{"id":4282,"date":"2017-10-23T01:23:00","date_gmt":"2017-10-22T23:23:00","guid":{"rendered":"http:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=4282"},"modified":"2017-10-20T16:44:53","modified_gmt":"2017-10-20T14:44:53","slug":"deutsche-trinken-zu-viel-alkohol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2017\/10\/23\/deutsche-trinken-zu-viel-alkohol\/","title":{"rendered":"Deutsche trinken zu viel Alkohol"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Gesundheit\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" border=\"0\" alt=\"Gesundheit\" src=\"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Gesundheit-2.jpg\" width=\"60\" height=\"56\">Alkoholkonsum verursacht der Gesellschaft direkte und indirekte Kosten von rund 39 Milliarden Euro im Jahr. Dem gegen\u00fcber stehen Einnahmen durch die Alkoholsteuer von nur 3,2 Milliarden Euro. Doch wer trinkt und in welchem Ma\u00dfe? <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ein Gl\u00e4schen in Ehren, kann niemand verwehren \u2013 und der Verzicht auf Alkohol f\u00e4llt vielen schwer. Nur um die 3 % der Erwachsenen in Deutschland verzichten komplett auf Alkohol. Das geht aus dem ersten <a href=\"https:\/\/www.dkfz.de\/de\/presse\/pressemitteilungen\/2017\/dkfz-pm-17-50c4-Der-erste-Alkoholatlas-des-DKFZ.php\" target=\"_blank\">Alkoholatlas f\u00fcr Deutschland<\/a> hervor, den Forscher des Krebsforschungszentrums (DKFZ) jetzt vorgestellt haben. Ein weiteres Ergebnis:&nbsp; 9,5 Millionen Menschen trinken zu viel Alkohol. Riskanter Alkoholkonsum ist in gehobenen sozio\u00f6konomischen Schichten st\u00e4rker verbreitet als etwa unter Arbeitslosen. Dar\u00fcber hinaus gibt es enorme regionale Unterschiede beim Trinkverhalten und bei den gesundheitlichen Folgesch\u00e4den.<\/p>\n<ul>\n<li>So konsumieren rund 70 Prozent der M\u00e4nner mit hohem Sozialstatus mindestens einmal in der Woche Alkohol, 58 Prozent der M\u00e4nner mit mittlerem Sozialstatus und nur 49 Prozent der M\u00e4nner mit niedrigem Sozialstatus.<\/li>\n<li>Von den Frauen mit hohem Sozialstatus trinkt rund die H\u00e4lfte mindestens w\u00f6chentlich Alkohol und 21 Prozent trinken w\u00f6chentlich sogar riskante Mengen. Von den Frauen mit niedrigem Sozialstatus konsumiert lediglich ein Viertel mindestens w\u00f6chentlich Alkohol und nur rund neun Prozent tun dies in riskanten Mengen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was bedeutet ein riskanter Alkoholkonsum genau? Wie viel und wie oft kann man alkoholische Getr\u00e4nke zu sich nehmen? Hier definieren die Forscher die Grenze f\u00fcr einen riskanten Alkoholkonsum folgenderma\u00dfen: <\/p>\n<ul>\n<li>Wenn Frauen mehr als ein Glas Bier (0,3l) oder 0,1l Wein pro Tag trinken. <\/li>\n<li>Wenn M\u00e4nner mehr als zwei Gl\u00e4ser (0,6l) Bier oder 0,2l Wein t\u00e4glich zu sich nehmen. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Alkoholkonsum sinkt zwar in Deutschland, aber immer noch trinkt etwa ein Sechstel der Erwachsenen riskante Mengen Alkohol. Insgesamt ist die Anzahl derer, die Alkohol in gesundheitlich problematischer Menge zu sich nehmen, enorm \u2013 allein in Deutschland gilt der Alkoholkonsum von etwa 9,5 Millionen Menschen als riskant. Ganz abstinent legen nur knapp 3 % der Deutschen Erwachsenen. Hier noch einige Fakten aus dem Alkoholatlas. <\/p>\n<ul>\n<li>Der Pro-Kopf-Verbrauch von Reinalkohol der \u00fcber 15-j\u00e4hrigen Bev\u00f6lkerung lag im Jahr 2014 bei 11,0 Litern (5,9 l Bier, 3,1 l Wein\/Schaumwein, 2,1 l Spirituosen). Damit liegt Deutschland etwas \u00fcber dem durchschnittlichen Alkoholkonsum der EU-Mitgliedstaaten von 10,6 Litern. <\/li>\n<li>Der durchschnittliche