{"id":25147,"date":"2024-07-16T00:12:06","date_gmt":"2024-07-15T22:12:06","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=25147"},"modified":"2024-09-29T21:56:25","modified_gmt":"2024-09-29T19:56:25","slug":"irre-da-sieht-jemand-natto-als-alternative-zu-kaese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2024\/07\/16\/irre-da-sieht-jemand-natto-als-alternative-zu-kaese\/","title":{"rendered":"Irre, da sieht jemand Natt\u014d als Alternative zu K\u00e4se"},"content":{"rendered":"<p>Alles K\u00e4se oder was? Die Tage bin ich auf einen Zeitschriftenbeitrag gesto\u00dfen, in dem Natt\u014d (fermentierte Sojabohnen) irgendwie als Alternative zum K\u00e4se gepriesen wurde. Hat mir spontan den Magen umgedreht und ich habe entschieden, mal einen kurzen Blog-Beitrag dr\u00fcber zu machen &#8211; inklusive meines Natt\u014d-Erlebnisses in Japan.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Was ist Natt\u014d?<\/h2>\n<p>Ich bem\u00fche mal die Wikipedia: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Natt%C5%8D\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Natt\u014d<\/a> ist ein traditionelles japanisches Lebensmittel aus Sojabohnen. Zur Herstellung werden die Bohnen gekocht und anschlie\u00dfend durch Einwirkung des Bakteriums Bacillus subtilis ssp. natto fermentiert. Dadurch bildet sich ein f\u00e4denziehender Schleim um die Bohnen und die Speise bekommt einen starken Geruch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/a\/ad\/Natto_mixed.jpg?20050825162510\" alt=\"Natt\u014d \" \/><\/p>\n<p>Natt\u014d; Quelle Wikimedia, freie Nutzung<\/p>\n<h2>Der Artikel \u00fcber Natt\u014d<\/h2>\n<p>Es war ein Beitrag mit dem Titel\u00a0<a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/lifestyle\/konkurrenz-fuer-kaese-was-ist-natto-ZVGJCXJ7F5AAVMAAJMUG5DEFJ4.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Konkurrenz f\u00fcr K\u00e4se: Was ist Natto?<\/a> im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), der mein Interesse und Erinnerungen weckte. Die Botschaft des Beitrags: <em>Wenn es ein pflanzliches Produkt gibt, dass aromatischem K\u00e4se Konkurrenz machen k\u00f6nnte, ist es Natto. Die fermentierten Sojabohnen werden in Japan seit Jahrhunderten serviert.\u00a0<\/em>Es folgt noch die Aussage, dass das Gericht vom Aroma an K\u00e4se erinnert, und auch F\u00e4den wie ein gutes K\u00e4sefondue ziehe &#8230;<\/p>\n<h2>Mein\u00a0Natt\u014d-Erlebnis in Japan<\/h2>\n<p>Sehr flei\u00dfige Blog-Leser wissen vielleicht, dass ich Anfang der 90er Jahre mehrfach zu Arbeitsaufenthalten in Japan war. Die oft skurrilen Erlebnisse habe ich Jahrzehnte sp\u00e4ter in meinem <a href=\"https:\/\/borncity.com\/japan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Japan-Blog<\/a> festgehalten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Ryokan Zimmer\" src=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20240716120336\/https:\/\/borncity.com\/japan\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/13kO9R4.jpg\" alt=\"Ryokan Zimmer\" width=\"406\" height=\"588\" \/><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Aufenthalte habe ich auch in einem traditionellen japanische Hotel (Ryokan) gewohnt, auf Tatami-Matten geschlafen (siehe obiges Foto) und japanisch gegessen. Das hie\u00df rohen Fisch und weitere Speisen zum Fr\u00fchst\u00fcck. Sprich: Ich war ern\u00e4hrungsm\u00e4\u00dfig wie Japaner, die noch traditionell leben, unterwegs.<\/p>\n<p>Und eines Morgens gab es Natt\u014d zum Fr\u00fchst\u00fcck. Gut, am Vorabend hatte ich ein Treffen mit meinem japanischen Kollegen, und nach einigen Sake (warmer Reisschnaps) war mein Magen nicht in Top-Form. Aber das gab es \u00f6fters und ich habe mein japanisches Fr\u00fchst\u00fcck immer mit Genuss verzehrt &#8211; bis auf eine Ausnahme.