{"id":28111,"date":"2025-06-02T00:03:23","date_gmt":"2025-06-01T22:03:23","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=28111"},"modified":"2025-05-28T11:57:22","modified_gmt":"2025-05-28T09:57:22","slug":"hoffnung-neue-op-technik-koennte-krebspatienten-helfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2025\/06\/02\/hoffnung-neue-op-technik-koennte-krebspatienten-helfen\/","title":{"rendered":"Hoffnung: Neue OP-Technik k\u00f6nnte Krebspatienten helfen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Gesundheit\" src=\"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Gesundheit-klein.jpg\" alt=\"Gesundheit (Pexels, frei verwendbar)\" width=\"200\" border=\"0\" \/>Viele Krebserkrankungen sind, sofern fr\u00fchzeitig erkannt, gut heilbar. Ein Problem sind Tumore, die als nicht operabel gelten. Dies trifft auf Krebs der Gallenblase und der Gallenblasenleiter au\u00dferhalb des Fr\u00fchstadiums zu. Einer solchen Krebspatientin, die sich bereits in der Palliativversorgung befand, konnten \u00c4rzte der MHH mit einer neuen OP-Technik helfen und die Tumore entfernen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Es war ein besonderer Krankheitsfall, an den ein \u00c4rzteteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sich herangewagt und neue Wege in der Operationstechnik beschritten hat.<\/p>\n<h2>Krebs des Gallengangs mit Metastasen<\/h2>\n<p>Bei einer 62 j\u00e4hrigen Patientin wurde 2022 Krebs im Gallengang diagnostiziert. Leider hatte der Tumor bereits in die drei gro\u00dfen Lebervenen befallen. Solche Krebserkrankungen galten bisher als inoperabel (siehe <a href=\"https:\/\/www.mhh.de\/ghie\/fortschritte-im-kampf-gegen-gallengang-und-gallenblasenkrebs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesen Artikel<\/a>). Der Patientin wurde eine Chemotherapie angeboten, die aber lediglich lebensverl\u00e4ngernd sei.<\/p>\n<h2>Ein neuer OP-Ansatz<\/h2>\n<p>Ein \u00c4rzteteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wagte sich am 1. April 2025 an eine neue Operationsmethode, um den eigentlich inoperablen Tumor zu entfernen.<\/p>\n<p>Zuerst erhielt die Patientin ein neues Medikament, mit der die Gr\u00f6\u00dfe der Tumore reduziert werden konnte. Dann wurde an der Patientin acht Tage vor der finalen Operation ein Eingriff durchgef\u00fchrt, bei der die Leber \"gesplittet wurde\" und der Blutkreislauf umgelegt wurde. Dies sorgte daf\u00fcr, dass der verbleibende Leberlappen wachsen, und so nach der n\u00e4chsten Operation die Funktion \u00fcbernehmen konnte.<\/p>\n<p>In der\u00a0weltweit ersten, viereinhalb Stunden dauernden Folge-OP wurde dann eine neue OP-Technik eingesetzt. Damit konnte der b\u00f6sartige, von den Galleng\u00e4ngen ausgehende, Tumor entfernt werden, obwohl er alle drei Lebervenen betroffen hatte.<\/p>\n<p>Bei der neuen OP-Technik wurde die Jahrzehnte alte Idee von Professor Pichlmayr, ein krankes Organ au\u00dferhalb des K\u00f6rpers zu operieren, im K\u00f6rper der Patientin umgesetzt. Dazu wurde die (Rest-)Leber vom Blutkreislauf des restlichen K\u00f6rpers getrennt. Die \u00c4rztinnen und \u00c4rzte nutzen das Verfahren der extrakorporalen Membranoxygenierung (ECMO): eine Technik, die \u00fcblicherweise als Herz-Lungen-Maschine genutzt wird.<\/p>\n<p>Die Leber erhielt w\u00e4hrend der Operation einen eigenen Kreislauf \u00fcber eine sonst in der Transplantationsmedizin genutzte Organperfusion, allerdings blutleer. Das Perfusionsger\u00e4t k\u00fchlte zugleich mittels einer sauerstoffreichen N\u00e4hrl\u00f6sung die Leber um ein paar Grad Celsius herunter.<\/p>\n<p>\"Nur weil die Leber blutleer war, konnten wir in der OP eine Lebervene rekonstruieren. Dank der kontrollierten K\u00fchlung und kontinuierlichen Sauerstoffzufuhr hatten wir dazu genug Zeit. Es lief alles glatt\", erkl\u00e4rt Professor Schmelzle in <a href=\"https:\/\/www.mhh.de\/presse-news\/weltweit-erste-op-mit-neuer-operationstechnik-rettet-62-jaehriger-das-leben\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dieser Mitteilung<\/a> der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).<\/p>\n<h2>Hoffnung f\u00fcr Patienten<\/h2>\n<p>Die Patientin ist inzwischen entlassen und es soll ihr gut gehen.\u00a0In der <a href=\"https:\/\/www.mhh.de\/presse-news\/weltweit-erste-op-mit-neuer-operationstechnik-rettet-62-jaehriger-das-leben\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mitteilung der MMH<\/a> vom 20. Mai 2025 lassen sich die medizinischen Details der OP-Technik genauer nachlesen. Inzwischen haben Medien diesen Sachverhalt in den Artikeln <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/MHH-Interdisziplinaere-Operationstechnik-rettet-Krebspatientin-10391831.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/news\/was-moderne-medizin-leisten-kann-ihr-krebs-galt-als-unheilbar-dann-gelingt-deutschen-aerzten-bislang-unmoegliche-op_0d8aa60c-aa75-4ea4-ac30-9a18768f81a3.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> aufgegriffen. Das ist wieder so ein Fall, in dem die moderne Medizin Hoffnung f\u00fcr Krebspatienten gibt. Man muss nur an die richtigen \u00c4rzte geraten und Gl\u00fcck haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Krebserkrankungen sind, sofern fr\u00fchzeitig erkannt, gut heilbar. Ein Problem sind Tumore, die als nicht operabel gelten. 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