{"id":27558,"date":"2025-02-14T00:01:00","date_gmt":"2025-02-13T23:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=27558"},"modified":"2025-02-12T19:52:34","modified_gmt":"2025-02-12T18:52:34","slug":"asteroid-2024-yr4-kollisionsrisiko-mit-erde-gestiegen-beobachten-angesagt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2025\/02\/14\/asteroid-2024-yr4-kollisionsrisiko-mit-erde-gestiegen-beobachten-angesagt\/","title":{"rendered":"Asteroid 2024 YR4: Kollisionsrisiko mit Erde gestiegen; beobachten ist angesagt"},"content":{"rendered":"<p>Die Wahrscheinlichkeit, dass der 2024 entdeckte Asteroid mit der Katalognummer \"2024 YR4\" die Erde in einigen Jahren treffen k\u00f6nnte, ist leider gestiegen. Jetzt versucht man durch Beobachtung mit dem Webb-Weltraumteleskop mehr Informationen zu bekommen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Der Asteroid 2024 YR4<\/h2>\n<p>Der erdnahe Asteroid <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/2024_YR4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2024 YR4<\/a> wurde am 27. Dezember 2024 mit dem ATLAS-Teleskop (Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System) in R\u00edo Hurtado, Chile, entdeckt.\u00a0 Der Durchmesser von 2024 YR4 wird auf 40 m bis 100 m gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Kurz nach seiner Entdeckung stellten automatische Asteroidenwarnsysteme fest, dass das Objekt eine sehr geringe Chance hat, am 22. Dezember 2032 auf die Erde zu treffen. Ich hatte im Beitrag\u00a0<a href=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2025\/01\/31\/asteroid-2024-yr4-koennte-2029-die-erde-nur-knapp-verfehlen\/\">Asteroid 2024 YR4 k\u00f6nnte 2032 die Erde nur knapp verfehlen<\/a> berichtet.<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ische Raumfahrtbeh\u00f6rde ESA<a href=\"https:\/\/www.esa.int\/Space_Safety\/Planetary_Defence\/ESA_actively_monitoring_near-Earth_asteroid_2024_YR4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> schriebt<\/a> dazu, dass Asteroid 2024 YR4 mit fast 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit am 22. Dezember 2032 sicher an der Erde vorbei fliegt. Aber ein\u00a0m\u00f6glicher Einschlag noch kann nicht ganz ausgeschlossen werden. Infolgedessen wurde das Objekt an die Spitze der <a href=\"https:\/\/neo.ssa.esa.int\/risk-list\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ESA-Liste der Asteroiden mit Kollisionsrisiko<\/a>\u00a0gesetzt.<\/p>\n<h2>Wir wissen zu wenig<\/h2>\n<p>Es gibt zwar mehr Messungen zur Bestimmung der Asteroiden-Bahn.\u00a0Mit Stand vom 29. Januar 2025 sch\u00e4tzt die ESA die Wahrscheinlichkeit, dass der Asteroid 2024 YR4 am 22. Dezember 2032 auf der Erde einschlagen k\u00f6nnte, auf 1,2 %. Mit Datum 10. Februar 2025 liegt die momentan errechnete Einschlagswahrscheinlichkeit bei 2,1 %.<\/p>\n<p>Dieser Wert wird sich bis April 2025 mit den noch zu erwartenden Beobachtungen nicht mehr signifikant \u00e4ndern.\u00a0Die n\u00e4chste bessere M\u00f6glichkeit zur endg\u00fcltigen Bahn-Bestimmung wird sich 2028 bei der n\u00e4chsten Erdann\u00e4herung ergeben. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Einschlagswahrscheinlichkeit eines Asteroiden anfangs oft ansteigt, bevor sie nach weiteren Beobachtungen schnell auf Null sinkt.<\/p>\n<p>Aber wir wissen noch recht wenig \u00fcber den Himmelsk\u00f6rper. So wird Durchmesser mit 40 bis 90 Meter angegeben. Mit dem oberen Wert f\u00fcr den Durchmesser w\u00e4ren die Folgen eines Einschlags deutlich gravierender als bei einem 40 Meter-Brocken, der ggf. in der Atmosph\u00e4re zerbrechen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Nun <a href=\"https:\/\/blogs.esa.int\/rocketscience\/2025\/02\/10\/james-webb-space-telescope-will-study-asteroid-2024-yr4\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">berichtet die ESA<\/a>, dass der Asteroid mittels des James Webb Weltraumteleskops genauer im Infrarotbereich untersucht werden soll. Damit will man genauere Informationen \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe und die Umlaufbahn des Asteroiden 2024 YR4 gewinnen.