{"id":7469,"date":"2018-10-13T01:21:00","date_gmt":"2018-10-12T23:21:00","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=7469"},"modified":"2018-10-09T17:25:17","modified_gmt":"2018-10-09T15:25:17","slug":"5-000-jahre-alter-monumentalfriedhof-in-kenia-entdeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2018\/10\/13\/5-000-jahre-alter-monumentalfriedhof-in-kenia-entdeckt\/","title":{"rendered":"5.000 Jahre alter Monumentalfriedhof in Kenia entdeckt"},"content":{"rendered":"<p>Ein Forscherteam des Jenaer Max-Planck-Instituts f\u00fcr Menschheitsgeschichte und der Stony Brook University, New York, hat die bislang \u00e4lteste und gr\u00f6\u00dfte Begr\u00e4bnisst\u00e4tte Ostafrikas entdeckt. Vor 5.000 Jahren wurde diese wohl von Viehhirten in Ost-Afrika, am Turkana-See in Kenia, angelegt. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Meldung des internationalen Forscherteams zur \"Lothagam North Pillar\"-Begr\u00e4bnisst\u00e4tte erschien Ende August 2018. Die Begr\u00e4bnisst\u00e4tte besteht aus einer Plattform mit einem Durchmesser von etwa 30 Metern. Megalithen, Steinkreise und Steinhaufen fassen die Begr\u00e4bnisst\u00e4tte ein. In einer Art Leichenh\u00f6hle wurden \u00fcber die Jahre sch\u00e4tzungsweise mehr als 500 Individuen dicht gedr\u00e4ngt beerdigt, wie Arch\u00e4ologie Online <a href=\"https:\/\/www.archaeologie-online.de\/nachrichten\/monumentale-begraebnisstaette-nahe-des-turkana-sees-entdeckt-4041\/\" target=\"_blank\">hier berichtet<\/a>. <\/p>\n<p>Die Gruppe der Viehhirten am \"Lothagam North Pillar\" lebte bisherigen Erkenntnissen zufolge in einer egalit\u00e4ren Gesellschaft ohne ausgepr\u00e4gte soziale Schichtung. Interessant ist dies, da bisher in der Wissenschaft angenommen wurde, dass solche Monumentalobjekte nur in hierarchischen Gesellschaften errichten lie\u00dfen. <\/p>\n<h2>Viehhirten nutzten die Begr\u00e4bnisst\u00e4tte<\/h2>\n<p>Bei \"Lothagam North Pillar\" w\u00fcrde man heute von einem Gemeinschaftsfriedhof sprechen. Dieser wurde im Zeitraum von vor etwa 5000 bis vor etwa 4300 Jahren, also \u00fcber viele Jahrhunderte, genutzt. Die fr\u00fchen Hirten bauten dazu den Plattformwall von etwa 30 Metern Durchmesser. In der Mitte wurde dann ein gro\u00dfer Hohlraum zur Beerdigung der Toten ausgehoben. Der Hohlraum wurde gef\u00fcllt und mit Steinen verschlossen. Neben der Plattform stellten die Hirten gro\u00dfe Megalith-S\u00e4ulen, die teilweise aus einem Kilometer Entfernung stammten, auf. Zudem wurde Steinkreise und Steinhaufen errichteten. <\/p>\n<p>Die gesch\u00e4tzt 580 Toten in der Begr\u00e4bnish\u00f6hle umfassten M\u00e4nner, Frauen und Kinder aller Altersstufen. Die Toten wurden dicht an dicht begraben, wobei einzelner Individuen nicht auf besondere Weise kenntlich gemacht wurden. Allerdings wurden fast allen Leichnamen pers\u00f6nliche Schmuckst\u00fccke mitgegeben. Da die Verteilung der Schmuckst\u00fccke bei allen Toten ann\u00e4hernd gleich war, schlie\u00dft die Wissenschaft, dass es sich um eine relativ egalit\u00e4re Gesellschaft ohne ausgepr\u00e4gte soziale Schichtung handelte, die diesen Friedhof anlegte und \u00fcber Jahrhunderte nutzte. Weitere Details lassen sich bei Arch\u00e4ologie Online <a href=\"https:\/\/www.archaeologie-online.de\/nachrichten\/monumentale-begraebnisstaette-nahe-des-turkana-sees-entdeckt-4041\/\" target=\"_blank\">nachlesen<\/a>. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Forscherteam des Jenaer Max-Planck-Instituts f\u00fcr Menschheitsgeschichte und der Stony Brook University, New York, hat die bislang \u00e4lteste und gr\u00f6\u00dfte Begr\u00e4bnisst\u00e4tte Ostafrikas entdeckt. 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