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20240716124945\/https:\/\/borncity.com\/japan\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2023\/05\/eU1uAEh.jpg\" alt=\"&quot;\" \/>\u00a0(Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=wjTi984yYeI\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">YouTube<\/a>)<\/p>\n<p>Ich habe die Geschichte in meinem Blog-Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/japan\/2014\/12\/09\/natto-oder-wie-gaijin-san-streikte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Natt\u014d \u2013 oder wie Gaijin-San streikte<\/a> zum Besten gegeben. Die Hotelbetreiberin stellte eine Tonschale vor mich, in der irgendwie etwas mit Sojabohnen drin war, ganz unten muss noch Reis gewesen sein und oben drauf war ein rohes Wachtelei (ist in obigem Foto ziemlich gut abgebildet). Hier die Beschreibung aus dem Blog-Beitrag:<\/p>\n<blockquote><p>Ich wollte also mal dieses Undefinierbare in der Tonschale zumindest kosten. Vorsichtig versuchte ich, am rohen Ei vorbei, etwas von den Kernen mit den St\u00e4bchen aufzunehmen. Als ich die glibberige Masse mit den Essst\u00e4bchen packte, zog diese F\u00e4den \u2013 und erinnerte mich unwillk\u00fcrlich [nein, nicht an ein leckeres K\u00e4sefondue] \u2013 ich wei\u00df nicht warum \u2013 an einen chinesischen Spucknapf. Also ich war offensichtlich gerade dabei, mit St\u00e4bchen was aus einem chinesischen Spucknapf heraus zu angeln und zum Mund zu f\u00fchren. Kostete schon \u00dcberwindung \u2013 das rohe Taubenei hatte ich diskret an die Seite der Sch\u00fcssel geschoben.<\/p>\n<p>Der erste, vorsichtige Versuch der Verkostung f\u00fchrte zu einer Explosion der Sinne in meinem Gehirn. Ich habe es zwar noch nicht gekostet, aber der Geschmack erinnerte mich spontan an einen Klumpen Teer, eingelegt in Nikotin, den man nun lutscht. Ich habe sofort den Bissen mit den St\u00e4bchen in die Sch\u00fcssel zur\u00fcck drapiert und das Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Also nix leckeren K\u00e4se, wie der obige RND-Artikel suggeriert, sondern etwas aus der Rubrik \"geht gar nicht\" &#8211; und ich esse schon viel, oder probiere wenigstens (nur ganz wenige Speisen oder Getr\u00e4nke &#8211; wie z.B. Milch &#8211; geht bei mir gar nicht).<\/p>\n<p>PostScript: Ich wurde jeden Morgen von den japanische Kollegen befragt, was ich gefr\u00fchst\u00fcckt h\u00e4tte. Als ich an dem Morgen meinte \"was es war, wei\u00df ich nicht, irgend ein glibberiges Zeug mit Bohnen, was F\u00e4den zog, aber konnte ich nicht essen\", scholl es Natt\u014d, Natt\u014d in die Runde. Kollege Nishibayashi meinte auf Deutsch \"Born-San, ich kann dich gut verstehen, ich kann das Zeugs auch nicht essen\".<\/p>\n<p>Und damit schlie\u00dft sich der Kreis: Als ich den obigen RND-Artikel las und die Assoziation mit K\u00e4se vernahm, stellte sich mir die Frage, ob der Artikelautor diese Speise gekostet hat. Gut, es gibt K\u00e4sesorten, die nur extreme Liebhaber genie\u00dfen k\u00f6nnen. Aber auch mit viel Liebe: Natt\u014d kann ich beim besten Willen nicht mit K\u00e4se assoziieren\u00a0 &#8211; au\u00dfer \"der RND-Artikel ist K\u00e4se\".<\/p>\n<p>Mir fiel jedenfalls sofort die Japan-Geschichte ein und ich meine immer noch den scheu\u00dflichen Geschmack der fermentierten Bohnen und den undefinierbaren, vergorenen Reis im Mund zu haben. Geh mich weg, das geht gar nicht. Aber wir sollen demn\u00e4chst ja auch mehr K\u00e4fer und Insekten essen, um das Klima zu schonen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles K\u00e4se oder was? Die Tage bin ich auf einen Zeitschriftenbeitrag gesto\u00dfen, in dem Natt\u014d (fermentierte Sojabohnen) irgendwie als Alternative zum K\u00e4se gepriesen wurde. 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