{"id":285,"date":"2015-02-24T11:21:40","date_gmt":"2015-02-24T11:21:40","guid":{"rendered":"http:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=285"},"modified":"2025-05-19T10:22:20","modified_gmt":"2025-05-19T08:22:20","slug":"volksdroge-smartphone-wir-senioren-wollen-nur-telefonieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2015\/02\/24\/volksdroge-smartphone-wir-senioren-wollen-nur-telefonieren\/","title":{"rendered":"Volksdroge Smartphone: Wir Senioren wollen nur telefonieren"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/GalaxyS4.jpg\" width=\"53\" height=\"91\" align=\"left\" \/>Jeder von uns kennt das: In der Stra\u00dfenbahn, im Gesch\u00e4ft, im Kaffee, nirgends ist man vor Smartphone-besessenen Teens und deren Haushaltsvorst\u00e4nden sicher. Da daddelt und simst es, was das Zeugs h\u00e4lt. Beim Einkaufen wird vor dem Regal lautstark per Telefon verhandelt, welche Packung M\u00fcsli es denn sein soll und was noch mitgekauft werden muss. Und gehst Du mal zum Arzt, ist das Wartezimmer \u00fcberf\u00fcllt von Leuten mit Symptomen a l\u00e0 \"Handy-Nacken\" oder \"SMS-Daumen\". Volksdroge Smartphone halt eben \u2026<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\" https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/f2d3a9fca9c641429d383c890e3f9595\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Von Jahr zu Jahr steigt der Smartphone-Absatz in Deutschland. Statistisch gesehen, m\u00fcssten wir wohl so gef\u00fchlt 500 Millionen Menschen in Deutschland sein, wenn jeder, vom S\u00e4ugling bis zum Greis, ein Handy sein eigen nennt. Ist nat\u00fcrlich schamlos gelogen, laut Statista.de hatten wir <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20201230083842\/https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/198959\/umfrage\/anzahl-der-smartphonenutzer-in-deutschland-seit-2010\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">im Mai 2014<\/a> 41,1 Millionen Smartphone-Nutzer in Deutschland. Der Verband Bitkom <a href=\"http:\/\/web.archive.org\/web\/20150227013713\/http:\/\/www.bitkom.org:80\/de\/markt_statistik\/64046_77178.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gibt f\u00fcr 2013<\/a> allerdings schon 63 Millionen Handy-Besitzer an. Scheint ein kleiner, aber feiner Unterschied zwischen Handy-Besitzer und Handy-Benutzer zu sein. Aber der Handy-Boom hat nat\u00fcrlich Folgen soziologischer, medizinischer, \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Art.<\/p>\n<p>Gerade bin ich auf eine von YouGov im Auftrag von <a title=\"handytick\" href=\"http:\/\/handytick.de\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">handytick.de<\/a> durchgef\u00fchrte Umfrage zur Smartphone-Nutzung gesto\u00dfen. Da tun sich ja Abgr\u00fcnde bez\u00fcglich der Handy-Nutzung auf. Ich dachte, die Infos m\u00f6chte ich der \u00d6ffentlichkeit nicht vorenthalten, erm\u00f6glichen diese doch einen tiefen Einblick in die Nutzungsgewohnheiten von \"uns Handy-Besitzern\".<\/p>\n<p>Der sogenannte \u201eHandy-Nacken\" und der \u201eSMS-Daumen\" werden, laut Pressetext (ich hatte diese Krankheitssymptome noch nicht), zunehmend als die modernen Technologie-Krankheiten diskutiert, die auf eine h\u00e4ufige Smartphone-Nutzung zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Die zitierte, und unter 800 Smartphone-Nutzern in der Zeit vom 30.01. bis 04.02.2015 in Deutschland durchgef\u00fchrte Umfrage zeigt nun, wie lange sich Smartphone-User mit ihrem Ger\u00e4t durchschnittlich pro Tag besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<h3>Zwei F\u00fcnftel nutzen das Handy mehr als eine Stunde t\u00e4glich<\/h3>\n<p>Rund zwei F\u00fcnftel (39 Prozent) der Smartphone-Nutzer in Deutschland geben an, sich mindestens t\u00e4glich eine Stunde mit ihrem Smartphone zu besch\u00e4ftigen. Jeder Neunte sogar drei Stunden oder mehr.