{"id":30529,"date":"2026-09-05T00:01:11","date_gmt":"2026-09-04T22:01:11","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/?p=30529"},"modified":"2026-08-31T16:41:32","modified_gmt":"2026-08-31T14:41:32","slug":"die-schweiz-und-die-2-000-vergrabenen-unterhosen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2026\/09\/05\/die-schweiz-und-die-2-000-vergrabenen-unterhosen\/","title":{"rendered":"Die Schweiz und die 2.000 vergrabenen Unterhosen"},"content":{"rendered":"<p>Andere L\u00e4nder, andere Sitten.\u00a0In der Schweiz wurden Zweitausend Unterhosen in der Erde vergraben. Dann hat man nach einiger Zeit nachgeschaut, was aus der Unterw\u00e4sche so geworden ist.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Vor f\u00fcnf Jahren forderten die Universit\u00e4t Z\u00fcrich und Agroscope 1.000 Freiwillige auf, mehr als 2.000 Unterhosen aus Baumwolle an verschiedenen Stellen in der Schweiz in der Erde zu vergraben. Ziel des Projekts war es, zu beobachten, wie schnell sich die Unterhosen zersetzen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"Vergrabene Unterhosen aus der Schweiz\" src=\"https:\/\/i.postimg.cc\/v8vnBwZB\/image.png\" alt=\"Vergrabene Unterhosen aus der Schweiz\" width=\"640\" height=\"407\" \/><\/p>\n<p>Nach f\u00fcnf Jahren liegen nun die Ergebnisse des Experiments vor, wie die Universit\u00e4t Z\u00fcrich in <a href=\"https:\/\/www.news.uzh.ch\/de\/articles\/media\/2026\/vergrabene-unterhosen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dieser Mitteilung<\/a> offen gelegt hat. Die Art der Landnutzung erwies sich als der wichtigste Faktor f\u00fcr die Zersetzung der Unterhosen. Ob ein Standort als Garten, Wiese, Acker oder Rasen genutzt wurde, erkl\u00e4rte die Unterschiede besser als die meisten gemessenen Bodeneigenschaften. Eine weitere wichtige Rolle spielten chemische Bodeneigenschaften, wie der Gehalt an N\u00e4hrstoffen.<\/p>\n<p>Die Resultate zeigen zudem, dass ein starker Unterhosenabbau h\u00e4ufig auf eine hohe Bodenfruchtbarkeit und eine gute N\u00e4hrstoffversorgung hindeutet. Dies ist insbesondere f\u00fcr die landwirtschaftliche Produktion von Vorteil. \u00abEin maximaler Abbau ist aber nicht in jedem \u00d6kosystem w\u00fcnschenswert\u00bb, sagt Franz Bender, Teamleiter f\u00fcr Agrar\u00f6kologische Bewertungen bei Agroscope und Co-Projektleiter.<\/p>\n<p>\u00abIn naturnahen Lebensr\u00e4umen wie W\u00e4ldern k\u00f6nnen sehr hohe N\u00e4hrstoffgehalte auf St\u00f6rungen des nat\u00fcrlichen N\u00e4hrstoffhaushalts hinweisen. Auch in G\u00e4rten kann ein starker Unterhosenabbau auf eine \u00dcberversorgung mit N\u00e4hrstoffen hindeuten\u00bb, so Bender. In solchen F\u00e4llen lohnt es sich zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob die D\u00fcngung reduziert werden sollte. Hinzu kommt, dass die biologische Aktivit\u00e4t im Boden stark von Temperatur und Bodenfeuchtigkeit abh\u00e4ngig ist: Ist es zu kalt oder zu trocken, ist der Boden kaum aktiv.<\/p>\n<p>H\u00e4tte ich mir nicht tr\u00e4umen lassen, dass man \u00fcber vergrabene Unterhosen die Umwelt erfassen und bewerten kann. Weitere Informationen \u00fcber das Projekt finden sich in <a href=\"https:\/\/www.agroscope.admin.ch\/de\/was-vergrabene-unterhosen-ueber-den-boden-verraten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Artikel<\/a> von Agroscope.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andere L\u00e4nder, andere Sitten.\u00a0In der Schweiz wurden Zweitausend Unterhosen in der Erde vergraben. 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