{"id":2159,"date":"2016-12-17T00:43:41","date_gmt":"2016-12-16T23:43:41","guid":{"rendered":"http:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=2159"},"modified":"2021-03-02T05:47:28","modified_gmt":"2021-03-02T04:47:28","slug":"banken-nepp-zahlen-pro-klick-mit-sparkassen-app","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2016\/12\/17\/banken-nepp-zahlen-pro-klick-mit-sparkassen-app\/","title":{"rendered":"Banken-Nepp: Zahlen pro Klick bei Sparkassen-Banking?"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" alt=\"\" src=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/DNxhm89.jpg\" align=\"left\">Zinsen f\u00fcr das sauer Ersparte gibt es ja schon l\u00e4ngst nicht mehr. Und an der Geb\u00fchrenschraube drehen die Banken auch immer. Die Sparkasse Soest bittet jetzt bestimmte Online-Banking-Kunden f\u00fcr \"jeden Klick\" (im Browser oder per App) zur Kasse. Der Vorgang ist auch ein Beispiel, wie man es von Seiten der Banken nicht machen sollte.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Eine 'unvollst\u00e4ndige' Meldung<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\" https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/b85f4ce52787499ab1652ba9f5c934cf\" width=\"1\" height=\"1\"><\/strong> und die Geschichte beginnt. Der Soester Anzeiger hat die Geschichte <a href=\"http:\/\/www.soester-anzeiger.de\/lokales\/soest\/sparkasse-soest-bittet-kunden-jeden-klick-kasse-7113839.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> ausgegraben. Kunden, die sich gegen die pauschale Kontof\u00fchrungsgeb\u00fchr (5 Euro\/Monat) entschieden und f\u00fcr die g\u00fcnstigere Variante von 3,50 Euro\/Monate optierten, werden auf andere Art belastet. Es fallen f\u00fcr alle Aktivit\u00e4ten Geb\u00fchren an. \u00dcberweisungen, Abbuchungen, Eing\u00e4nge, die Sparkasse berechnet Geb\u00fchren. So weit normal \u2013 moderne Wegelagerei \u2013 Kundendienst gibt es nicht mehr, die Filialen werden geschlossen oder im Angebot reduziert \u2013 der Kunde soll es selbst oder am Sparkassen-Terminal erledigen \u2013 und soll auch noch kr\u00e4ftig zahlen.<\/p>\n<h3>Kreative Vertragsgestaltung \u2026<\/h3>\n<p>Aber die Kreativit\u00e4t der Soester Sparkassler geht, laut Soester Anzeiger, noch weiter. Kunden mit dem \"Billig\" Online-Abo werden beim Online-Banking zur Kasse gebeten<strike>so richtig abgezockt<\/strike>. So einfach \"ich will ja nur mal kucken, kostet doch wohl nix\" ist nicht mehr. Seit einiger Zeit werden Online-Banking-Kunden der Sparkasse Soest beim St\u00f6bern im eigenen Online-Konto zur Kasse gebeten. F\u00fcr jeden Klick, auch wenn keine Transaktion durchgef\u00fchrt wird, f\u00e4llt 1 Euro-Cent an Geb\u00fchr an, schreibt das Blatt (was aber wohl zu stark vereinfacht ist). Wie der Soester Anzeiger meldet, soll diese Geb\u00fchr jetzt sogar verdoppelt werden. Die Begr\u00fcndung der Bank:<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eSchlie\u00dflich werden schon beim blo\u00dfen Anklicken der Seite technische Prozesse im Hintergrund ausgel\u00f6st, die mit Kosten verbunden sind\".<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Verbrauchersch\u00fctzern in Nordrhein-Westfalen, die mit dem Thema konfrontiert wurden, ist scheinbar die Kinnlade herunter gefallen. <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20201108113013\/https:\/\/t3n.de\/news\/sparkasse-soest-berechnet-keinem-778161\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Diese Internetseite<\/a> hat bei den Verbrauchersch\u00fctzern nachgefragt, und herausgefunden, dass dort keine Informationen \u00fcber die Geb\u00fchren vorliegen. F\u00fcr den Sprecher der Sparkasse ist das mit den Geb\u00fchren aber ein alter Hut, wie er auf Anfrage der Redaktion des Soester Anzeiger mitteilte. <\/p>\n<h3>Erg\u00e4nzung: Negation bei Spiegel Online<\/h3>\n<p>Bei Spiegel Online gibt es <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/sparkasse-soest-die-maer-von-der-online-banking-abzocke-a-1126282.