<\/p>\n<p>Aber es gibt Lichtblicke: Zu den Hardcorenutzern mit einer Nutzungsdauer von mehr als f\u00fcnf Stunden t\u00e4glich z\u00e4hlen drei Prozent der User. Wie ich mir hab sagen lassen, z\u00e4hlen wir \u00dc50-Nutzer wohl auch nicht zu dieser Gruppe\u00a0 (die von diversen Forschern auch als Alterskohorte bezeichnet wird).<\/p>\n<h3>Frauen sind Handy-affin, M\u00e4nner haben andere Interessen<\/h3>\n<p>Frauen besch\u00e4ftigen sich t\u00e4glich etwas h\u00e4ufiger mit ihrem Smartphone als M\u00e4nner. Besonders Smartphone-abh\u00e4ngig sind die 18-24-J\u00e4hrigen:<\/p>\n<ul>\n<li>In der Gruppe 18-24 Jahre nutzt die Mehrheit (71 Prozent) ihr Smartphone mindestens eine Stunde am Tag, jeder Vierte (24 Prozent) sogar mehr als drei Stunden.<\/li>\n<li>Bei den 25-34-J\u00e4hrigen ist die t\u00e4gliche Nutzung schon etwas geringer (59 Prozent mind. eine Stunde t\u00e4glich).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Donnerwetter, eine Stunde Handy am Tag, da h\u00e4tte ich aber wei\u00df Gott besseres zu tun. Gut, wenn ich im Wohnzimmersessel sitze und Musik h\u00f6re, geschieht dies meist per Smartphone oder Tablet. Der Rest der Zeit bleibt das Handy abgeschaltet \u2026<\/p>\n<h3>Wir Senioren sind Handy-Muffel \u2013 so was aber auch<\/h3>\n<p>Sag nicht ich, sondern die Studie. Zitat: <em>\u00c4ltere geh\u00f6ren eher zu den Smartphone-Muffeln, denn die \u00fcber 55-J\u00e4hrigen machen davon eher weniger Gebrauch. <\/em>Wozu auch, wer etwas von mir will, soll auf dem Festnetz anrufen \u2013 Bekannte kommen pers\u00f6nlich vorbei und mit meiner Frau pflege ich Face-to-Face zu kommunizieren. Einkaufen kann Sie auch alleine und muss nicht per Smartphone nachfragen, ob sie noch Milch mitbringen soll. Da w\u00e4re eher der umgekehrte Fall angesagt \u2013 aber ich habe nie ein Handy dabei \u2013 und falls zuf\u00e4llig doch, fehlt die Lesebrille, um das Teil bedienen zu k\u00f6nnen. Lebensunt\u00fcchtig bis zum Abwinken \u2013 und ein Handy-Fan werde ich in diesem Leben auch nicht mehr (obwohl auf meinem Schreibtisch gerade drei Exemplare zum Testen herumliegen).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/7sd7A9v.jpg\" alt=\"Smartphone\" width=\"624\" height=\"773\" \/><\/p>\n<p>Das Smartphone spielt aber trotzdem, laut Umfrage, eine wichtige Rolle bei der Kommunikation: Jeder Dritte findet es n\u00fctzlich, durch sein Smartphone immer mit Freunden und Bekannten vernetzt zu sein. Bei den J\u00fcngeren ist es sogar \u00fcber die H\u00e4lfte (57 Prozent). Altersunabh\u00e4ngig sch\u00e4tzt jeder Vierte zudem den st\u00e4ndigen Austausch mit Freunden und Bekannten \u00fcber das Smartphone.<\/p>\n<p>Sehe ich zwar etwas anders, wie gesagt, Freunde und Bekannte besuche ich noch pers\u00f6nlich, so in Reichweite. Und der Rest wird \u00fcber Festnetz gelegentlich angerufen \u2013 da brauche ich die \"st\u00e4ndige Erreichbarkeit nicht\". Aber wie wusste schon Konrad Adenauer? \"Ich stelle fest, ich bin einzig\" \u2013 dem schlie\u00dfe ich mich an.<\/p>\n<h3>Der Fluch der Technik: Flucht vor der st\u00e4ndigen Erreichbarkeit<\/h3>\n<p>Aussage der Umfrage: So sehr die Nutzer ihr Smartphone auch ins Herz geschlossen haben, versuchen viele vor der st\u00e4ndigen Erreichbarkeit zu fliehen; jeder Neunte ist davon sogar genervt. Auch geben 22 Prozent der Smartphone-User an, ihr Ger\u00e4t \u00f6fter einfach auszuschalten, um nicht erreichbar zu sein. Jeden Zehnten stresst die st\u00e4ndige Erreichbarkeit \u00fcber das Smartphone obendrein. Dieser Aussage stimmen auch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viele \u00c4ltere zu.