{"id":30062,"date":"2026-06-27T00:02:15","date_gmt":"2026-06-26T22:02:15","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/?p=30062"},"modified":"2026-06-24T16:03:35","modified_gmt":"2026-06-24T14:03:35","slug":"die-inkas-kannten-gefriergetrocknete-kartoffeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2026\/06\/27\/die-inkas-kannten-gefriergetrocknete-kartoffeln\/","title":{"rendered":"Die Inkas kannten gefriergetrocknete Kartoffeln!"},"content":{"rendered":"<p>Es ist eine ziemlich krasse Entdeckung, die mir die Tage untergekommen ist. Die ausgestorbene Kultur der Inka in Peru kannten bereits Gefriertrocknung, eine Technologie, die wir erst seit einigen Jahrzehnten industriell beherrschen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Das Prinzip der Gefriertrocknung<\/h2>\n<p>Gefriertrocknung ist ein Verfahren zur schonenden\u00a0Trocknung von Produkten. Das Produkt wird erst schockgefroren und dann getrocknet. Dabei verdampfen die Eiskristalle, ohne dass sich Wasser bildet (Sublimation). Anschlie\u00dfend wird das Produkt erw\u00e4rmt, um das Restwasser zu entziehen. Nach erfolgter Trocknung liegt der Wassergehalt typischerweise bei 1\u20134<span id=\"mwOA\">\u00a0<\/span>%.<\/p>\n<h2>Die Inkas hatten gefriergetrocknete Kartoffeln<\/h2>\n<p>Es war schon eine Meldung, die mir echt krass vorkam, denn ich bin auf einen Bericht gesto\u00dfen, der mich zwei Mal nachschauen lie\u00df, ob ich mich verlesen habe.\u00a0Arch\u00e4ologen in Peru haben gerade zwei 500 Jahre alte gefriergetrocknete Kartoffeln gefunden, die unter einem Fu\u00dfboden der Inka-St\u00e4tte Tambo Viejo verborgen waren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/phys.org\/news\/2026-06-rare-year-dried-potatoes-unearthed.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone \" src=\"https:\/\/i.postimg.cc\/FF3TwbVT\/image.png\" alt=\"Gefriergetrocknete Kartoffel der Inkas\" width=\"562\" height=\"730\" \/><\/a><\/p>\n<p>Obiges Foto zeigt eine dieser Kartoffeln, die 500 Jahre \u00fcberstanden hat. Die Inkas hatten vor 500 Jahren schon Trockenkammern zum Gefriergetrocknen? Nein, die Aufkl\u00e4rung findet sich im Artikel\u00a0<a href=\"https:\/\/phys.org\/news\/2026-06-rare-year-dried-potatoes-unearthed.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rare 500-year-old freeze-dried potatoes unearthed at Inca coastal site<\/a>.<\/p>\n<p>Die Kartoffel ist ja in ihrer Wild- und Kulturform in den Anden heimisch. Frische Kartoffeln verderben jedoch leicht und verfaulen in warmen Klimazonen innerhalb einer Woche. Andere Sorten sind bitter und giftig, wenn sie nicht zuvor verarbeitet werden.<\/p>\n<p>Um dieses Problem zu l\u00f6sen, entwickelten die Andenbewohner vor Jahrhunderten bis Jahrtausenden \"Chu\u00f1o\". Das ist eine gefriergetrocknete Kartoffel. Hergestellt wird sie, indem man Kartoffeln den extremen Frostn\u00e4chten in den Bergen im Winter aussetzt und sie anschlie\u00dfend in der intensiven Mittagssonne auftauen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Nach mehrmaliger Wiederholung dieses Zyklus werden die Kartoffeln zertreten und getrocknet, wodurch schwarzes Chu\u00f1o entsteht. Wei\u00dfes Chu\u00f1o, wie es in Tambo Viejo gefunden wurde, wird aus von Natur aus giftigen, bitteren Kartoffeln hergestellt und muss nach dem Einfrieren mehrere Wochen lang eingeweicht und anschlie\u00dfend getrocknet werden. Das Ergebnis ist leichtes, praktisches Chu\u00f1o, das jahrelang gelagert werden kann.<\/p>\n<p>In obigem Foto sieht man eine gefriergetrocknete Kartoffel, die aber nicht zertreten wurde, sondern ihre Form behalten und 500 Jahre \u00fcberstanden hat. Die in den Anden hergestellten Chu\u00f1o wurden dann \u00fcber weite Strecken im Inka-Reich transportiert. Und einige hat man in der Inkast\u00e4tte vergraben, wo sie die Zeit \u00fcberdauert haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist eine ziemlich krasse Entdeckung, die mir die Tage untergekommen ist. 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