{"id":19411,"date":"2022-05-28T00:11:00","date_gmt":"2022-05-27T22:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=19411"},"modified":"2022-05-27T15:55:45","modified_gmt":"2022-05-27T13:55:45","slug":"dna-eines-toten-aus-pompeji-sequenziert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2022\/05\/28\/dna-eines-toten-aus-pompeji-sequenziert\/","title":{"rendered":"DNA eines Toten aus Pompeji sequenziert"},"content":{"rendered":"<p>Beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 nach Christus starben zahlreiche Einwohner der 20.000 Bewohner z\u00e4hlenden r\u00f6mischen Stadt Pompeji. Fast 2.000 sp\u00e4ter werden Tote dieses Ausbruchs, deren Knochen durch hei\u00dfe Asche konserviert wurden, ausgegraben. Wissenschaftern der s\u00fcditalienischen Universit\u00e4t Salento und der Universit\u00e4t Kopenhagen ist es nun gelungen, die DNA eines Opfers in gro\u00dfen Teilen zu sequenzieren. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Gabriele Scorrano (Universit\u00e4t Tor Vergata in Rom) untersuchte mit seinem Team die Skelett-\u00dcberreste eines etwa 35 und 40 Jahre alten Mannes und einer ca. 50 j\u00e4hrigen Frau, die unter der Ascheschicht ausgegraben worden waren. Im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Felsenbein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Felsenbein<\/a> (Knochen im Sch\u00e4del) des m\u00e4nnlichen Toten fand sich gen\u00fcgend DNA, um gro\u00dfe Teile zu sequenzieren. Bei dem weiblichen Opfer reichte die DNA nicht f\u00fcr eine&nbsp; Sequenzierung aus. Die Ergebnisse wurden <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41598-022-10899-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier ver\u00f6ffentlicht<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/exxpress.at\/sensation-erstmals-dna-eines-bewohners-der-antiken-stadt-pompeji-analysiert\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" title=\"Tote von Pompeji\" alt=\"Tote von Pompeji\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/zg9BctR.png\"><\/a><\/p>\n<p>Individum A von der Fundstelle Casa del Fabbro (Haus der Handwerker) war m\u00e4nnlich, 164,3 cm gro\u00df und ca. 35 und 40 Jahre alt. Bei Person B handelte es sich um eine Frau im Alter von \u00fcber 50 Jahren mit einer K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe von 153,1 cm. Die Sequenzierung des m\u00e4nnlichen Opfers konnte zu 41 % erfolgen und ergab Merkmale, die typischerweise bei Bewohnern der Insel Sardinien vorhanden sind. Der Mann hatte aber 30,5 Prozent Gene, die mit Individuen aus der iranischen Jungsteinzeit und zu 51,6 Prozent mit Genen von Individuen, die in der der anatolischen Jungsteinzeit lebten, \u00fcbereinstimmten. Es m\u00fcssen also Individuen aus Iran \u00fcber Anatolien in der Jungsteinzeit ins Mittelmeer nach Sardinien gewandert sein. Von dort gab es dann einen Austausch mit Italien. <\/p>\n<p>Bei der Analyse der Reste der Wirbels\u00e4ule des Toten wurden Hinweise auf eine Knochen-Tuberkulose-Erkrankung gefunden, wie <a href=\"https:\/\/science.apa.at\/power-search\/1394138957788175512\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diese deutsche Pressemitteilung<\/a> erl\u00e4utert. Ausf\u00fchrlicher werden die Studienergebnisse in <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/archaeologie\/pompeji-erste-dna-analyse-eines-vulkanopfers\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">scienexx<\/a> und bei <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/pompeji-erstmals-genom-eines-menschen-aus-der-verschuetteten-stadt-entschluesselt-a-b359473b-4077-4fa2-88c5-70a5b3457fe2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spiegel Online<\/a> beschrieben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 nach Christus starben zahlreiche Einwohner der 20.000 Bewohner z\u00e4hlenden r\u00f6mischen Stadt Pompeji. Fast 2.000 sp\u00e4ter werden Tote dieses Ausbruchs, deren Knochen durch hei\u00dfe Asche konserviert wurden, ausgegraben. 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