{"id":30048,"date":"2026-06-17T00:01:33","date_gmt":"2026-06-16T22:01:33","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/?p=30048"},"modified":"2026-06-16T21:50:42","modified_gmt":"2026-06-16T19:50:42","slug":"irrefuehrende-geld-zurueck-garantien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2026\/06\/17\/irrefuehrende-geld-zurueck-garantien\/","title":{"rendered":"Irref\u00fchrende \"Geld-zur\u00fcck\"-Garantien"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/DNxhm89.jpg\" alt=\"\" align=\"left\" \/>Mit angeblich risikofreien \"Geld-zur\u00fcck-Garantien\" und \"Gratis testen\" versuchen Anbieter, Verbraucher zum Kauf zu bewegen. Doch zahlreiche Werbeversprechen sind irref\u00fchrend: Was als unkomplizierte \"Gratis-Tests\" oder \"Cashback\"-Aktionen beworben wird, entpuppt sich oft als \u00fcbertriebenes Werbeversprechen. Die Verbraucherzentrale Baden-W\u00fcrttemberg geht deshalb aktuell gegen Unternehmen vor, die mit intransparenten Versprechen werben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ob Schokolade, Waschmittel oder Zahnpasta: Immer wieder werden Produkte mit \"Gratis testen\"- oder \"Cashback\"-Aktionen beworben. Was auf den ersten Blick nach einem kostenlosen Angebot klingt, entpuppt sich, laut Verbraucherzentrale, in der Umsetzung oft als irref\u00fchrend. Denn bei vielen sogenannten \"Gratis testen\"-Aktionen m\u00fcssen die Produkte zun\u00e4chst regul\u00e4r gekauft und bezahlt werden. Erst danach k\u00f6nnen Verbraucher und Verbraucherinnen beispielsweise Fotos der Produkte und des Kassenbons auf einer Aktionsseite hochladen, um nach Pr\u00fcfung eine R\u00fcckerstattung zu erhalten.<\/p>\n<p>Unklare Teilnahmebedingungen, begrenzte Kontingente oder Aktionen, die tats\u00e4chlich nur Gewinnspiele sind, f\u00fchren h\u00e4ufig zu \u00c4rger bei Verbrauchern. \"Es werden zudem meist umfangreiche pers\u00f6nliche Daten verlangt, Verbraucher und Verbraucherinnen bezahlen das Angebot letztlich mit ihren Daten und einem hohen Aufwand. Daher ist die Gratis-Werbung aus unserer Sicht in diesen F\u00e4llen irref\u00fchrend\", sagt Sabine Holz\u00e4pfel, Ern\u00e4hrungsexpertin der Verbraucherzentrale Baden-W\u00fcrttemberg. Auch \"Geld-zur\u00fcck\"-Garantien entpuppen sich oft als irref\u00fchrend oder gar unm\u00f6glich \u2013 etwa, wenn Verbraucher nachweisen sollen, dass ihnen etwas nicht geschmeckt hat.<\/p>\n<p>Die Verbraucherzentrale Baden-W\u00fcrttemberg geht aktuell gegen solche Werbeaussagen verschiedener Anbieter vor. Im Fokus stehen Wellbe Health &amp; Beauty (Az. 102 O 25\/26), sowie Abmahnungen gegen Anbieter wie Skinbro (hat mittlerweile eine Unterlassungserkl\u00e4rung abgegeben), Prepmymeal oder CuliFoods (Az. 4 HK O 14401\/25).<\/p>\n<h2>Regelm\u00e4\u00dfig Beschwerden wegen T\u00e4uschung<\/h2>\n<p>Nach Auffassung der Verbraucherzentrale vermitteln diese Werbeaussagen den Eindruck eines risikofreien Einkaufs, obwohl die tats\u00e4chlichen Bedingungen einer m\u00f6glichen R\u00fcckgabe erheblich eingeschr\u00e4nkt sind. Etwa bei Aussagen wie \"100 % Geld zur\u00fcck\"-Garantie oder \"30 Tage Geld zur\u00fcck Garantie\": In den abgemahnten F\u00e4llen galten die Garantien nur unter engen Voraussetzungen \u2013 etwa, weil die Erstattung eingeschr\u00e4nkt wurde durch eine Limitierung der m\u00f6glichen Einl\u00f6sungen und durch den Einl\u00f6sungszeitraum, oder aus anderen Gr\u00fcnden, die in den AGB oder am Ende einer Website versteckt wurden. Bei Skinbro beschr\u00e4nkte sich die Garantie auf eine Bestellung und nur f\u00fcr Neukunden; bei Prepmymeal bezog sich die versprochene Garantie lediglich auf die erste Bestellung und auf maximal zw\u00f6lf Gerichte, und nur auf F\u00e4lle, in denen \"die Gerichte nachweislich nicht dem subjektiven Geschmack des Kunden entsprechen\".<\/p>\n<p>Die Verbraucherzentrale bekommt regelm\u00e4\u00dfig Beschwerden von Verbrauchern und Verbraucherinnen, die sich von solchen Angeboten get\u00e4uscht f\u00fchlen. Tats\u00e4chlich sind Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr Verbraucher oft nicht klar erkennbar und werden teilweise erst an versteckter Stelle innerhalb der Website oder in den Allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen genannt. \"Wer eine Geld-zur\u00fcck-Garantie bewirbt, muss auch von Anfang an offenlegen, wenn diese nur f\u00fcr bestimmte Produkte, Mengen oder Kundengruppen gelten soll\", so Holz\u00e4pfel weiter. \"Andernfalls werden Verbraucherinnen und Verbraucher schlichtweg get\u00e4uscht.\"<\/p>\n<p>Die Verbraucherzentrale r\u00e4t Verbraucher und Verbraucherinnen, bei \"Geld-zur\u00fcck-Garantie\"-Versprechen immer genau hinzusehen, welche Bedingungen gelten. Einschr\u00e4nkungen m\u00fcssen klar, verst\u00e4ndlich und unmittelbar bei der Werbung selbst erkennbar sein und d\u00fcrften nicht erst versteckt in langen Texten oder AGB auftauchen. \u00ad<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit angeblich risikofreien \"Geld-zur\u00fcck-Garantien\" und \"Gratis testen\" versuchen Anbieter, Verbraucher zum Kauf zu bewegen. Doch zahlreiche Werbeversprechen sind irref\u00fchrend: Was als unkomplizierte \"Gratis-Tests\" oder \"Cashback\"-Aktionen beworben wird, entpuppt sich oft als \u00fcbertriebenes Werbeversprechen. 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