{"id":19562,"date":"2022-06-20T00:01:00","date_gmt":"2022-06-19T22:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=19562"},"modified":"2022-07-20T11:12:28","modified_gmt":"2022-07-20T09:12:28","slug":"verbraucherzentrale-gegen-greenwashing-bei-geldanlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2022\/06\/20\/verbraucherzentrale-gegen-greenwashing-bei-geldanlagen\/","title":{"rendered":"Verbraucherzentrale gegen Greenwashing bei Geldanlagen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Euros-klein.jpg\" alt=\"\" align=\"left\" \/>Nachhaltigkeit ist seit Jahren ein wichtiges Schlagwort f\u00fcr Unternehmen, Werbung und Verbraucher. Das Thema findet sich neben allen m\u00f6glichen Produktbereichen auch im Finanzsektor wieder. Doch immer wieder t\u00e4uschen Unternehmen Verbraucher, die bei der Geldanlage auf Nachhaltigkeit achten wollen, mit unlauterer Werbung. Zuletzt haben die LIQID Asset Management GmbH und die Stuttgarter Lebensversicherung eine Unterlassungserkl\u00e4rung abgegeben. Nun geht die Verbraucherzentrale weiter gegen Finanzprodukteanbieter wegen Greenwashing vor und hat vor einiger Zeit die gegen die Deutsche Kreditbank (DKB) Klage beim LG Berlin eingereicht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u00ad\"Es ist nach wie vor gesetzlich nicht definiert, was denn 'nachhaltige Geldanlagen' genau sein sollen\", sagt Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-W\u00fcrttemberg. \"Die Unternehmen nutzen das gezielt im Marketing f\u00fcr ihre Produkte aus\". Und tats\u00e4chlich findet die Verbraucherzentrale im Werbematerial von Finanzproduktanbietern, auf das sie im Rahmen ihrer Beratung st\u00f6\u00dft, immer wieder rechtswidrige irref\u00fchrende Versprechungen.<\/p>\n<p>Die Verbraucherzentrale geht deshalb gegen rechtswidrige Praktiken von Finanzdienstleitern vor, die mit nicht nachvollziehbaren oder gar falschen Versprechungen f\u00fcr ihre Finanzprodukte werben.<\/p>\n<h2>\u00adAktuelle Verfahren<\/h2>\n<p>\u00adAktuell hat die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. der Verbraucherzentrale Baden-W\u00fcrttemberg auf eine Abmahnung hin eine Unterlassungserkl\u00e4rung abgegeben. Diese hatte f\u00fcr ein \"Gesundheitskonto\" geworben, bei dem es sich um eine fondsgebundene Rentenversicherung handelte, und hierbei das Produkt als \"Gr\u00fcneRente\" angepriesen. Verbraucher:innen w\u00fcrden hier \"nachhaltig investieren\" und so die Zukunftsf\u00e4higkeit von Umwelt und Gesellschaft f\u00f6rdern. Der Versicherer hat dabei nicht klargestellt, wie die angebotenen Investitionen dies erreichen sollen. Laut Versicherungsbedingungen w\u00fcrden \"\u00f6kologische oder soziale Merkmale\" nur \"ber\u00fccksichtigt\". \"Die Ber\u00fccksichtigung irgendwelcher Kriterien alleine sagt aber nichts \u00fcber die tats\u00e4chliche Nachhaltigkeit der Investitionen aus\", so Nauhauser. Damit enth\u00e4lt der Versicherer den Verbraucher:innen wesentliche Informationen vor, die diese ben\u00f6tigen, um eine informationsgeleitete Entscheidung treffen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00adEin Unterlassungsklageverfahren l\u00e4uft gegen die Deutsche Kreditbank AG (DKB), die Werbung f\u00fcr ein kostenloses Girokonto mit der Behauptung macht, dass das eingezahlte Geld in \u00f6kologische und soziale Projekte in ganz Deutschland investiert w\u00fcrde. Art und Umfang dieser Investitionen werden jedoch nicht transparent erl\u00e4utert. Es soll gerichtlich auch gekl\u00e4rt werden, ob die Werbung \"kostenlos\" zul\u00e4ssig ist, wenn Verbraucher:innen Verwahrentgelte bezahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<h2>\u00c4rger mit der LIQID Asset Management GmbH<\/h2>\n<p>Auch die <i>LIQID Asset Management GmbH<\/i> hat sich strafbewehrt verpflichtet, es zu unterlassen, f\u00fcr ein Investment in ein Portfolio zu werben, das angeblich ausschlie\u00dflich aus Unternehmen mit den strengsten \u00f6kologischen, sozialen und ethischen Wertma\u00dfst\u00e4ben bestehe, wenn in Wahrheit vom Investment auch Anleihen und Gold erfasst sein sollen.<\/p>\n<p>\u00dcberdies hat der Anbieter in seiner Werbung Testsiegel und Bewertungen der Zeitschrift Capital, dem Institut f\u00fcr Verm\u00f6gensaufbau (IVA) und der firstfive AG verwendet, ohne, wie vorgeschrieben, den Umfang der Bewertung, deren Rahmenbedingungen und die Quelle zu nennen, unter der sich Verbraucher hinsichtlich der Richtigkeit des Testergebnisses informieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Anmerkung<\/strong>: Die LIQID Asset Management GmbH hat laut Mitteilung der Verbraucherzentrale Baden-W\u00fcrttemberg (VZ-BW) eine einstweilige Verf\u00fcgung gegen diese erwirkt. Die Begr\u00fcndung lautet, dass die Pressemitteilung insoweit falsch sei, als mit dem Fonds \"LIQID Impact\" jedenfalls nicht in Hedgefonds investiert werde. Ich habe obigem Text (wegen der vorl\u00e4ufigen Vollstreckbarkeit des Titels) entsprechend korrigiert.<\/p>\n<p>Der Vorwurf des Greenwashing wird von den Verbrauchersch\u00fctzern aufrecht erhalten. F\u00fcr Interessenten ist nicht ohne weiteres erkennbar, ob und wie der Nachhaltigkeitsfond investiert ist. Die Verbraucherzentrale Baden-W\u00fcrttemberg wird daher, so die Aussage, diese Beschlussverf\u00fcgung nicht akzeptieren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auf der Website der Verbraucherzentrale Baden-W\u00fcrttemberg gibt es unter <a href=\"https:\/www.vz-bw.de\/node\/65537\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.vz-bw.de\/node\/65537<\/a> einen \u00dcberblick zum Thema Greenwashing und eine Liste mit Verfahren gegen diverse Finanzproduktanbieter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachhaltigkeit ist seit Jahren ein wichtiges Schlagwort f\u00fcr Unternehmen, Werbung und Verbraucher. Das Thema findet sich neben allen m\u00f6glichen Produktbereichen auch im Finanzsektor wieder. 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