{"id":19836,"date":"2022-07-23T00:20:00","date_gmt":"2022-07-22T22:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=19836"},"modified":"2022-07-21T22:32:43","modified_gmt":"2022-07-21T20:32:43","slug":"inflation-lieber-am-essen-sparen-und-dafr-in-urlaub-fahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2022\/07\/23\/inflation-lieber-am-essen-sparen-und-dafr-in-urlaub-fahren\/","title":{"rendered":"Inflation: Lieber am Essen sparen und daf&uuml;r in Urlaub fahren?"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" alt=\"\" src=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/DNxhm89.jpg\" align=\"left\">Wie reagieren die Konsumenten in Deutschland auf die Inflation? Die GfK hat die Tage neue Zahlen und Erkenntnisse ver\u00f6ffentlicht, die zeigen, dass Konsumenten wegen der Inflation auf Genusskategorien bei Produkten des t\u00e4glichen Bedarfs verzichten. Bei Kategorien mit Nachholbedarf wie Reisen und Kleidung sind die Auswirkungen der Inflation jedoch weniger stark. Auf dem Markt f\u00fcr technische Konsumg\u00fcter entwickelt sich der Umsatz nach einem erfolgreichen Jahresstart langsam r\u00fcckl\u00e4ufig. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Inflationsrate in Deutschland hat sich in den letzten Monaten deutlich gegen\u00fcber den entsprechenden Monaten in 2021 erh\u00f6ht. Zuletzt lag sie im Juni nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bei 7,6 Prozent. W\u00e4hrend noch im letzten Jahr die Coronavirus-Pandemie die gr\u00f6\u00dfte Sorge der Deutschen war, sind dies jetzt die Inflation und die hohen Preise. Deren Auswirkungen sp\u00fcren die Konsumenten in Deutschland in fast allen Lebensbereichen.  <\/p>\n<p>Daher hat sich laut GfK Konsumklimaindex die Konsumstimmung deutlich verschlechtert und erreichte im Juni mit 26,2 Minuspunkten ein historisches Tief. Anstatt direkt zuzugreifen, warten 45 Prozent der Deutschen, bis das gew\u00fcnschte Produkt im Angebot verf\u00fcgbar ist.&nbsp;&nbsp; <\/p>\n<h3>Konsumenten verzichten zunehmend auf Genusskategorien <\/h3>\n<p>Besonders stark zeigen sich die Auswirkungen der Inflation bei Produkten des t\u00e4glichen Bedarfs wie Lebensmitteln oder K\u00f6rperpflegeprodukten. Dieser Bereich verzeichnete in den Monaten Januar bis Mai insgesamt einen gro\u00dfen Mengenr\u00fcckgang. Die Konsumenten verzichten auf Genusskategorien wie Fleisch- und Wurstwaren (-8,2 Prozent), frisches Obst oder Gem\u00fcse (-8,5 Prozent) oder frische Backwaren (-7 Prozent).  <\/p>\n<p>Bei diesen schnelldrehenden Produkten passen Konsumenten ihre Strategien schnell an, indem sie weniger kaufen, auf Angebotspreise zur\u00fcckgreifen oder von Herstellermarken zu g\u00fcnstigeren Eigenmarken umsteigen. Im Einzelhandel ist in den ersten drei Monaten diesen Jahres der Anteil von Eigenmarken am Gesamtumsatz um 34,6 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal im Vorjahr gewachsen. F\u00fcr 36 Prozent der Deutschen ist aktuell der Preis das wichtigste Kriterium bei der Kaufentscheidung.  <\/p>\n<h3>Ab in den Urlaub: Buchungszahlen auf Vor-Covid-Niveau <\/h3>\n<p>W\u00e4hrend Alltagsprodukte einen starken Mengenr\u00fcckgang verzeichneten, entwickelte sich die Reisebranche komplett gegens\u00e4tzlich. Nach \u00fcber zwei Jahren Corona-Pandemie besteht gro\u00dfer Nachholbedarf bei den Konsumenten. Die Buchungszahlen f\u00fcr private Urlaubsreisen sind in der aktuellen Sommersaison vergleichbar mit 2019, also vor der Pandemie, und gehen teils sogar dar\u00fcber hinaus. Man geht in der Branche davon aus, dass die Sommersaison (von Mai bis Oktober) sehr positiv verlaufen wird.  <\/p>\n<h3>Fashion-Branche trotz Nachholbedarf ausgebremst <\/h3>\n<p>Kleidung wurde w\u00e4hrend der Pandemie von den Konsumenten weniger stark nachgefragt. Stattdessen verzeichneten insbesondere M\u00f6bel oder Gartenzubeh\u00f6r ein gro\u00dfes Plus. GfK-Experten f\u00fchren diese Entwicklung darauf zur\u00fcck, dass die Konsumenten w\u00e4hrend der Pandemie viel Zeit zu Hause verbracht haben und sich dieses sch\u00f6n gestalten und einrichten wollten.  <\/p>\n<p>Auch beim Thema Kleidung hat sich ein Nachholbedarf angestaut. Aktuell scheinen die Fashion-K\u00e4ufer einer Teuerung jedoch gezielt auszuweichen. So lag der bezahlte Durchschnittspreis leicht unter dem von Mai 2019. Dahinter stecken zwei Strategien: Konsumenten kaufen im Fachhandel g\u00fcnstigere Produkte oder weichen auf andere Vertriebslinien mit niedrigeren Preisen aus. So konnten sich die Textildiscounter \u00fcber eine zweistellige Umsatzsteigerung freuen.  <\/p>\n<h3>Erfolgreicher Jahresstart f\u00fcr technische Konsumg\u00fcter, aber eine Abk\u00fchlung ist zu erwarten <\/h3>\n<p>Zun\u00e4chst positiv entwickelte sich der Markt f\u00fcr technische Konsumg\u00fcter (TCG) dieses Jahr: Von Januar bis Mai stieg der Umsatz im Gesamtmarkt im Vergleich zum Vorjahr noch um drei Prozent. In den letzten Wochen zeigte sich jedoch ein Umschwung. Die Ums\u00e4tze gingen in den meisten Produktbereichen zur\u00fcck. Auch in dieser Kategorie halten sich Konsumenten derzeit eher zur\u00fcck.  <\/p>\n<p>Besonders zeigt sich der R\u00fcckgang bei preiswerten Einstiegsger\u00e4ten. H\u00f6herwertige und h\u00f6herpreisige Premiumger\u00e4te hingegen sind weniger von der aktuellen Krisensituation betroffen. So lag beispielsweise bei Kaffeevollautomaten im April der durchschnittliche Verkaufspreis noch acht Prozent \u00fcber dem Vorjahresniveau und Ger\u00e4te \u00fcber 600 Euro verzeichneten bei Umsatz und Ger\u00e4temenge ein deutliches Plus. Die Konsumenten achten beim Einkaufen demnach weiterhin auf Qualit\u00e4t und sind daf\u00fcr auch bereit mehr zu bezahlen.  <\/p>\n<h3>Zur Studie <\/h3>\n<p>GfK erhebt \u00fcber seine Handelspanels regelm\u00e4\u00dfig in mehr als 70 L\u00e4ndern weltweit Umsatzdaten f\u00fcr die Segmente Unterhaltungselektronik, Foto, Telekommunikation, Informationstechnologie, B\u00fcroausstattung, Elektrogro\u00df- und Kleinger\u00e4te. Alle Zahlen gem\u00e4\u00df GfK Panelmarkt, Deutschland, in St\u00fcck und in Euro dargestellt.  <\/p>\n<p>Im GfK Consumer Panel Deutschland werden Verbraucherdaten f\u00fcr Eink\u00e4ufe des t\u00e4glichen Bedarfs von 30.000 Haushalten erfasst. Das GfK Consumer Panel bildet so das reale Einkaufsverhalten der Privathaushalte kontinuierlich und repr\u00e4sentativ ab.  <\/p>\n<p>Im GfK Consumer Panel Fashion werden alle Bekleidungs- und Schuh-Eink\u00e4ufe von rund 14.500 Personen aus ca. 7.000 Haushalten erfasst. Das GfK Consumer Panel bildet so das Fashion-Einkaufsverhalten der Privathaushalte in Deutschland kontinuierlich und repr\u00e4sentativ ab.  <\/p>\n<p>Im GfK Consumer Panel Travel &amp; Mobility (Mobilit\u00e4tsmonitor) werden monatlich rund 18.000 Haushalte in Deutschland (ca. 36.000 Personen) zu ihrem Reise-, Buchungs- und Informationsverhalten befragt. Erhoben werden neben Urlaubsreisen auch Gesch\u00e4ftsreisen, Tagesausfl\u00fcge und sonstige Privatreisen, etwa Besuche bei Verwandten oder Bekannten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie reagieren die Konsumenten in Deutschland auf die Inflation? Die GfK hat die Tage neue Zahlen und Erkenntnisse ver\u00f6ffentlicht, die zeigen, dass Konsumenten wegen der Inflation auf Genusskategorien bei Produkten des t\u00e4glichen Bedarfs verzichten. 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