{"id":6640,"date":"2018-06-27T00:37:00","date_gmt":"2018-06-26T22:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=6640"},"modified":"2018-06-26T22:47:11","modified_gmt":"2018-06-26T20:47:11","slug":"zugspitze-brach-bergsturz-in-der-bronzezeit-den-gipfel-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2018\/06\/27\/zugspitze-brach-bergsturz-in-der-bronzezeit-den-gipfel-ab\/","title":{"rendered":"Zugspitze: Brach Bergsturz in der Bronzezeit den Gipfel ab?"},"content":{"rendered":"<p>Deutschlands h\u00f6chster Berg ist die Zugspitze. Ganze 2962 Meter liegt der Gipfel \u00fcber dem Meeresspiegel. Aber es k\u00f6nnte durchaus sein, dass die Zugspitze zu fr\u00fcheren Zeiten ein Dreitausender gewesen ist. Erst ein Bergsturz in der Bronzezeit hat den Gipfel abgebrochen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wenn das stimmt, wozu es gute Belege gibt, m\u00fcssen unsere Vorfahren das sogar mit erlebt haben. Gut <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%96tzi\" target=\"_blank\">\u00d6tzi<\/a>, der Mann aus dem Eis war vor 3.750 Jahren bereits lange tot (er lebe zwischen 3359 und 3105 v. Chr.). Aber seine Nachfahren d\u00fcrften Zeuge des gigantischen Bergsturzes geworden sein. <\/p>\n<h2>Bergsturz in der Bronzezeit<\/h2>\n<p>In einer Pressemitteilung vom 25. Juni 2018 enth\u00fcllte das Bayerische Landesamt f\u00fcr Umwelt neue Erkenntnisse. Demnach wurden Bayerns Vorfahren wohl Zeugen eines \u00e4u\u00dferst seltenen Bergsturzes, der vor 3.750 Jahren von der Zugspitze abbrach und beinahe die wichtigste Fernhandelsroute nach \u00d6sterreich versch\u00fcttete.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Zugspitze\" alt=\"Zugspitze\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/05XRrXa.jpg\"><\/p>\n<p>Die neuen Erkenntnisse \u00fcber den bronzezeitlichen Bergsturz erhielten die Geologen des LfU bei der Erfassung des geologischen Untergrunds rund um die Zugspitze. Vor 3.750 Jahren l\u00f6sten sich ca. 200 Millionen Kubikmeter Gestein aus der Nordflanke des h\u00f6chsten Bergs Deutschlands, st\u00fcrzten zehn Kilometer weit ins Tal, durchquerten dabei den damals schon vorhandenen Eibsee und rasten rund 100 Meter den gegen\u00fcberliegenden Hang wieder hinauf. <\/p>\n<p>Manche Bl\u00f6cke aus den Sturzmassen waren so gro\u00df wie Einfamilienh\u00e4user. Eibsee und Loisachtal ver\u00e4nderten dadurch ihre Gestalt \u2013 im See entstanden Inseln und Untiefen, im Tal erhob sich eine kilometerbreite, \u00fcber 5 km lange und bis \u00fcber 50 Meter hohe Barriere aus Bl\u00f6cken, umgeknickten B\u00e4umen und Schlamm. <\/p>\n<p>Die Ger\u00f6llmassen verfehlten die damals wichtige Handelsroute durchs Loisachtal ins \u00f6sterreichische Inntal nur knapp. Von dort kam der Nachschub an lebenswichtigem Kupfer aus den Schwazer Kupferlagerst\u00e4tten f\u00fcr die Bronzeherstellung im Voralpenraum.<\/p>\n<p>Moderne digitale Computermodelle kombiniert mit Bohrungen in die Bergsturz-Ablagerungen erlaubten es den Geo-Experten, dieses seltene Gro\u00dfereignis detailliert zu rekonstruieren. Was die Geologen dabei erstaunte: Am Fu\u00df der Zugspitze liegt mehr an Gestein, als die 'scheinbar' abgebrochene Bergflanke an Volumen umfasst. Das f\u00fchrt die Geologen vom LfU zu der Vermutung, dass die Zugspitze schlicht vor dem Bergsturz ein ganzes St\u00fcck h\u00f6her gewesen sei. Es wird spekuliert, dass die Zugspitze vor dem Ereignis ein Dreitausender gewesen sein k\u00f6nnte \u2013 obwohl es keinen Beweis gibt. <\/p>\n<p>Aufgrund der Klimaerw\u00e4rmung nimmt die Gefahr von Georisiken, laut LfU.&nbsp; zwar zu. Aber ein Bergsturz solchen Ausma\u00dfes ist, nach Ansicht der Geologen, in den bayerischen Alpen derzeit gl\u00fccklicherweise nicht absehbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschlands h\u00f6chster Berg ist die Zugspitze. Ganze 2962 Meter liegt der Gipfel \u00fcber dem Meeresspiegel. Aber es k\u00f6nnte durchaus sein, dass die Zugspitze zu fr\u00fcheren Zeiten ein Dreitausender gewesen ist. 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