{"id":27273,"date":"2024-12-23T00:04:33","date_gmt":"2024-12-22T23:04:33","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=27273"},"modified":"2024-12-18T12:38:58","modified_gmt":"2024-12-18T11:38:58","slug":"die-groesse-der-oortschen-wolke-in-einem-bild","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2024\/12\/23\/die-groesse-der-oortschen-wolke-in-einem-bild\/","title":{"rendered":"Die Gr\u00f6\u00dfe der Oortschen Wolke in einem Bild"},"content":{"rendered":"<p>Die\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oortsche_Wolke\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Oortsche Wolke<\/a> \u00a0ist eine\u00a0kugelschalenf\u00f6rmige\u00a0Ansammlung\u00a0astronomischer Objekte\u00a0im \u00e4u\u00dfersten Bereich des\u00a0Sonnensystems. Hat man m\u00f6glicherweise schon mal geh\u00f6rt &#8211; auch, dass die Objekte \"sehr weit das drau\u00dfen\" herum fliegen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>K\u00fcrzlich bin ich auf eine optische Visualisierung gesto\u00dfen, die mir auf einen Blick klar gemacht hat, wie gro\u00df die Oortsche Wolke wirklich ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/x.com\/MAstronomers\/status\/1868387625419379114\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.postimg.cc\/tC7MSBpT\/image.png\" alt=\"Oortsche Wolke\" width=\"611\" height=\"732\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es ist eine riesige \"Kugel\" um unsere Sonne, deren Abmessungen erst so richtig klar werden, wenn man die als Scheibe dargestellten inneren Bereich des Sonnensystems bis zur Bahn des Mars betrachtet.<\/p>\n<p>Laut <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oortsche_Wolke\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikipedia<\/a> umschlie\u00dft die von Oort angenommene \"Wolke\" der Theorie nach die \u00fcbrigen Zonen des Sonnensystems kugelschalenf\u00f6rmig in einem Abstand zur Sonne bis 100.000 Astronomischen Einheiten (AE), was rund 1,6 Lichtjahren entspricht.<\/p>\n<p>Im Vergleich dazu ist der sonnenfernste Planet Neptun nur ca. 4,2 Lichtstunden (30 AE), der n\u00e4chste Stern Proxima Centauri dagegen bereits 4,2 Lichtjahre von der Sonne entfernt. Die vom Sonnenwind ma\u00dfgeblich durchstr\u00f6mte Heliosph\u00e4re hat einen Radius von etwa 120 AE.<\/p>\n<p>Sch\u00e4tzungen der Anzahl der Objekte der Oortschen Wolke liegen zwischen einhundert Milliarden und einer Billion. Vermutlich geht sie kontinuierlich in den Kuiperg\u00fcrtel (30 bis 50 AE) \u00fcber, dessen Objekte allerdings gegen die Ekliptik konzentriert sind.<\/p>\n<h2>Nur Gesteine, Staub und Eis<\/h2>\n<p>Die Oortsche Wolke besteht nach heutiger Auffassung aus Gesteins-, Staub- und Eisk\u00f6rpern unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe, die bei der Entstehung des Sonnensystems und dem Zusammenschluss zu Planeten \u00fcbriggeblieben sind.<\/p>\n<p>Diese sogenannten Planetesimale wurden von Jupiter und den anderen gro\u00dfen Planeten in die \u00e4u\u00dferen Bereiche des Sonnensystems geschleudert. Durch den gravitativen Einfluss benachbarter Sterne wurden die Bahnen der Objekte mit der Zeit so gest\u00f6rt, dass sie heute nahezu isotrop in einer Schale um die Sonne herum verteilt sind.<\/p>\n<p>Wegen der weit gr\u00f6\u00dferen Entfernung zu den Nachbarsternen sind die Objekte der Oortschen Wolke trotz ihres relativ gro\u00dfen Abstandes zur Sonne gravitativ an diese gebunden, also &#8211; nach gel\u00e4ufiger Definition &#8211; feste Bestandteile des Sonnensystems.<\/p>\n<p>Die Astrophysiker Amir Siraj und Abraham Loeb von der Cornell University stellten im November 2020 nach statistischen Untersuchungen am interstellaren Kometen 2I\/Borisov die These auf, dass mehr als die H\u00e4lfte der Objekte in der Oortschen Wolke interstellaren Ursprungs sein k\u00f6nnten. Sie k\u00f6nnten also beispielsweise aus den Orbitalsystemen benachbarter Sterne hinausgeschleudert und von der Gravitation der Sonne eingefangen worden sein.<\/p>\n<p>Dies w\u00fcrde nahelegen, dass ein nennenswerter Austausch von Himmelsk\u00f6rpern zwischen Sternsystemen stattfindet, da umgekehrt auch zahlreiche Objekte aus der Oortschen Wolke in den Schwerkraftbereich anderer Sterne wechseln k\u00f6nnten.<\/p>\n<h2>Kein direkter Nachweis<\/h2>\n<p>Ein direkter Nachweis der Oortschen Wolke durch Beobachtung ist auch in naher Zukunft nicht zu erwarten. Aber es gibt viele indirekte Anzeichen, sodass ihre Existenz als nahezu sicher gilt.<\/p>\n<p>Die Oortsche Wolke wird unterteilt in eine innere (Hills-Wolke)\u00a0 und eine \u00e4u\u00dfere Oortsche Wolke, wobei die Grenze bei einer gro\u00dfen Halbachse der Umlaufbahn von 10.000 bis 20.000 AE angenommen wird. Grund f\u00fcr diese Unterteilung ist die Jupiter-Barriere, die verhindert, dass Kometen mit einer gro\u00dfen Halbachse kleiner als etwa 10.000 AE in das innere Sonnensystem gelangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Objekte der inneren Oortschen Wolke gelten daher als nicht beobachtbar. Langperiodische Kometen mit einer gro\u00dfen Halbachse kleiner als etwa 10.000 AE, die im inneren Sonnensystem beobachtet werden, stammen aus der \u00e4u\u00dferen Oortschen Wolke und haben wahrscheinlich schon mehrere Bahnuml\u00e4ufe durch das innere Sonnensystem erfahren, wobei ihre gro\u00dfe Halbachse durch Bahnst\u00f6rungen durch Planeten schrittweise reduziert wurde. Diese Kometen werden daher als \u201edynamisch alt\" bezeichnet, im Gegensatz zu \u201edynamisch neuen\" Kometen, die direkt aus der Oortschen Wolke stammen und das innere Sonnensystem zum ersten Mal erreichen.<\/p>\n<p>Von den Entdeckern des extrem weit au\u00dfen umlaufenden Planetoiden Sedna \u2013 mit einem Aphel bei etwa 926 AE \u2013 wurde eine Zugeh\u00f6rigkeit dieses Objekts zur inneren Oortschen Wolke vorgeschlagen, was aber bisher nicht allgemein akzeptiert ist. Viele Astrophysiker vertreten die Ansicht, dass Sedna immer noch zu sonnennah sei, um der Wolke anzugeh\u00f6ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die\u00a0Oortsche Wolke \u00a0ist eine\u00a0kugelschalenf\u00f6rmige\u00a0Ansammlung\u00a0astronomischer Objekte\u00a0im \u00e4u\u00dfersten Bereich des\u00a0Sonnensystems. 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