{"id":1880,"date":"2016-11-14T01:48:00","date_gmt":"2016-11-14T00:48:00","guid":{"rendered":"http:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=1880"},"modified":"2020-04-04T06:36:19","modified_gmt":"2020-04-04T04:36:19","slug":"krpergre-und-das-risiko-fr-herz-kreislauf-erkrankungen-diabetes-und-krebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2016\/11\/14\/krpergre-und-das-risiko-fr-herz-kreislauf-erkrankungen-diabetes-und-krebs\/","title":{"rendered":"K&ouml;rpergr&ouml;&szlig;e und das Risiko f&uuml;r Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Gesundheit\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" border=\"0\" alt=\"Gesundheit\" src=\"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Gesundheit-2.jpg\" width=\"60\" height=\"56\">Die K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe beeinflusst das Risiko f\u00fcr Volkskrankheiten, so neuestes Studienergebnisse. Gro\u00dfe Menschen haben zwar ein erniedrigtes Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes, aber ein h\u00f6heres Risiko f\u00fcr Krebs. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Eine kalorienreiche Ern\u00e4hrung mit einem erh\u00f6hten Anteil an Milch und Milchprodukten in schnellen Wachstumsphasen, wie z.B. in der Schwangerschaft, ist wahrscheinlich f\u00fcr das weltweit zunehmende Gr\u00f6\u00dfenwachstum und seine Zusammenh\u00e4nge mit diesen Erkrankungen verantwortlich. Diese Erkenntnisse \u00fcber den Zusammenhang von K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe mit den bedeutsamsten Volkskrankheiten haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums f\u00fcr Diabetesforschung (DZD) und der Harvard School of Public Health im Journal Lancet Diabetes &amp; Endocrinology in einem Artikel publiziert.<\/p>\n<h3>Die K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe ist nicht nur genetisch bedingt<\/h3>\n<p>Die K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe ist weitgehend genetisch festgelegt, dennoch beobachtet man in den vergangenen Jahrzehnten weltweit eine stete Zunahme bei Kindern und Erwachsenen: Die Kinder sind im Erwachsenenalter fast immer deutlich gr\u00f6\u00dfer als ihre Eltern. Die gr\u00f6\u00dfte Zunahme der K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe \u00fcber die letzten Jahrzehnte findet man in den Niederlanden. Holl\u00e4ndische M\u00e4nner sind mittlerweile 20 cm gr\u00f6\u00dfer als sie es vor 150 Jahren waren. Interessanterweise ist in den Niederlanden auch der Pro-Kopf-Konsum von Milch und Milchprodukten weltweit am h\u00f6chsten. <\/p>\n<p>Diese Beobachtungen nahmen die Wissenschaftler des DZD, Prof. Norbert Stefan und Prof. Hans-Ulrich H\u00e4ring von der Medizinischen Klinik IV in T\u00fcbingen und dem Institut f\u00fcr Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen des Helmholtz Zentrums M\u00fcnchen an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen (IDM) und Prof. Matthias Schulze vom Deutschen Institut f\u00fcr Ern\u00e4hrungsforschung in Potsdam (DIfE), in Zusammenarbeit mit Prof. Frank Hu von der Harvard School of Public Health und Medical School in Boston, USA, zum Anlass, die Ursachen und medizinischen Auswirkungen dieser Zunahme im Gr\u00f6\u00dfenwachstum zu analysieren. <\/p>\n<h3>K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe beeinflusst Erkrankungsrisiko wichtiger Volkskrankheiten<\/h3>\n<p>Die Untersuchung zeigt, dass die K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe einen wichtigen Einfluss auf die Sterblichkeitsrate bestimmter Volkskrankheiten hat, und zwar unabh\u00e4ngig von K\u00f6rperfettmasse und anderen modulierenden Faktoren. Bisherige Studien belegen anschaulich, dass gro\u00dfe im Vergleich zu kleinen Menschen ein erniedrigtes Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes haben, aber ein erh\u00f6htes Risiko haben, an Krebs zu erkranken. \u201eEpidemiologische Daten zeigen, dass pro 6,5 cm K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe das Risiko f\u00fcr kardiovaskul\u00e4re Sterblichkeit um 6 Prozent sinkt, daf\u00fcr aber die Krebsmortalit\u00e4t um 4 Prozent steigt\", erl\u00e4utert Prof. Schulze. <\/p>\n<h3>Mehrere Ursachen werden vermutet<\/h3>\n<p>Die Autoren gehen davon aus, dass eine zunehmende K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe Ausdruck eines \u00dcberangebots von hochkalorischer Nahrung reich an tierischem Eiwei\u00df in verschiedenen Stadien des Wachstums ist. Dadurch k\u00f6nnte bereits im Mutterleib eine lebenslange Programmierung stattfinden, die bislang vor allem f\u00fcr das insulin like growth factor 1 und 2 sowie das IGF-1\/2-System belegt werden konnte. Eine Aktivierung dieses Systems f\u00fchrt u.a. dazu, dass der K\u00f6rper empfindlicher wird f\u00fcr die Wirkung des Insulins und, dass der Fettstoffwechsel g\u00fcnstig beeinflusst wird.  <\/p>\n<p>\u201eEntsprechend zeigen unsere neuen Daten, dass gro\u00dfe Menschen insulinempfindlicher sind und einen geringeren Fettgehalt in der Leber haben, was ihr niedriges Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes mit erkl\u00e4ren kann\", schlussfolgert Prof. Stefan. Diese Erkenntnisse passen zu publizierten Daten, die nahelegen, dass gro\u00dfe Menschen einen relativen Schutz vor Fettstoffwechselst\u00f6rungen haben. Aber gerade diese Aktivierung des IGF-1\/2-System und anderer Signalwege k\u00f6nnte zu einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr bestimmte Krebsarten,vor allem Brustkrebs, Dickdarmkrebs, schwarzer Hautkrebs, f\u00fchren, indem das Zellwachstum dauerhaft gef\u00f6rdert wird vermuten die Autoren. Es resultieren somit zwar positive Auswirkung f\u00fcr die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes, aber negative Auswirkungen f\u00fcr die Entstehung von Krebs. <\/p>\n<h3>Fazit: K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe bei Pr\u00e4vention st\u00e4rker ber\u00fccksichtigen<\/h3>\n<p>Die Wissenschaftler pl\u00e4dieren daf\u00fcr, den Faktor Gr\u00f6\u00dfenwachstum und K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe mehr als bislang bei der Pr\u00e4vention der genannten Volkskrankheiten einzubeziehen. Diesbez\u00fcglich sollten \u00c4rzte besonders daf\u00fcr sensibilisiert werden, dass gro\u00dfe Menschen, obwohl sie weniger h\u00e4ufig mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes auffallen, ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Krebskrankheiten haben. Schlie\u00dflich kommt der Ern\u00e4hrung, vor allem in der Schwangerschaft und im Kindes- und Jugendalter, eine bislang untersch\u00e4tzte Bedeutung zu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe beeinflusst das Risiko f\u00fcr Volkskrankheiten, so neuestes Studienergebnisse. 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