{"id":26202,"date":"2024-09-26T00:01:27","date_gmt":"2024-09-25T22:01:27","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=26202"},"modified":"2024-09-20T09:59:00","modified_gmt":"2024-09-20T07:59:00","slug":"die-erde-hatte-einen-ring-wie-wohl-meteoriteneinschlaege-belegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2024\/09\/26\/die-erde-hatte-einen-ring-wie-wohl-meteoriteneinschlaege-belegen\/","title":{"rendered":"Die Erde hatte einen Ring, wie wohl Meteoriteneinschl\u00e4ge belegen"},"content":{"rendered":"<p>Extrem spannende Erkenntnis der Wissenschaft: Vor Millionen Jahren ist ein Asteroid in der N\u00e4he der Erde zerbr\u00f6selt und unser Heimatplanet bekam einen Ring. Sp\u00e4ter st\u00fcrzten die Bruchst\u00fccke, die den Ring formten, auf die Erde. Das ist die Erkl\u00e4rung f\u00fcr einen Reihe Einschlagskrater in N\u00e4he des \u00c4quators.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Vom Planeten Saturn kennen wir es &#8211; der hat pr\u00e4chtige Ringe. Aber auch bei Uranus und Neptun hat man d\u00fcnnere Ringe nachgewiesen. Aber bei den inneren Planten wie der Erde sind keine Ringe bekannt &#8211; da gibt es maximal Monde.<\/p>\n<h2>Merkw\u00fcrdige Einschlagkrater<\/h2>\n<p>Wissenschaftler um <span class=\"given-name\">Andrew G.<\/span>\u00a0<span class=\"text surname\">Tomkins haben sich \u00fcber eine Reihe an Einschlagskratern auf der Erde sowie \u00fcber eine globale Eiszeit im mittleren Ordoviziums (vor ca. 466 Millionen Jahren) Gedanken gemacht.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Konkret wurden 21 Asteroideneinschlagskrater untersucht, die im <span class=\"text surname\">mittleren Ordovizium (vor ca. 466 Millionen Jahren entstanden). Das Ganze ist als ordovizische Einschlagsspitze bekannt, eine anomale Periode von \u223c40 Mio. Jahren mit verst\u00e4rkten Einschl\u00e4gen von Meteoriten, die Krater hinterlassen haben.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span class=\"text surname\">Bei der Untersuchung fiel als erstes auf, dass\u00a0<\/span>alle Krater in ein \u00e4quatoriales Band bei \u226430\u00b0\u00a0 Breitengrad fallen, obwohl \u223c70 % der exponierten, potenziell kratererhaltenden Kruste\u00a0 der Erde au\u00dferhalb dieses Bandes liegt.<\/p>\n<p>Man wei\u00df, dass vor ca. 466 Millionen Jahren (im <span class=\"text surname\">Ordovizium) <\/span>sehr viele Asteroiden in der N\u00e4he der Erde vorbei flogen und teilweise auf der Erde einschlugen. Das wird als\u00a0<span class=\"text surname\">ordovizische Einschlagsspitze bezeichnet, die ca. 40 Millionen Jahre dauerte.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der Beginn dieses Zeitraums ist durch eine starke Zunahme von L-Chondriten (ein spezieller Meteoritentyp) gekennzeichnet, die sich um 465,76 \u00b1 0,30 Millionen Jahren in Sedimentgesteinen anreichern. Zusammen mit der Einschlagsspitze wird seit langem vermutet, dass dies auf das Auseinanderbrechen eine L-Chondriten-Asteroiden\u00a0 im Asteroideng\u00fcrtel zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Das konnte durch Wahrscheinlichkeitsberechnungen erh\u00e4rtet werden, da die Kraterbildung diese Flugbahnen der Asteroiden nahelegt.<\/p>\n<p>Nun gibt es aber noch die anormale Verteilung der oben erw\u00e4hnten Einschlagkrater in N\u00e4he des \u00c4quators. Alle gro\u00dfen Planeten in unserem Sonnensystem haben Ringe, und es wurde vermutet, dass auch der Mars in der Vergangenheit einen Ring hatte. Dies warf bei den Wissenschaftlern die Frage auf, ob auch die Erde in der Vergangenheit einen Ring besa\u00df.<\/p>\n<p>In Anbetracht der Langlebigkeit der <span class=\"text surname\">ordovizische <\/span>Einschlagsspitze und der Anh\u00e4ufung von Tr\u00fcmmern des L-Chondriten in den Sedimenten vermuten die Wissenschaftler, dass sich nach diesem Einschlagsereignis ein Tr\u00fcmmerring um die Erde bildete. M\u00f6glicherweise sind auch zwei K\u00f6rper in N\u00e4he der Erde kollidiert oder ein K\u00f6rper wurde durch die Erdanziehung zerrissen, so dass sich die Tr\u00fcmmer als Ring um die Erde bildeten.<\/p>\n<p>Aus diesem Tr\u00fcmmerring l\u00f6ste sich dann Material, welches auf die Erde st\u00fcrzte und die beobachtete Kraterverteilung verursachte. Die Wissenschaftler spekulieren weiter, dass die Abschattung der Erde durch diesen Tr\u00fcmmerring die Abk\u00fchlung in der Hirnantianischen Periode der globalen Eiszeit ausgel\u00f6st haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die Wissenschaftler haben ihre Forschungsergebnisse vor einigen Tagen <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0012821X24004230\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier ver\u00f6ffentlicht<\/a>. Ich bin \u00fcber den\u00a0<a href=\"https:\/\/www.focus.de\/wissen\/einschlagserie-eine-raetselhafte-serie-von-dutzenden-meteoriteneinschlaegen-ging-wohl-von-einem-ring-um-die-erde-aus_id_260319896.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel hier<\/a> auf das Thema gesto\u00dfen &#8211; ein weiterer deutschsprachiger Beitrag findet sich <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/als-die-erde-einen-ring-hatte\/2232718\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Extrem spannende Erkenntnis der Wissenschaft: Vor Millionen Jahren ist ein Asteroid in der N\u00e4he der Erde zerbr\u00f6selt und unser Heimatplanet bekam einen Ring. Sp\u00e4ter st\u00fcrzten die Bruchst\u00fccke, die den Ring formten, auf die Erde. 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