{"id":7042,"date":"2018-08-25T00:58:00","date_gmt":"2018-08-24T22:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=7042"},"modified":"2024-10-03T00:19:51","modified_gmt":"2024-10-02T22:19:51","slug":"gigantische-fuspuren-auf-tiefseeboden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2018\/08\/25\/gigantische-fuspuren-auf-tiefseeboden\/","title":{"rendered":"Tiefsee-R&auml;tsel: Gigantische &lsquo;Fu&szlig;spuren&rsquo; im Meeresboden &hellip;"},"content":{"rendered":"<p>Spannende Entdeckung, die Sonarmessungen und ein Tauchroboter in 3.500 Meter bis 4.200 Meter Meerestiefe im Pazifik erm\u00f6glichten. Auf dem Meeresgrund fanden sich riesige, mysteri\u00f6se Fu\u00dfspuren, die von einem gro\u00dfen Tier herr\u00fchren k\u00f6nnten, aber zu keinem bekannten Tier so richtig passen. Aber es gibt einen Verdacht.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Teil der Tiefsee ist noch unerforscht, lediglich Tauchroboter bringen Bilder aus der Tiefe mit. Inzwischen wei\u00df man, dass auch in der Tiefsee Tiere leben \u2013 meist aber nur kleinere Fische, W\u00fcrmer, Krebse. Andererseits schicken sich Firmen an, Meeresgebietet f\u00fcr den Tiefsee-Bergbau zu erkunden. Dabei ist einem autonomen Unterwasserfahrzeug (AUV), sprich Tauchroboter, eine besondere Entdeckung am Meeresgrund der pazifischen Clarion-Clipperton-Zone zwischen Mexiko und Hawaii gelungen.<\/p>\n<h2>Erkundung des Meeresboden wegen Meeresbergbau<\/h2>\n<p>Dieses Gebiet ist f\u00fcr den Tiefsee-Bergbau (Abbau von Mineralvorkommen in Knollen am Meeresboden) vorgesehen und wird zur Zeit von Erkundungsrobotern untersucht. Man wei\u00df, dass es dort Lebewesen gibt und will den Lebensraum vorab untersuchen. Insbesondere will man wissen, ob gro\u00dfe Wirbeltiere aus den Weiten des Ozeans in Tiefen zwischen 3.500 und 4.258 Meter leben oder in diese Tiefe vordringen k\u00f6nnen. Dann w\u00e4re ein Meeresbergbau wohl eher nicht zu vertreten.<\/p>\n<p>Ein Team um Leigh Marsh vom National Oceanography Centre der University of Southampton hat aktuell im Fachjournal \u201eRoyal Society Open Science\" (DOI: <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20181113075621\/http:\/\/rsos.royalsocietypublishing.org\/content\/5\/8\/180286\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">10.1098\/rsos.180286<\/a>) von seinen neuesten Entdeckungen berichtet. In ca. 3.500 Metern Tiefe wurden auf dem Meeresboden Spuren entdeckt, die von einem gr\u00f6\u00dferen Tier herr\u00fchren m\u00fcssen.<\/p>\n<h2>Untersuchung per Sonar vom Tauchroboter<\/h2>\n<p>Der Meeresboden eines Bereichs innerhalb der Clarion-Clipperton-Zone wurde mit akustischen Methoden (Sonar) von einem Tauchroboter untersucht und auch fotografiert. Die Aufnahmen zeigen langgestreckte Vertiefungen im Meeresboden. Insgesamt konnten 3.539 Eindr\u00fccke von Spuren (an Land w\u00fcrde man von Fu\u00dfstapfen sprechen) \u00fcber Sidescan-Sonardaten auf einer Fl\u00e4che von 21,8 Quadratkilometer in Wassertiefen von 3.999 bis 4.258 m im Nordosten der Clarion-Clipperton-Zone gez\u00e4hlt werden (siehe folgende Abbildung).<\/p>\n<p>Spuren in der Clarion-Clipperton-Zone (gel\u00f6scht)<br \/>\n(Sonar Side-Scan-Aufnahmen der Spuren, Copyright: Marsh et al., 2018, Quelle: <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20181113075621\/http:\/\/rsos.royalsocietypublishing.org\/content\/5\/8\/180286\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">10.1098\/rsos.180286<\/a>, <a href=\"http:\/\/(Quelle: 10.1098\/rsos.180286, Creative Commons)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Creative Commons<\/a>)<\/p>\n<p>Diese Vertiefungen bildeten kurvenf\u00f6rmige Bahnen entlang des Meeresbodens, die aus bis zu 21 Vertiefungen mit einem Abstand von 6 bis 13 m bestanden. Die Spuren auf dem Meeresbodens folgen variablen Wegen, mit ausgepr\u00e4gten, unregelm\u00e4\u00dfig \u00fcber einen gro\u00dfen Teil des untersuchten Gebietes verteilten Vorkommen und gelegentlichen \u00dcberschneidungen. Die Spuren bestanden aus unregelm\u00e4\u00dfigen Furchen auf dem Meeresboden (Mittelwert 0,97 m breit und 2,57 m lang), die etwa 0,13 m tief waren. Diese Abdr\u00fccke sind auch auf Fotos des Meeresbodens zu sehen, die von einzelnen Spuren aufgenommen wurden (siehe folgendes Abbild).