{"id":21435,"date":"2023-03-09T00:09:21","date_gmt":"2023-03-08T23:09:21","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=21435"},"modified":"2023-03-08T17:38:17","modified_gmt":"2023-03-08T16:38:17","slug":"wer-hat-die-nordstream-1-und-2-piplines-gesprengt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2023\/03\/09\/wer-hat-die-nordstream-1-und-2-piplines-gesprengt\/","title":{"rendered":"Wer hat die Nordstream 1 und 2 Piplines gesprengt?"},"content":{"rendered":"<p>Neuer Bericht zu Erkenntnissen der 2022 vor der d\u00e4nischen Insel Bornholm in der Ostsee gesprengten beiden russischen Gaspipelines Nordstream 1 und 2 Piplines in der Ostsee. Ermittlungen der Bundesanwaltschaft haben ergeben, dass der Anschlag \u00fcber ein in Rostock gemietetes Boot erfolgte.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Die Sprengungen der Pipelines<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/4a0ad292f33940a18687295ad3c1d199\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Die Erdgas-Pipelines <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nord_Stream#Nord_Stream_1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nordstream 1<\/a> und Nordstream 2, die auf dem Grund der Ostsee verlaufen, wurden ja im Verlauf des 26. September 2022 durch Sabotage gesprengt und liefern kein Gas mehr nach Deutschland. D\u00e4nische und Schwedische Beh\u00f6rden haben die Leckstellen mit Tauchrobotern untersucht, und hatten Sprengstoffreste sicher gestellt.<\/p>\n<h2>Viel R\u00e4tselraten<\/h2>\n<p>Ich hatte hier im Blog Berichte zu weiteren Tauchexpeditionen zu den Leckstellen ver\u00f6ffentlicht.\u00a0Dar\u00fcber hinaus gab es wenig an Informationen, Verantwortliche f\u00fcr die Sprengungen wurden bisher keine genannt.\u00a0Bisher herrschte ein gro\u00dfes R\u00e4tselraten \u00fcber die Hintergr\u00fcnde dieses Sabotageakts.<\/p>\n<p>Auf YouTube gab es <a href=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2023\/03\/05\/hab-mal-das-geweih-abgeworfen-war-zu-schwer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diverse Videos<\/a>, die sich mit dem Thema besch\u00e4ftigten &#8211; uniso hie\u00df es, dass die Aktion von Staaten gesponsort worden sei. Speziell die von Prof. Riek fand ich spannend &#8211; und eine \u00c4u\u00dferung ist mir noch im Ohr: \"Es k\u00f6nnten Oppositionsgruppen aus Russland\" (oder aus einem anderen Staat) gewesen sein. \"Fachleute\" hatten aber in einem seiner Videos ausgesagt, dass es eine gr\u00f6\u00dfere Logistik sowie spezieller Sprengk\u00f6rper (Minen) bedurft habe, um diese Sch\u00e4den hervorzurufen.<\/p>\n<p>Vor einigen Wochen gab es einen Blog-Beitrag des US-Journalisten Seymour Hersh. Dieser behauptet, der unter Berufung auf eine einzelne anonyme Quelle, dass US-Marinetaucher mit Unterst\u00fctzung von Norwegen f\u00fcr die Explosion verantwortlich sein sollen. Hersh hatte in fr\u00fcheren Jahren einige Skandale aufgedeckt &#8211; seinen letzten Artikel wollte aber kein US-Medium drucken. Die Geschichte war offensichtlich zu windig &#8211; nur Russland griff das Ganze gerne f\u00fcr eigene Propaganda auf.<\/p>\n<h2>Durchbruch bei Ermittlungen?<\/h2>\n<p>Deutsche Ermittlungsbeh\u00f6rden haben im Ermittlungsverfahren des Generalbundesanwalts in Karlsruhe, wohl einen Durchbruch\u00a0bei der Aufkl\u00e4rung der Anschl\u00e4ge auf die Nord-Stream-Pipeline\u00a0erzielt. Nach\u00a0<em>ARD-Informationen<\/em> gibt es zwar keine Beweise, wer die Zerst\u00f6rung veranlasst hat &#8211; doch es gibt Spuren. Sie f\u00fchren in die Ukraine.<\/p>\n<p>Die Tagesschau berichtet <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/nord-stream-explosion-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> von einer gemeinsamen Recherche des <em>ARD-Hauptstadtstudios<\/em>, des\u00a0<em>ARD-Politikmagazins \"Kontraste\"<\/em>, des\u00a0<em>SWR<\/em> und der \"ZEIT\". Im\u00a0Zuge der Ermittlungen konnte weitgehend rekonstruiert werden, wie und wann der Sprengstoffanschlag auf die Nord Stream-Pipelines vorbereitet wurde.