Alkoholkonsum sank bei 18- bis 59-j\u00e4hrigen M\u00e4nnern von 22 g Reinalkohol\/Tag im Jahr 2000 auf 16 g im Jahr 2015. Bei den gleichaltrigen Frauen hat sich die getrunkene Menge kaum ver\u00e4ndert und lag im Jahr 2015 bei 9 g Reinalkohol\/Tag. <\/li>\n<li>18 Prozent der M\u00e4nner und 14 Prozent der Frauen nehmen riskante Mengen Alkohol zu sich (&gt;20 g Reinalkohol\/Tag f\u00fcr M\u00e4nner und &gt;10 g Reinalkohol\/Tag f\u00fcr Frauen), vor allem unter 25-J\u00e4hrige und Personen zwischen 45 und 65 Jahren. <\/li>\n<li>Der Anteil der Risikokonsumenten ist bei den M\u00e4nnern, die w\u00f6chentlich Alkohol trinken, in Th\u00fcringen, Sachsen und Berlin (je 22 %) am h\u00f6chsten, in Bremen (15,5 %) und Schleswig-Holstein (14,7 %) am niedrigsten; bei den Frauen findet sich der gr\u00f6\u00dfte Anteil der Risikokonsumentinnen in Hamburg (16,7 %) und Berlin (16,0 %), der niedrigste Anteil in Brandenburg (9,4 %). <\/li>\n<li>Bei Jungen sank der regelm\u00e4\u00dfige Alkoholkonsum von 2004 bis 2015 von 26 auf 14 %, bei M\u00e4dchen von 16 auf 6 %. <\/li>\n<li>Im Jahr 2015 trinken immer noch jeweils 4 % der Jungen und M\u00e4dchen Alkohol in Mengen, die bei Erwachsenen als riskanter Konsum eingestuft werden \u2013 allerdings deutlich weniger als noch im Jahr 2007, als 13 % der Jungen und 11 % der M\u00e4dchen riskante Alkoholmengen tranken.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Problem beim riskanten trinken von Alkohol: Dieser ist an der Entstehung von \u00fcber 200 Krankheiten beteiligt und kann abh\u00e4ngig machen <\/p>\n<ul>\n<li>Sowohl ein hoher kurzfristiger als auch ein langfristiger Alkoholkonsum k\u00f6nnen beim Konsumenten k\u00f6rperliche, psychische und soziale Sch\u00e4den verursachen und durch Unf\u00e4lle und Aggression andere Personen sch\u00e4digen. <\/li>\n<li>Ein erh\u00f6hter Alkoholkonsum steigert das Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauferkrankungen und verschiedene Krebsarten, sch\u00e4digt das Gehirn und das Nervensystem, schw\u00e4cht das Immunsystem und sch\u00e4digt die Leber. <\/li>\n<li>W\u00e4hrend der Schwangerschaft kann ein erh\u00f6hter Alkoholkonsum eine fetale Alkoholspektrumst\u00f6rung verursachen, bei der die Kinder schwere bleibende geistige und k\u00f6rperliche Beeintr\u00e4chtigungen erleiden. <\/li>\n<li>Alkoholkonsum kann unter dem Einfluss verschiedener Faktoren zu einer Alkoholabh\u00e4ngigkeit f\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gut zwei Prozent aller Todesf\u00e4lle sind auf Alkoholkonsum zur\u00fcckzuf\u00fchren, wobei deutliche regionale Unterschieden bestehen. Am h\u00e4ufigsten werden ausschlie\u00dflich alkoholbedingte Krankheiten bei M\u00e4nnern in Mecklenburg-Vorpommern diagnostiziert, am seltensten in Baden-W\u00fcrttemberg; bei Frauen wurden die meisten solcher Diagnosen in Bremen gestellt, die wenigsten in Baden-W\u00fcrttemberg. <\/p>\n<p>Eine Alkoholabh\u00e4ngigkeit wurde im Jahr 2015 bei \u00fcber 100000 M\u00e4nnern und rund 36000 Frauen diagnostiziert. Im Jahr 2012 starben in Deutschland rund 21000 Menschen im Alter von 16 bis 64 Jahren an alkoholbedingten Erkrankungen \u2013 dies entspricht 2,3 % aller Todesf\u00e4lle in diesem Jahr. Weitere Details lassen sich <a href=\"http:\/\/www.dkfz.de\/de\/tabakkontrolle\/download\/Publikationen\/sonstVeroeffentlichungen\/Alkoholatlas-Deutschland-2017_Auf-einen-Blick.pdf\" target=\"_blank\">hier herunterladen<\/a> (PDF-Datei). <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alkoholkonsum verursacht der Gesellschaft direkte und indirekte Kosten von rund 39 Milliarden Euro im Jahr. 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