{"id":5245,"date":"2018-02-07T01:31:00","date_gmt":"2018-02-07T00:31:00","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=5245"},"modified":"2020-04-04T06:36:20","modified_gmt":"2020-04-04T04:36:20","slug":"psychiatrische-strungen-bedeutung-des-schlafs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2018\/02\/07\/psychiatrische-strungen-bedeutung-des-schlafs\/","title":{"rendered":"Psychiatrische St&ouml;rungen: Bedeutung des Schlafs"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Gesundheit\" src=\"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Gesundheit-2.jpg\" alt=\"Gesundheit\" width=\"60\" height=\"56\" align=\"left\" border=\"0\" \/>Neue Erkenntnisse zu Schlafst\u00f6rungen im Zusammenhang mit psychiatrischen Erkrankungen, unter anderem von Depression, Angst und bipolarer St\u00f6rung. Hier einige Informationen zum Thema.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Schlafst\u00f6rungen sind ein typisches Symptom vieler psychiatrischer Erkrankungen, unter anderem von Depression, Angst und bipolarer St\u00f6rung. Unbehandelt erh\u00f6hen Probleme mit dem Schlaf das Risiko, an einer psychiatrischen St\u00f6rung zu erkranken. Ungef\u00e4hr zwei von drei Patienten, die in eine Schlafklinik \u00fcberwiesen werden, leiden parallel an einer St\u00f6rung der Psyche. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut f\u00fcr Psychiatrie haben k\u00fcrzlich zwei Studien in der renommierten Fachzeitschrift \u201eThe Journal of Neuroscience\" <a href=\"http:\/\/www.psych.mpg.de\/2337715\/pm1610-schlaf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ver\u00f6ffentlicht<\/a>, die mehr Aufschluss \u00fcber Schlafst\u00f6rungen geben.<\/p>\n<p>Die Arbeitsgruppe von Jan Deussing erforschte zun\u00e4chst eine genetische Variante des P2X7 Rezeptors, die bis dahin mit Depression und Angst assoziiert wurde. Die M\u00e4use, die in der Studie gentechnisch so ver\u00e4ndert waren, dass eine Kopie des Gens gegen diese Genvariante ausgetauscht wurde (heterozygot), zeigten Schlafst\u00f6rungen sowie eine Beeintr\u00e4chtigung der Rezeptorfunktion, die mit einer erh\u00f6hten Stressempfindlichkeit einherging. Danach untersuchten die Wissenschaftler die Auswirkung, die diese Variante bei Menschen hat. Sie fanden heraus, dass auch Menschen, die eine Kopie der Rezeptor-Variante in sich tragen, St\u00f6rungen in ihren Schlafmustern aufweisen.<\/p>\n<p>Deussing folgert daraus: \"Dies ist eine interessante Entdeckung, da sie darauf hinweist, dass eine ver\u00e4nderte Funktion des P2X7 Rezeptors in heterozygoten Individuen den Schlaf st\u00f6rt. Dies wiederum k\u00f6nnte eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr deren erh\u00f6htes Risiko sein, eine Gem\u00fctsst\u00f6rung zu entwickeln.\"<\/p>\n<p>Mayumi Kimura und Kollegen untersuchten in einer zweiten Studie, wie vor der Pubert\u00e4t erworbene Fettleibigkeit den Schlaf im sp\u00e4teren Leben beeinflussen kann. Die Wissenschaftler wollten herausfinden, welche Auswirkungen auf die Schlafmuster sich im Erwachsenenalter bei M\u00e4usen zeigen, die w\u00e4hrend der Pubert\u00e4t eine hochkalorische Di\u00e4t erhielten. Das Ergebnis: die vor\u00fcbergehende Ern\u00e4hrungsumstellung reichte aus, um tiefgreifende und lang anhaltende Ver\u00e4nderungen im Schlaf hervorzurufen, die das ganze Leben lang anhielten.<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt versuchten die Forscher, die zugrunde liegenden Mechanismen zu identifizieren. Dabei fanden sie heraus, dass die M\u00e4use, denen die Di\u00e4t verabreicht worden war, eine verminderte serotonerge Signalgebung im seitlichen Hypothalamus aufwiesen. Sie konnten diese verminderte Signalgebung umkehren, indem sie den M\u00e4usen ein Peptid verabreichten, das normalerweise nach S\u00e4ttigung durch den Darm freigesetzt wird. Dadurch konnten sie das Schlafmuster wieder umkehren und in seinen urspr\u00fcnglichen Zustand versetzen.<\/p>\n<p>\"Diese Studien bringen uns einen bedeutenden Schritt vorw\u00e4rts\", fasst Alon Chen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Psychiatrie, zusammen. \u201eSo verstehen wir die funktionellen Mechanismen von Schlaf und ihre Rolle bei psychiatrischen Erkrankungen besser.\"<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Erkenntnisse zu Schlafst\u00f6rungen im Zusammenhang mit psychiatrischen Erkrankungen, unter anderem von Depression, Angst und bipolarer St\u00f6rung. 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