leguminosen (eiwei\u00dfhaltige H\u00fclsenfr\u00fcchte), um Fabrikarbeitern n\u00e4hrstoffreiche, preiswerte Lebensmittel zur Verf\u00fcgung stellen zu k\u00f6nnen. Das Problem war die miserable Ern\u00e4hrungssituation der Fabrikarbeiter: Arbeiterinnen fanden nicht mehr genug Zeit, um f\u00fcr ihre Familien zu kochen. Kalte Speisen oder Alkohol ersetzten oft warme Mahlzeiten. 1884 bringt Julius Maggie schlie\u00dflich das erste nahrhafte Leguminosen-Mehl auf den Markt. <\/p>\n<h2>Maggie-Mehl f\u00fcr Fabrikarbeiter<\/h2>\n<p>Die Ergebnisse wurden den Beauftragten der \u00abGemeinn\u00fctzigen Gesellschaft\u00bb am 19. November 1884 vorgestellt undf\u00fcr gut befunden. In einem Vertrag verpflichtete sich die Gesellschaft, drei Jahre lang ausschlie\u00dflich Maggis Leguminosen zu empfehlen. Maggi seinerseits garantierte f\u00fcr den Verkauf in der Schweiz einen Festpreis und regelm\u00e4\u00dfige Produkt-Kontrollen. <\/p>\n<p>Ab 1885 brachte Maggie neun industriell hergestellte Leguminosenmehl-Sorten auf den Markt. Der gro\u00dfe Erfolg blieb aber zun\u00e4chst aus. Der \u00abGemeinn\u00fctzigen Gesellschaft\u00bb wurde vorgeworfen, die Interessen eines privaten Unternehmens zu vertreten. Das Unternehmen Maggi wiederum hatte trotz der Unterst\u00fctzung Schwierigkeiten, sich am Markt gegen andere Anbieter von Suppenmehlen zu behaupten.<\/p>\n<h2>Auszeichnung, Fertigsuppen und Maggie-W\u00fcrze<\/h2>\n<p>Auf der schweizerischen Kochkunst-Ausstellung in Z\u00fcrich 1885 erhielt Julius Maggie das \u00abDiplom erster Klasse\u00bb. Dann weitete er das Produktsortiment aus. 1886 folgten die ersten Fertigsuppen auf Basis von Leguminosenmehl und die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maggi-W%C3%BCrze\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Maggi-W\u00fcrze<\/a>. Erste Warenlager und Niederlassungen im Ausland wurden gegr\u00fcndet, 1887 auch im badischen Singen. Um f\u00fcr die geplante weitere Expansion zus\u00e4tzliches Kapital zu beschaffen, wurde die Firma 1889 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt mit Julius Maggi als Generaldirektor. 1908 brachte Maggi den Br\u00fchw\u00fcrfel auf den Markt. <\/p>\n<p>Maggi f\u00fchrte f\u00fcr die damalige Zeit ungew\u00f6hnliche umfangreiche Sozialleistungen wie Kantine, Arbeiterwohnungen, Betriebskrankenkasse, Witwen- und Altersrente sowie 1906 den freien Samstag ein. Bei einem Streik im Werk Singen im Jahre 1907 vermittelte Julius Maggi erfolgreich, warf der Gesch\u00e4ftsleitung vor, sie habe die \u201eF\u00fchlung mit der Arbeiterschaft\" verloren, und regte die Gr\u00fcndung eines \u201eArbeiterausschusses\" an, einer fr\u00fchen Form des Betriebsrats. 1912 kam es bei Maggi Singen zum Abschluss des ersten Tarifvertrags in der deutschen Ern\u00e4hrungsindustrie. <\/p>\n<p>Der Firmengr\u00fcnder Julius Maggi lebte ab 1902 vorwiegend in Paris und f\u00fchrte die Firma in Frankreich mit neuen Produkten zu gro\u00dfen Erfolgen. Der Vertrieb pasteurisierter Milch der \u201eSoci\u00e9t\u00e9 laiti\u00e8re Maggi\" belief sich im Jahr 1912 auf 60 Millionen Liter, und der Absatz von Br\u00fchw\u00fcrfeln mit dem Namen KUB betrug 1912 monatlich 6 Millionen St\u00fcck. Kurz nach Julius Maggis Tod 1912 wurde die Firma in eine Holdinggesellschaft umgewandelt, die <i>Allgemeine MAGGI-Gesellschaft<\/i>. Auf der <a href=\"https:\/\/www.maggi.de\/ueber-maggi\/historie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Firmenseite<\/a> lassen sich weitere Stationen der Geschichte von Maggie nachlesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich denke, fast jeder Blog-Leser und jede Blog-Leserin kennt seit Kindheitstagen Maggi, die W\u00fcrze in den kleinen Flaschen, mit denen mal Suppen, Mehlkn\u00f6del oder auch mal ein Fr\u00fchst\u00fccksei geschmacklich aufpeppen kann. 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