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesen Artikel<\/a>, der das Ganze relativiert. Laut Spiegel Online sollen Kunden mit dem g\u00fcnstigen Online-Konto pro Transaktion 1 Cent \u2013 und zuk\u00fcnftig 2 Cents zahlen. So ganz traue ich diesem Braten aber nicht \u2013 die Geb\u00fchren liegen verd\u00e4chtig niedrig. Auf meinen Sparkassenkonten fallen pro Online-Transaktion 25 Euro\/Cents an. Online ist das Geb\u00fchrenmodell der Sparkasse Soest leider nicht abrufbar, da findet man nur das 5 Euro-Girokonto.<\/p>\n<p>Es l\u00e4sst sich online nicht kl\u00e4ren, ob Spiegel Online oder der Soester Anzeiger Unsinn schreibt. Nachtrag: Konkret ist die Geschichte bei Spiegel Online eine Null-Nummer, da viel geschrieben, aber der Kern nicht korrekt zitiert wird. <\/p>\n<p>Beim Soester Anzeiger ist in der Online-Ausgabe bisher keine Korrektur zu finden. Auch aus den Kommentaren zum Artikel wird man nicht wirklich schlauer \u2013 so k\u00f6nnte man ablesen, dass das Abrufen des Kontostands Kosten verursacht \u2013 was aber im Artikel explizit negiert wird (Kontoausz\u00fcge werden in der Filiale kostenlos ausgedruckt). <\/p>\n<p>Unter dem Strich ist das aber ein sch\u00f6nes Beispiel f\u00fcr schlechte Kommunikation. Eine Klarstellung auf den Webseiten der Sparkasse Soest, und schon w\u00e4re das Thema gegessen. So schie\u00dfen die Spekulationen ins Kraut. <\/p>\n<h3>Erg\u00e4nzung 2: Stellungnahme des Sparkassenverbands und Aufl\u00f6sung<\/h3>\n<p>Zwischenzeitlich gibt es eine <a href=\"http:\/\/blog.dsgv.de\/jeder-klick-kostet-jetzt-auch-bei-den-sparkassen-natuerlich-nicht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stellungnahme des Sparkassenverbands<\/a> (wird auch von Spiegel Online als Quelle herangezogen). Da wird die Sache klarer \u2013 hier das Original-Zitat des Sparkassenverbands:<\/p>\n<blockquote>\n<p>werden nun Einzeltransaktionen im Online-Banking-Bereich dem Kunden in Rechnung gestellt. Das sind beispielsweise Umsatzabfragen oder die \u00dcbersicht der bestehenden Dauerauftr\u00e4ge.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Also konkret: Gehst Du in die Sparkassen-Filiale und druckst den Kontoauszug aus, bleibt dies gratis. Druckst Du dir das Gleiche auf eigenem Drucker zu eigenen Kosten per Online-Banking aus, kostet das 1 Cent (k\u00fcnftig 2 Cent) on top. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr andere \u00dcbersichten. Zu den Transaktionskosten f\u00fcr Geldeing\u00e4nge und \u00dcberweisungen oder Dauerauftr\u00e4ge habe ich noch nichts gefunden, sch\u00e4tze aber, dass diese auch irgendwo bei 25 bis 25 Cents pro Vorgang liegen. <\/p>\n<p>Mein Fazit: Wenn Umsatzabfragen beim Online-Banking oder eine \u00dcbersicht bestehender Dauerauftr\u00e4ge kostenpflichtig werden, bleibt nur zu hoffen, dass die Kunden mit den F\u00fc\u00dfen abstimmen und sich eine neue Bank suchen. Oder wie sehen Sie das \u2013 ich betrachte vieles, was aktuell bei Sparkassen passiert, als modernes Raubrittertum. Einen Gro\u00dfteil meiner Bankgesch\u00e4fte ist zwischenzeitlich von der Sparkasse abgewandert.<\/p>\n<p>PS: <a href=\"http:\/\/www.gute-banken.de\/sparkasse-soest\/bewertungen-neg.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier geht<\/a> es zu einer Bankenbewertungsseite der Sparkasse Soest. Generell wird die Sparkasse nicht schlecht bewertet \u2013 mit einer Delle bei \"preiswert\". <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zinsen f\u00fcr das sauer Ersparte gibt es ja schon l\u00e4ngst nicht mehr. Und an der Geb\u00fchrenschraube drehen die Banken auch immer. Die Sparkasse Soest bittet jetzt bestimmte Online-Banking-Kunden f\u00fcr \"jeden Klick\" (im Browser oder per App) zur Kasse. 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