{"id":4394,"date":"2017-11-01T09:41:31","date_gmt":"2017-11-01T08:41:31","guid":{"rendered":"http:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=4394"},"modified":"2017-11-01T09:42:51","modified_gmt":"2017-11-01T08:42:51","slug":"planetengigant-umkreist-weien-zwerg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2017\/11\/01\/planetengigant-umkreist-weien-zwerg\/","title":{"rendered":"Planetengigant umkreist wei&szlig;en Zwerg"},"content":{"rendered":"<p>Es ist schon ein sehr exotisches Sternensystem, welches Astronomen in 600 Lichtjahren Entfernung entdeckt haben. Dieses besteht aus dem bisher entdeckten gr\u00f6\u00dften Planeten \u00fcberhaupt und einem wei\u00dfen Zwerg (M-Typ). Die Gr\u00f6\u00dfe des Planeten und dessen Umlaufbahn, ein Jahr dauert dort gerade einmal 2,6 Tage, wirft einige Theorien \u00fcber die Entstehung von Planeten \u00fcber den Haufen. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\" https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/fd0b9882bc9f4001a66bf2b6bfd65554\" width=\"1\" height=\"1\">Es ist schon eine 'Monster-Welt', die Astronomen entdeckt haben. Der Planet NGTS-1b ist 600 Lichtjahre von uns entfernt. Es ist der gr\u00f6\u00dfte Planet im Vergleich zur Gr\u00f6\u00dfe seines Elternsterns NGTS-1, der je gefunden wurde. NGTS-1b ist ein hei\u00dfer Jupiter, eine seltene Klasse von Exoplaneten, w\u00e4hrend es sich bei NGTS-1 um eine Zwerg-Sonne handelt. Obwohl kleine M-Zwergsterne wie NGTS-1 die h\u00e4ufigste Art in der Galaxie sind, wurden bisher nur drei hei\u00dfe Jupiter um sie herum gesichtet.<\/p>\n<p>Der Zwerg-Stern NGTS-1 hat einen Radius von etwa der H\u00e4lfte der Sonne, w\u00e4hrend sein n\u00e4chster Begleiter NGTS-1b ca. 1,33 Mal gr\u00f6\u00dfer als der Jupiter ist. Was aber noch faszinierender ist: der Planetengigant umkreist seinen Mutterstern in etwas mehr als 2,6 Tagen. Das ist eine ziemliche \u00dcberraschung, bilden sich in der N\u00e4he der Sonne doch meist kleine felsige Planeten (Merkur, Venus, Erde, Mars in unserem Sonnensystem). Gasriesen wie Jupiter oder Saturn und Eisplaneten finden sich erst in gr\u00f6\u00dferer Entfernung von der jeweiligen Sonne.&nbsp; <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Zwerg-Stern NGTS-1 und Planet NGTS-1b\" alt=\"Zwerg-Stern NGTS-1 und Planet NGTS-1b\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/CbaBxYI.jpg\"><br \/><em>(K\u00fcnstlerische Darstellung des Sonnenaufgangs auf NGTS-1b, Quelle: University of Warwick\/Mark Garlick)<\/em><\/p>\n<h2>Bisherige Annahmen wanken<\/h2>\n<p>Bisher wurde angenommen, dass das Material der protoplanetaren Scheibe um einen jungen Stern kollidiert und sich zu gr\u00f6\u00dferen Clustern verklumpt, die zusammenkleben und schlie\u00dflich Planeten bilden. Die dem Wirtsstern n\u00e4her liegenden K\u00f6rper m\u00fcssen aus Materialien mit h\u00f6heren Schmelzpunkten bestehen, um der Hitze des Sterns zu widerstehen, w\u00e4hrend Planeten aus Gas und Eis fl\u00fcchtiger sind und nur in gr\u00f6\u00dferen Entfernungen \u00fcberleben.<\/p>\n<p>Einer der Mitentdecker ist Daniel Bayliss, Hauptautor eines Artikels \u00fcber das System und Assistenzprofessor an der Astronomie und Astrophysik Abteilung an der Universit\u00e4t von Warwick, in Gro\u00dfbritannien. \"Man dachte nicht, dass es solche riesigen Planeten um so kleine Sterne g\u00e4be\", sagt Bayliss. \"Dies ist der erste Exoplanet, den wir mit unserer neuen[Next-Generation Transit Survey] NGTS-Anlage gefunden haben, und wir stellen bereits die Theorie, wie Planeten entstehen, infrage.\"<\/p>\n<h2>Entdeckung des Planeten<\/h2>\n<p>Die Entdeckung des Planeten gelang durch die NGTS-Anlage &#8211; eine Serie von bodengebundenen Teleskopen, die in der Atacama-W\u00fcste im Norden Chiles, die f\u00fcr ihren klaren, wolkenlosen Himmel bekannt ist, steht.&nbsp; <\/p>\n<p>Ein Team von Astronomen entdeckte den Planeten durch eine Schwankung in der Helligkeit des Sterns, als der Planet vor ihm vorbeiflog. Die periodische Dimmung des Sterns wurde \u00fcber mehrere Monate beobachtet, um gen\u00fcgend Daten zu sammeln. Daraus lie\u00dfen sich die Gr\u00f6\u00dfe, Position und Masse des riesigen Planeten berechnen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Zwerg-Stern NGTS-1 und Planet NGTS-1b\" alt=\"Zwerg-Stern NGTS-1 und Planet NGTS-1b\" src=\"https:\/\/warwick.ac.uk\/newsandevents\/pressreleases\/monster_planet_discovery\/exoplanet_ngts-1b_-_version_1_-_credit_university_of_warwick__mark_garlick.jpg\"><br \/><em>(K\u00fcnstlerische Darstellung des Sonnensystems NGTS-1, Quelle: University of Warwick\/Mark Garlick)<\/em><\/p>\n<p>Peter Wheatley, Leiter der NGTS und Professor an der Abteilung f\u00fcr Astronomie und Astrophysik an der University of Warwick, sagte: \"NGTS-1b war schwer zu finden, obwohl es ein Monster eines Planeten war, weil sein Elternstern klein und schwach ist. Kleine Sterne sind im Universum am h\u00e4ufigsten anzutreffen, so dass es viele dieser riesigen Planeten geben kann, die darauf warten, gefunden zu werden.\"<\/p>\n<h2>Weitere Forschungen notwendig<\/h2>\n<p>Laut Bayliss besteht die Herausforderung nun darin, herauszufinden, wie h\u00e4ufig solche Planeten in der Galaxis vorkommen. Weitere Einzelheiten werden demn\u00e4chst in den monatlichen Mitteilungen der Royal Astronomical Society ver\u00f6ffentlicht. Eine vorab-Ver\u00f6ffentlichung findet sich <a href=\"https:\/\/arxiv.org\/pdf\/1710.11099.pdf\" target=\"_blank\">hier<\/a>. Eine Pressemitteilung findet sich <a href=\"https:\/\/warwick.ac.uk\/newsandevents\/pressreleases\/monster_planet_discovery\/\" target=\"_blank\">hier<\/a>. (<a href=\"https:\/\/www.theregister.co.uk\/2017\/10\/31\/fat_monster_planet\/\" target=\"_blank\">via<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist schon ein sehr exotisches Sternensystem, welches Astronomen in 600 Lichtjahren Entfernung entdeckt haben. Dieses besteht aus dem bisher entdeckten gr\u00f6\u00dften Planeten \u00fcberhaupt und einem wei\u00dfen Zwerg (M-Typ). 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