<\/p>\n<p>\u00dcber eine Firma aus Polen, die zwei Ukrainern geh\u00f6rt, wurde in Rostock ein Boot angemietet. Anschlie\u00dfend wurden Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde auf das Boot gebracht und die Geheimoperation soll von sechs Personen durchgef\u00fchrt worden sein. Die Gruppe bestand aus einem Kapit\u00e4n, zwei Tauchern, zwei Tauchassistenten und einer \u00c4rztin.<\/p>\n<p>Es hei\u00dft, dass die mutma\u00dflichen T\u00e4ter professionell gef\u00e4lschte Reisep\u00e4sse verwendeten, die unter anderem f\u00fcr die Anmietung des Bootes eingesetzt worden sein sollen. Wieso dann aber gekannt ist, welche Aufgaben die Personen der Gruppe hatten, erschlie\u00dft sich mir nicht. Die \"Spuren, die in die Ukraine f\u00fchren\", beziehen sich wohl auf die anmietende Firma aus Polen.<\/p>\n<p>In den Medien wird aus den Ermittlungsakten zitiert, dass die Ausr\u00fcstung f\u00fcr die Geheimoperation mit einem Lieferwagen in den Hafen transportiert worden sei. Am 6. September 2022 startete das Kommando von Rostock aus mit dem Boot in See. Laut Ermittlern wurde das Boot sp\u00e4ter am folgenden Tag erneut in Wieck (Dar\u00df) und sp\u00e4ter an der d\u00e4nischen Insel Christians\u00f8 nord\u00f6stlich von Bornholm lokalisiert.<\/p>\n<p>Die Jacht wurde dem Eigent\u00fcmer im Anschluss an die Operation in ungereinigtem Zustand zur\u00fcckgegeben. Auf dem Tisch in der Kabine haben die Ermittler den Recherchen\u00a0 der Magazine zufolge Spuren von Sprengstoff nachweisen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Artikel hei\u00dft es, dass ein westlicher Geheimdienst kurz nach dem Anschlag bereits einen Hinweis an europ\u00e4ische Partnerdienste \u00fcbermittelt haben. Es sei ein ukrainisches Kommando f\u00fcr die Zerst\u00f6rung verantwortlich gemacht worden. Sp\u00e4ter soll es weitere geheimdienstliche Hinweise gegeben haben, die darauf hindeuten, dass eine pro-ukrainische Gruppe verantwortlich sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Bisher ist den Ermittlern aber nicht gelungen, die Personen zu identifizieren oder die Auftraggeber zu benennen. Es k\u00f6nnte also auch eine sogenannte False-Flag-Operation gewesen sein, wo die Spuren in Richtung Ukraine deuten. Eine Verwicklung der Regierung oder des Geheimdienstes der Ukraine wurde nicht nachgewiesen. Der Generalbundesanwalt lehnte eine Stellungnahme ab, die Regierung der Ukraine dementiert eine Beteiligung. Weitere Details lassen sich auf tagesschau.de <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/nord-stream-explosion-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> sowie z.B. <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/nord-stream-anschlaege-aktuelle-entwicklungen-was-ist-ueber-boot-taeter-und-ablauf-bekannt-VX2FGNXZEZGOHGCWZAVMF7WTQY.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">beim RND<\/a> nachlesen. Mal schauen, was noch \u00f6ffentlich wird.<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2022\/12\/03\/greenpeace-tauchte-zu-nordstream-lecks\/\" rel=\"bookmark\">Greenpeace tauchte zu Nordstream Lecks<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2022\/10\/18\/nordstream-1-groe-lcher-in-der-pipeline\/\" rel=\"bookmark\">Nordstream 1: Fotos zeigen gro\u00dfe L\u00f6cher in der Pipeline<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuer Bericht zu Erkenntnissen der 2022 vor der d\u00e4nischen Insel Bornholm in der Ostsee gesprengten beiden russischen Gaspipelines Nordstream 1 und 2 Piplines in der Ostsee. 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