{"id":6817,"date":"2018-07-17T09:18:20","date_gmt":"2018-07-17T07:18:20","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=6817"},"modified":"2022-03-24T15:32:41","modified_gmt":"2022-03-24T14:32:41","slug":"parodontitis-im-beipack-mit-diabetes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2018\/07\/17\/parodontitis-im-beipack-mit-diabetes\/","title":{"rendered":"Parodontitis im Beipack mit Diabetes"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Gesundheit\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" border=\"0\" alt=\"Gesundheit\" src=\"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Gesundheit-2.jpg\" width=\"60\" height=\"56\">Rund 11 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Parodontitis, der Entz\u00fcndung des Zahnfleisches. Insbesondere Patienten mit Diabetes Typ 1 und 2 sind betroffen und sollten Vorsorge betreiben.&nbsp; <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.apotheken-umschau.de\/Parodontitis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Parodontitis<\/a> (auch als Paradontose bezeichnet) ist die h\u00e4ufigste chronische Erkrankung weltweit. Als Hauptausl\u00f6ser f\u00fcr die Entz\u00fcndung des Zahnhalteapparates gilt der bakterielle Zahnbelag. Dieser f\u00fchrt zu einer oberfl\u00e4chlichen Entz\u00fcndung des Zahnfleisches \u2013 der Gingivitis \u2013, die sich unbehandelt zur Parodontitis ausweiten kann. <\/p>\n<p>\u201eAu\u00dfer mangelnder Mundhygiene sind Rauchen, Stress und genetische Faktoren Ursachen f\u00fcr diese chronische Entz\u00fcndung\", erkl\u00e4rt Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)-Pr\u00e4sident Professor Dr. med. Dirk M\u00fcller-Wieland. Ein weiterer gro\u00dfer Risikofaktor ist der Diabetes mellitus. Besonders schwer betroffen von einer Parodontitis sind Patienten mit Diabetes Typ 1 und 2: Sie haben ein dreifach erh\u00f6htes Risiko, an Parodontitis zu erkranken und verlieren mehr Z\u00e4hne, wobei sich gleichzeitig die Einstellung des Blutzuckerspiegels durch die Zahnfleischerkrankung verschlechtert. <\/p>\n<p>Ist der Blutzuckerspiegel des Diabetespatienten schlecht eingestellt, steigt das Risiko f\u00fcr Parodontitis stark an\", betont M\u00fcller-Wieland. \u201eAuch ist dann die Zahnfleisch-Behandlung komplizierter, der Krankheitsverlauf schwerer, ein Zahnverlust h\u00e4ufiger.\" Umgekehrt verschlechtert eine Parodontitis wiederum die Blutzuckereinstellung \u2013 mit der Tiefe der Zahnfleischtaschen steigt auch der Langzeit-Blutzuckerwert an. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Sterblichkeit von parodontal erkrankten Diabetespatienten h\u00f6her ist als bei Menschen mit gesundem Zahnfleisch. Grund sind Entz\u00fcndungsprozesse, die sich unter anderem negativ auf das Herz auswirken.<\/p>\n<p>Das Schwierige an der Erkrankung: Parodontitis verursacht selten Schmerzen. \u201eEs ist daher wichtig. Unbedingt auf erste Warnzeichen wie Zahnfleischbluten, geschwollenes Zahnfleisch, Mundgeruch, \u00c4nderungen der Zahnstellung oder l\u00e4nger werdende, gelockerte Z\u00e4hne zu achten\", betont DDG Experte Priv. Doz. Dr. med. Erhard Siegel. Die DDG r\u00e4t zudem zu regelm\u00e4\u00dfigen zahn\u00e4rztlichen Untersuchungen, um jegliches Risiko auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Bei der zahn\u00e4rztlichen Fr\u00fcherkennungsuntersuchung erkennt der Arzt mithilfe des \u201eParodontalen Screening Indexes\" (PSI) bereits fr\u00fche Formen der Parodontitis und kann sie behandeln. \u201eInsbesondere Menschen mit Diabetes sollten mindestens einmal j\u00e4hrlich zur Kontrolle beim Zahnarzt gehen\", empfiehlt Siegel. Der Verzicht auf Rauchen, eine ausgewogene Ern\u00e4hrung sowie die Vermeidung von \u00dcbergewicht und Stress k\u00f6nnen das Parodontitis-Risiko weiter senken. F\u00fcr eine erste Einsch\u00e4tzung, wie hoch das eigene Parodontitis-Risiko ist, stellt die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Parodontologie (DG Paro) online einen Selbsttest zur Verf\u00fcgung: https:\/\/www.dgparo.de\/media\/download-5a1fbed30aef0<\/p>\n<p>\u201eAuch Diabetologen, Haus- und Zahn\u00e4rzte sollten f\u00fcr dieses Thema zunehmend sensibilisiert werden\", fordert M\u00fcller-Wieland. \u201eDenn in Deutschland wissen etwa zwei Millionen Menschen nicht, dass sie an Diabetes erkrankt sind und folglich ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Parodontitis besitzen.\" Alle beteiligten Fach\u00e4rzte sind aufgerufen, mehr Aufkl\u00e4rung und Pr\u00e4vention in ihre Praxen zu bringen. \u201eBeispielsweise k\u00f6nnten Screening-Ma\u00dfnahmen wie ein Diabetestest in Zahnarztpraxen oder die Aufnahme des Zahnstatus in die haus\u00e4rztliche Anamnese eine bessere Parodontitis-Vorsorge gew\u00e4hrleisten\", schl\u00e4gt Siegel vor.<\/p>\n<p>Um die Zusammenarbeit zwischen \u00c4rzten und Zahn\u00e4rzten zu intensivieren, arbeitet die DDG derzeit an einer neuen AWMF-Leitlinie \u201eDiabetes und Parodontitis\". Sie soll wichtige Erkenntnisse zur Wechselwirkung zwischen beiden Erkrankungen vermitteln und konkrete Empfehlungen zur Betreuung und Fr\u00fcherkennung geben.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschesgesundheitsportal.de\/2018\/07\/16\/diabetes-und-parodontitis-ein-gefaehrliches-duo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutsches Gesundheitsportal<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 11 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Parodontitis, der Entz\u00fcndung des Zahnfleisches. 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