<\/p>\n<p>Ich habe ein noch einfacheres Rezept: Kaum einer hat meine Handy-Nummer \u2013 und bei den vielen SIM-Karten, die hier bei mir in Gebrauch sind, habe ich selbst nie versucht, mir die eigene Handy-Nummer zu merken. Wenn ich nach der Handy-Nummer gefragt werde, muss die Ausrede \"Ups, wei\u00df ich nicht, ich habe gerade auch meine Brille nicht dabei, kann ich also nicht nachschauen\" herhalten.<\/p>\n<h3>Und was macht der Mensch nun mit dem Handy?<\/h3>\n<p>Das hat mich dann doch aus der Kurve getragen, so was h\u00e4tte ich in meinen k\u00fchnsten Tr\u00e4umen nicht erwartet: am h\u00e4ufigsten wird mit dem Telefon immer noch telefoniert (68 Prozent). Am zweith\u00e4ufigsten werden Messenger-Dienste wie WhatsApp oder iMessage genutzt (49 Prozent), gefolgt von der guten alten SMS (39 Prozent). Das letztgenannte Zeugs beschreibe ich zwar <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/search?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;index=books&amp;keywords=G%C3%BCnter%20Born&amp;linkCode=ur2&amp;tag=borncity-21\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in meinen B\u00fcchern<\/a> f\u00fcr die Zielgruppe der Senioren. Aber so richtig anfangen kann ich damit nichts \u2013 bin auch noch nicht darauf verfallen, mir mit WhatsApp eigene Nachrichten zu schreiben. Aber ich bin mir ja auch mit Konrad Adenauer einig, wir beiden sind einzig <img decoding=\"async\" class=\"wlEmoticon wlEmoticon-winkingsmile\" style=\"border-style: none;\" src=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/wlEmoticon-winkingsmile.png\" alt=\"Zwinkerndes Smiley\" \/>.<\/p>\n<p>An vierter Stelle steht das Surfen im Internet (32 Prozent), auf Platz f\u00fcnf liegen Social-Media Apps (19 Prozent). Surfen per Smartphone, da bin ich dabei \u2013 Social Media Apps kommen mir nicht in Gebrauch, bei <a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/Guenter.Born\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Facebook<\/a> bin ich nur alle Jubeljahre angemeldet, Twitter-Nachrichten meiner Blogs gehen automatisch raus und bei <a href=\"https:\/\/plus.google.com\/+G%C3%BCnterBorn\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Google+<\/a> schaue ich im Browser nach, was es neues gibt.<\/p>\n<p>Aber ich habe die Erkl\u00e4rung f\u00fcr mein Nutzerverhalten in der Umfrage gefunden: Es zeigen sich einfach gro\u00dfe Unterschiede in der Handy-Nutzung bei den Altersgruppen. Bei den J\u00fcngeren liegt die Messenger-Nutzung mit 76 Prozent auf dem ersten Platz, die SMS mit 22 Prozent auf Platz f\u00fcnf, w\u00e4hrend bei den \u00c4lteren das Telefonieren (83 Prozent) und Simsen (49 Prozent) deutlich im Vordergrund stehen.<\/p>\n<p>Ganz sch\u00f6n am\u00fcsant, dieses Zahlenwerk. Aber jetzt sehe ich, dass die Sonne scheint, also gehe ich raus, und das ganz ohne ''H\u00e4ndy in die Tasche'. Und wie schaut es bei Ihnen aus? Finden Sie sich in den Nutzergewohnheiten getroffen? Ist SMS das Kommunikationsmittel der Wahl? Oder hei\u00dft es: \"Aber Seniora, isch 'abe gar kein Handy\"?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder von uns kennt das: In der Stra\u00dfenbahn, im Gesch\u00e4ft, im Kaffee, nirgends ist man vor Smartphone-besessenen Teens und deren Haushaltsvorst\u00e4nden sicher. Da daddelt und simst es, was das Zeugs h\u00e4lt. 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