{"id":27553,"date":"2025-02-13T00:06:26","date_gmt":"2025-02-12T23:06:26","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=27553"},"modified":"2025-02-12T17:24:12","modified_gmt":"2025-02-12T16:24:12","slug":"klage-der-verbraucherzentrale-gegen-trade-republic","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2025\/02\/13\/klage-der-verbraucherzentrale-gegen-trade-republic\/","title":{"rendered":"Klage der Verbraucherzentrale gegen Trade Republic"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline; border-width: 0px;\" title=\"Recht\" src=\"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Para.jpg\" alt=\"Paragraph\" width=\"91\" height=\"88\" align=\"left\" border=\"0\" \/>Die Verbraucherzentrale kritisiert die irref\u00fchrende Werbung zur Verzinsung und zur Einlagensicherung der Trade Republic Bank GmbH. Die Verbrauchersch\u00fctzer haben deshalb Klage vor einem Gericht in Berlin eingereicht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Trade_Republic\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Trade Republic Bank GmbH<\/a> mit Sitz in Berlin-Mitte fungiert unter dem Namen Trade Republic als deutsche Bank, die nur online (als sogenannter) Neobroker auftritt.<\/p>\n<h2>Kompakt: Die irref\u00fchrende Werbung der Bank<\/h2>\n<p>Zinsen von 3,00 Prozent \u201eauf Dein Cash, unbegrenzt\", gesch\u00fctzt durch die Einlagensicherung, so lautet das Angebot von Trade Republic f\u00fcr Kunden. Das klingt zu sch\u00f6n, um wahr zu sein. Zumal die allermeisten Finanzinstitute den hier Ende Januar 2025 f\u00fcr ein Girokonto gebotenen Zinssatz nicht einmal f\u00fcr ein Tagesgeldkonto anbieten.<\/p>\n<p>Und tats\u00e4chlich: In seiner Werbung weist das Unternehmen Trade Republic nach Auffassung der Verbraucherzentrale nicht ausreichend darauf hin, dass der Zinssatz ver\u00e4nderlich ist und dass das Guthaben nicht vollst\u00e4ndig der Einlagensicherung unterliegt. Verbraucher und Verbraucherinnen finden diese Einschr\u00e4nkungen, wenn \u00fcberhaupt, nur nach einigen Klicks im Kleingedruckten. Ob diese Praxis hinreichend transparent ist oder ob die angesprochenen Verbraucher so irregef\u00fchrt werden, l\u00e4sst die Verbraucherzentrale Baden-W\u00fcrttemberg nun gerichtlich \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<h2>Worum geht es genau?<\/h2>\n<p>Das Kreditinstitut Trade Republic warb auf seiner Internetseite damit, dass Kunden und Kundinnen \u201eunbegrenzt\" Zinsen in H\u00f6he von 3 Prozent auf ihr Girokonto bek\u00e4men. Au\u00dferdem behauptete Trade Republic, dass das Guthaben auf Partnerbanken verteilt und als \u201eEinlage\" pro Konto und Kunde mit jeweils bis zu 100.000 Euro gesch\u00fctzt w\u00fcrde.<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Informationen verwies das Unternehmen auf die App. Dort finden Kunden einen Hinweis, dass ihr Geld nicht nur auf Partnerbanken verteilt, sondern auch in Liquidit\u00e4tsfonds investiert wird. \"Der in den Liquidit\u00e4tsfonds investierte Teil des Guthabens unterliegt jedoch nicht der Einlagensicherung. Es handelt sich um einen Geldmarktfonds, dessen Risiko sich aus den im Fonds befindlichen Wertpapieren ergibt\", so Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p>Und auch bei den versprochenen Zinsen nimmt es Trade Republic, laut Verbraucherzentrale, mit den Informationen nicht so genau. \u201eUnbegrenzt\" sind die Zinsen keineswegs: Sie orientieren sich an dem EZB-Leitzins und wurden nach der j\u00fcngsten Zinssenkung schon wieder auf 2,75 Prozent gesenkt. \"Dass Trade Republic die Ver\u00e4nderlichkeit der Zinsen und die fehlende Einlagensicherung in der Werbung nicht deutlich macht, ist gesch\u00e4ftspolitisches Kalk\u00fcl\", kritisiert Nauhauser. \"Eine Fu\u00dfnote 'ohne Einlagensicherung' schreckt Interessenten ab\".<\/p>\n<h2>Warum ist die Werbung problematisch?<\/h2>\n<p>\"Trade Republic t\u00e4uscht mit der Werbung und den Aussagen zur Einlagensicherung eine Sicherheit vor, die so nicht gegeben ist,\" so der Finanzexperte.<\/p>\n<p>Denn: W\u00e4hrend das Geld, das bei Partnerbanken liegt, durch die jeweilige nationale Einlagensicherung tats\u00e4chlich bis 100.000 Euro gesichert ist, gibt es diese Sicherung f\u00fcr Anlagen in Liquidit\u00e4tsfonds nicht. \"Bei Turbulenzen an den Finanzm\u00e4rkten mit Zahlungsausf\u00e4llen kann das dazu f\u00fchren, dass Anlegerinnen und Anleger einen Teil ihres Verm\u00f6gens verlieren\", warnt Nauhauser.<\/p>\n<p>Verbraucher wissen au\u00dferdem bei Vertragsabschluss nicht, welches Risiko sie eingehen, da sie nicht dar\u00fcber informiert werden, welcher Teil des Guthabens als Liquidit\u00e4tsfonds verwahrt wird. Hinzu kommt, dass sich Trade Republic per Klausel im Kleingedruckten vorbeh\u00e4lt, diese Aufteilung jederzeit nach Belieben zu \u00e4ndern.<\/p>\n<h2>Welche Schritte hat die Verbraucherzentrale unternommen?<\/h2>\n<p>Die Verbraucherzentrale hat den Anbieter zun\u00e4chst wegen der irref\u00fchrenden Werbung abgemahnt und ihn aufgefordert, die beanstandete Werbung nicht mehr zu verwenden. Nachdem Trade Republic die Abmahnung zur\u00fcckgewiesen hatte, hat die Verbraucherzentrale am Freitag, 7. Februar 2025, Klage vor dem Landgericht Berlin II eingereicht. Ein Termin f\u00fcr die Verhandlung ist noch nicht bekannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verbraucherzentrale kritisiert die irref\u00fchrende Werbung zur Verzinsung und zur Einlagensicherung der Trade Republic Bank GmbH. 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