{"id":28122,"date":"2025-06-03T00:03:04","date_gmt":"2025-06-02T22:03:04","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=28122"},"modified":"2025-06-01T22:46:36","modified_gmt":"2025-06-01T20:46:36","slug":"magnetare-schleudern-die-masse-von-27-monden-in-gold-ins-all","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2025\/06\/03\/magnetare-schleudern-die-masse-von-27-monden-in-gold-ins-all\/","title":{"rendered":"Magnetare: Schleudern die Masse von 27 Monden in Gold ins All"},"content":{"rendered":"<p>Wie entstehen eigentlich Gold, Platin und andere Schwermetalle? Es sind gigantische Sternexplosionen, die zur Bildung entsprechender Atome f\u00fchren. Nun haben Astronomen herausgefunden, dass sogenannte Magnetare bei Ausbr\u00fcchen gigantische Mengen an Gold oder anderen Schwer-\/Edelmetallen ins All schleudert. Es handelt sich bei Schwermetall-Ausbr\u00fcchen eines Magnetars um Mengen, die 27 Erdmonden entsprechen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Was ist ein Magnetar<\/h2>\n<p>Ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Magnetar\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Magnetar<\/a> ist ein Pulsar (Neutronenstern) mit extrem intensiven Magnetfeldern, die mit 1011 bis 1012 Tesla etwa tausendmal st\u00e4rker sind als sonst bei Neutronensternen \u00fcblich. Sch\u00e4tzungsweise 10 % aller Neutronensterne sind Magnetare, schreibt die Wikipedia.<\/p>\n<p>Neutronensterne entstehen nach den g\u00e4ngigen Theorien beim Gravitationskollaps von Sternen mit einer Kernmasse von etwa 1,4 bis 3 Sonnenmassen in einer Supernova. Sie haben einen typischen Radius von lediglich etwa 10 bis 15 km und ein extrem starkes Magnetfeld mit einer Flussdichte der Gr\u00f6\u00dfenordnung 108 Tesla (T). Im verlinkten Wikipedia-Artikel finden sich noch weitere interessante Details rund um Magnetare.<\/p>\n<h2>SGR_1806 schleudert bei Ausbr\u00fcchen Edelmetalle ins All<\/h2>\n<p>Wo kommen Gold, Platin und andere Edelmetalle eigentlich urspr\u00fcnglich her? Dieses R\u00e4tsel besch\u00e4ftigt Wissenschaftler seit Jahrzehnten. Die Theorie war, dass die Atome bei gigantischen Sternexplosionen, bei der die Sonnen vergl\u00fchen, entstehen und in den Weltraum geschleudert werden. Nun gibt es eine neue Erkenntnis: Die Atome k\u00f6nnen in gro\u00dfen Mengen bei Ausbr\u00fcchen von Magnetaren ins All geschleudert werden.<\/p>\n<p>Am 27. Dezember 2004 um 22:30:26 MEZ wurde die Erde von einer gewaltigen Wellenfront von Gamma- und R\u00f6ntgenstrahlung getroffen. Es war der st\u00e4rkste Fluss von hochenergetischer Gammastrahlung, der jemals gemessen wurde. Ausgel\u00f6st wurde der Ausbruch von\u00a0SGR_1806, wie die Max Plank-Gesellschaft 2005 in <a href=\"https:\/\/www.mpg.de\/497510\/pressemitteilung200502181\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Artikel<\/a> mitteilt.<\/p>\n<p>Der Ausbruch fand bei einem\u00a0Magnetar in ca. 42.000 Lichtjahren Entfernung mit der Bezeichnung <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/SGR_1806%E2%88%9220\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SGR 1806\u201320<\/a> statt. Der Neutronenstern befindet sich in einem anderen Arm unserer Milchstra\u00dfe.<\/p>\n<p>Seit diesem Ausbruch, der von einem Satelliten aufgezeichnet wurde, untersuchen Wissenschaftler die Daten des Magnetars. In einer neuen <a href=\"https:\/\/iopscience.iop.org\/article\/10.3847\/2041-8213\/adc9b0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Forschungsarbeit<\/a> haben Astrophysiker um Brian Metzger, vom Flatiron Institute, nun neue Erkenntnisse vorgelegt.<\/p>\n<p>Der 2004 beobachtete Gammastrahlenausbruch des Magnetars wurde als Quelle f\u00fcr Gold, Platin und andere seltene Metalle im Weltraum identifiziert, wie man <a href=\"https:\/\/www.techno-science.net\/de\/nachrichten\/dieser-stellare-ausbruch-hat-eine-phanomenale-menge-gold-und-platin-erzeugt-N26967.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> lesen kann. Es sind nicht nur winzige Mengen dieser Atome aus der Oberfl\u00e4che des Magnetars, die in den Weltraum geschleudert worden.\u00a0Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass massig Material aus Gold, Platin und weiteren Edelmetallen bzw. Schwermetallen bei diesem Ausbruch ins All gelangten. Man h\u00e4tte daraus 27 Erdmonde aus Gold und Edelmetallen formen k\u00f6nnen, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Diese Erkenntnisse l\u00f6sen einige R\u00e4tsel, die die Forscher bisher besch\u00e4ftigten. Focus hat die Erkenntnisse aus der Studienarbeit der Forscher in <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/wissen\/27-monde-aus-edelmetall-studie-zeigt-wie-viel-gold-magnetare-ins-all-schleudern_453da23b-96a7-4839-9bac-9352c5f797cc.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Artikel<\/a> aufbereitet. Ein weiterer deutschsprachiger Artikel findet sich auf <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/gold-und-co-neue-quelle-fuer-schwere-elemente-im-universum\/2264875\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spectrum<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie entstehen eigentlich Gold, Platin und andere Schwermetalle? Es sind gigantische Sternexplosionen, die zur Bildung entsprechender Atome f\u00fchren. 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