{"id":21615,"date":"2023-04-06T00:21:10","date_gmt":"2023-04-05T22:21:10","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=21615"},"modified":"2023-04-05T19:45:27","modified_gmt":"2023-04-05T17:45:27","slug":"exoplanet-yz-ceti-b-koennte-magnetfeld-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2023\/04\/06\/exoplanet-yz-ceti-b-koennte-magnetfeld-haben\/","title":{"rendered":"Exoplanet YZ Ceti b k\u00f6nnte Magnetfeld haben"},"content":{"rendered":"<p>Astronomen haben den Exoplaneten YZ Ceti b untersucht und sind auf sich wiederholende Radiosignale gesto\u00dfen. Die Forscher folgern daraus, dass der Exoplanet ein Magnetfeld besitzt. Das w\u00e4re hilfreich f\u00fcr Leben auf einem Exoplaneten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/YZ_Ceti\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">YZ Ceti<\/a> \u00a0ist ein\u00a0<a title=\"Roter Zwerg\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Roter_Zwerg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Roter Zwerg<\/a>\u00a0im\u00a0Sternbild\u00a0<a title=\"Walfisch (Sternbild)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Walfisch_(Sternbild)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cetus<\/a> (Walfisch), der nur etwa 12 Lichtjahre von unserer Sonne entfernt ist. Der auch als Gliese 54.1, IRAS F01100-1716, LTT 670 oder TIC 439403362 bezeichnete Stern hat etwa 13 % der Masse der Sonne und 17 % ihres Radius. Wegen der geringen scheinbaren Helligkeit\u00a0von nur etwa 12\u00a0<a class=\"mw-redirect\" title=\"Magnitudo\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Magnitudo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mag<\/a> ist der Stern mit dem blo\u00dfen Auge nicht beobachbar. Diese Sonne besitzt ein Planetensystem, das aus mindestens drei, m\u00f6glicherweise aber auch vier, Exoplaneten besteht.<\/p>\n<p>Der Planet YZ Ceti b ist dem Stern so nahe, dass er eine volle Umkreisung in nur zwei Tagen absolviert. Zum Vergleich: Die k\u00fcrzeste Planetenumlaufbahn in unserem Sonnensystem ist die des Merkurs mit 88 Tagen.<\/p>\n<p>Wenn das Plasma von YZ Ceti vom Magnetfeld des\u00a0 Planeten abprallt, gibt es eine Wechselwirkung mit dem Magnetfeld des Sterns selbst. Dieser Vorgang erzeugt Radiowellen, die stark genug sind, um auf der Erde beobachtet zu werden.\u00a0Die St\u00e4rke dieser Radiowellen kann dann gemessen werden. Dies erm\u00f6glicht den Astronomen eine Absch\u00e4tzung, wie stark das Magnetfeld des Planeten sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<h2>Radiowellen von YZ Ceti<\/h2>\n<p>Die Forscher Sebastian Pineda und Jackie Villadsen beobachteten mit dem Karl G. Jansky Very Large Array, einem Radioteleskop des National Radio Astronomy Observatory der U.S. National Science Foundation, verschiedene Sterne mit nahen, kleines Exoplaneten.<\/p>\n<p>Von Jupiter-gro\u00dfen Exoplaneten sind Magnetfelder bekannt. Aber es gab die Frage, ob auch kleine Felsplaneten ein Magnetfeld haben.\u00a0Da Magnetfelder unsichtbar sind, ist es schwierig festzustellen, ob ein entfernter Planet tats\u00e4chlich eines hat, erkl\u00e4rt Villadsen.<\/p>\n<p>\"Wir suchen nach Planeten, die sehr nahe an ihren Sternen liegen und eine \u00e4hnliche Gr\u00f6\u00dfe wie die Erde haben. Diese Planeten sind viel zu nah an ihren Sternen, als dass man dort leben k\u00f6nnte, aber weil sie so nah sind, pfl\u00fcgt der Planet quasi durch eine Menge Zeug, das vom Stern kommt.\" So hofften die Forscher, Magnetfelder bei solchen Exoplaneten nachzuweisen und waren bei YZ Ceti erfolgreich.<\/p>\n<p>Die Forscher beobachteten\u00a0ein sich wiederholendes Radiosignal, das vom Stern YZ Ceti ausgeht.\u00a0 \"Wir haben den anf\u00e4nglichen Ausbruch gesehen, und er sah wundersch\u00f6n aus\", sagte Dr. Sebastian Pineda, Astronom im Labor f\u00fcr Atmosph\u00e4ren- und Weltraumphysik an der Universit\u00e4t von Colorado Boulder.\u00a0\"Als wir sie wieder sahen, war das ein deutlicher Hinweis darauf, dass wir hier vielleicht wirklich etwas [wie ein Magnetfeld] haben.\"<\/p>\n<p>Dr. Pineda und seine Kollegin Dr. Jackie Villadsen von der Bucknell University und dem Vassar College stellen die Theorie auf, dass die von ihnen entdeckten stellaren Radiowellen durch die Wechselwirkungen zwischen dem Magnetfeld des Exoplaneten und dem Stern, den er umkreist, erzeugt werden.<\/p>\n<p>Die Forscher haben ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41550-023-01914-0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00bbNature Astronomy\u00ab<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Deutschsprachige Zusammenfassungen finden sich bei <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/kosmos\/ein-magnetfeld-um-yz-ceti\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">scinexx.de<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/weltall\/exoplanet-yz-ceti-b-forschende-finden-hinweise-auf-magnetfeld-um-exoplaneten-a-c2cc5f49-a970-4adf-a3db-149c6efb511a\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spiegel Online<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Astronomen haben den Exoplaneten YZ Ceti b untersucht und sind auf sich wiederholende Radiosignale gesto\u00dfen. Die Forscher folgern daraus, dass der Exoplanet ein Magnetfeld besitzt. 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