<\/p>\n<p>(gel\u00f6scht)<br \/>\n(Foto der Spuren, Copyright: Marsh et al., 2018, Quelle: <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20181113075621\/http:\/\/rsos.royalsocietypublishing.org\/content\/5\/8\/180286\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">10.1098\/rsos.180286<\/a>, Creative Commons)<\/p>\n<p>Die Morphologie der Vertiefungen aus den Aufnahmen stimmt weitgehend mit denjenigen Daten \u00fcberein, die aus den Side-scan-Daten des Sonars abgeleitet werden konnten. Bleibt die spannende Frage, was diese Vertiefungen im Meeresboden hinterlassen hat. Geologische Vorg\u00e4nge schlie\u00dfen die Forscher aus. Die Forscher schreiben, dass sie mit dem zur Verf\u00fcgung stehenden Datensatz nicht feststellen k\u00f6nnen, welche Arten von Tieren f\u00fcr diese St\u00f6rungen (sprich Spuren) auf dem Meeresboden verantwortlich sind oder warum sie diese verursachen.<\/p>\n<p>Allerdings wei\u00df man, dass Pottwale und alle existierenden Arten von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schnabelwale\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schnabelwalen<\/a> (Ziphiidae) sehr tief tauchen. Es gibt Hinweise, dass die Tiere bis zu 3.500 Meter tief und bis zu 130 Minuten lang tauchen k\u00f6nnen. Und von Schnabelwalen sind solche Spuren am Meeresboden flacherer Gew\u00e4sser bekannt. Falls dies zutrifft, d\u00fcrfte die Nutzung dieser Gebietet f\u00fcr Bergbau am Meeresboden eher nicht m\u00f6glich sein. Wer sich f\u00fcr das Thema interessiert, findet neben dem englischsprachigen <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20181113075621\/http:\/\/rsos.royalsocietypublishing.org\/content\/5\/8\/180286\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Originalartikel<\/a> noch mehrere deutschsprachige Beitr\u00e4ge <a href=\"http:\/\/www.scinexx.de\/wissen-aktuell-23066-2018-08-22.html\">hier<\/a>, (Link gebrochen) und <a href=\"https:\/\/www.grenzwissenschaft-aktuell.de\/raetselhafte-abdruecke-am-tiefseeboden20180824\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> mit weiteren Details.<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2018\/07\/21\/bootsmannfisch-lauert-auf-meeresboden-frisst-barracuda\/\">Bootsmannfisch lauert auf Meeresboden, frisst Barracuda<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20240518130948\/https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2018\/03\/25\/erster-fcherflossen-seeteufel-gefilmt\/\">Erster F\u00e4cherflossen-Seeteufel gefilmt<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2017\/10\/29\/der-alien-fisch\/\">Der Alien-Fisch<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2018\/06\/14\/loch-ness-monster-gefilmt\/\">Loch Ness-Monster gefilmt?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2018\/06\/12\/wie-die-mr-von-der-meerjungfrau-entstanden-sein-knnte\/\">Wie die M\u00e4r von der Meerjungfrau entstanden sein k\u00f6nnte<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2018\/02\/28\/zufallsfund-ltestes-plesiosaurier-fossil-entdeckt\/\">Zufallsfund: \u00c4ltestes Plesiosaurier-Fossil entdeckt<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2018\/01\/05\/das-rtsel-der-eis-scheiben\/\">Das R\u00e4tsel der Eis-Scheiben<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2018\/01\/15\/fund-aus-gypten-hypatia-stein-lter-als-das-sonnensystem\/\">Fund aus \u00c4gypten: Hypatia-Stein \u00e4lter als das Sonnensystem<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spannende Entdeckung, die Sonarmessungen und ein Tauchroboter in 3.500 Meter bis 4.200 Meter Meerestiefe im Pazifik erm\u00f6glichten. 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