<\/p>\n<p>Die ESA schreibt:\u00a0Um die von dem Asteroiden 2024 YR4 ausgehende Gefahr genau einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen wir eine genauere Sch\u00e4tzung seiner Gr\u00f6\u00dfe. Unsere derzeitige Sch\u00e4tzung von 40-90 m hat sich seit der ersten Entdeckung des Asteroiden im Dezember 2024 trotz zahlreicher Folgebeobachtungen nicht wesentlich ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Das liegt daran, dass die Astronomen den Asteroiden derzeit nur anhand des sichtbaren Lichts, das er von der Sonne reflektiert, untersuchen k\u00f6nnen. Im Allgemeinen gilt: Je heller der Asteroid, desto gr\u00f6\u00dfer ist er, aber dieses Verh\u00e4ltnis h\u00e4ngt stark davon ab, wie stark die Oberfl\u00e4che des Asteroiden reflektiert. 2024 YR4 k\u00f6nnte einen Durchmesser von 40 m haben und sehr reflektierend sein, oder einen Durchmesser von 90 m und nicht sehr reflektierend.<\/p>\n<p>Webb ist in der Lage, das Infrarotlicht (W\u00e4rme) zu untersuchen, das 2024 YR4 aussendet, und nicht das sichtbare Licht, das er reflektiert. Infrarotbeobachtungen k\u00f6nnen die Gr\u00f6\u00dfe eines Asteroiden viel besser absch\u00e4tzen, wie in einem k\u00fcrzlich in der Zeitschrift Nature ver\u00f6ffentlichten Artikel erl\u00e4utert wird.<\/p>\n<p>Die Astronomen werden das MIRI-Instrument von Webb nutzen, um die Gr\u00f6\u00dfe des Asteroiden viel genauer zu bestimmen. Dies wiederum wird von der ESA, der NASA und anderen Organisationen genutzt werden, um die Gefahr besser einsch\u00e4tzen und die erforderlichen Ma\u00dfnahmen festlegen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Laut <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/weltraum\/article255398280\/Asteroid-YR4-steuert-Richtung-Erde-ESA-stuft-Wahrscheinlichkeit-des-Einschlags-hoch.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Welt-Artikel<\/a> wird eine Kollision weitgehend ausgeschlossen. Die dort erw\u00e4hnten Kollisionsfolgen eines Experten: \"Wenn er \u00fcber Paris, London oder New York einschl\u00e4gt, wird die gesamte Stadt und ein Teil der Umgebung ausgel\u00f6scht\", sind nur theoretischer Natur. Laut Wikipedia w\u00fcrde der Himmelsk\u00f6rper am 22. Dezember 2032 bei einer Kollision mit der Erde in einem Streifen knapp n\u00f6rdlich des \u00c4quators vom \u00f6stlichen Pazifik \u00fcber den Norden S\u00fcdamerikas, den Atlantik, Afrika, das Arabische Meer bis nach S\u00fcdasien in die Atmosph\u00e4re eintreten. Dort liegen aber keine gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dte, sondern viel Wasser.<\/p>\n<p>Selbst bei einem Kollisionskurs mit der Erde k\u00f6nnte die Menschheit wohl leicht eingreifen, und die Folgen mildern. Die Kollegen von Golem haben sich k\u00fcrzlich im Artikel\u00a0<a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/asteroidenabwehr-wir-brauchen-keine-atombomben-gegen-2024-yr4-2502-193139.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wir brauchen keine Atombomben gegen 2024 YR4<\/a> einige Gedanken gemacht und skizziert, was an Technik zur Ablenkung ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wahrscheinlichkeit, dass der 2024 entdeckte Asteroid mit der Katalognummer \"2024 YR4\" die Erde in einigen Jahren treffen k\u00f6nnte, ist leider gestiegen. 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