{"id":8192,"date":"2019-01-08T00:06:00","date_gmt":"2019-01-07T23:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=8192"},"modified":"2024-05-19T19:35:38","modified_gmt":"2024-05-19T17:35:38","slug":"krperliche-aktivitt-senkt-das-krankheits-sterblichkeitsrisiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2019\/01\/08\/krperliche-aktivitt-senkt-das-krankheits-sterblichkeitsrisiko\/","title":{"rendered":"K&ouml;rperliche Aktivit&auml;t senkt das Krankheits- \/Sterblichkeitsrisiko"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Gesundheit\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" border=\"0\" alt=\"Gesundheit\" src=\"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Gesundheit-2.jpg\" width=\"60\" align=\"left\" height=\"56\">Mehr als die H\u00e4lfte der Deutschen bewegt sich kaum oder gar nicht \u2013 Regelm\u00e4\u00dfige k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t senkt das Erkrankungs- und Sterblichkeitsrisiko von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20230127042651\/https:\/\/www.deutschesgesundheitsportal.de\/glossary\/weltgesundheitsorganisation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Weltgesundheitsorganisation<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.deutschesgesundheitsportal.de\/glossary\/who\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">WHO<\/a>) empfiehlt, pro Woche mindestens 2,5 Stunden an m\u00e4\u00dfig anstrengender Ausdaueraktivit\u00e4t sowie an mindestens zwei Tagen in der Woche muskelkr\u00e4ftigende Aktivit\u00e4ten auszuf\u00fchren. <\/p>\n<ul>\n<li>Laut Daten des Robert Koch-Instituts erreicht nur etwa ein F\u00fcnftel der Frauen (20,5 Prozent) und ein Viertel der M\u00e4nner (24,7 Prozent) in Deutschland beide Empfehlungen. <\/li>\n<li>Mehr als die H\u00e4lfte der erwachsenen Bev\u00f6lkerung bewegt sich weniger als 2,5 Stunden pro Woche (1). <\/li>\n<\/ul>\n<p>Doch regelm\u00e4\u00dfige Bewegung sch\u00fctzt nicht nur vor \u00dcbergewicht und der Entstehung eines Typ-2-Diabetes, sondern senkt auch die Sterblichkeit und das Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen. \u00dcber die Bedeutung von k\u00f6rperlicher Aktivit\u00e4t in der Adipositas- und Diabetestherapie sprachen Experten auf der Kongress-Pressekonferenz im Rahmen der 12. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der 34. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) im November 2018 in Wiesbaden.<\/p>\n<h2>Viele Deutsche von \u00dcbergewicht betroffen<\/h2>\n<p>Jede zweite Frau und zwei von drei M\u00e4nnern in Deutschland sind von \u00dcbergewicht betroffen, ein Viertel der Bev\u00f6lkerung hat starkes \u00dcbergewicht (Adipositas) (2). Die Gefahr, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln, ist in dieser Gruppe besonders hoch. Zudem besteht ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr gesundheitliche Folgen wie Bluthochdruck sowie Herz- und Gef\u00e4\u00dferkrankungen. \u201eWird weniger Energie verbraucht als dem K\u00f6rper zugef\u00fchrt wird, so steigt das K\u00f6rpergewicht\", erkl\u00e4rt Professor Dr. med. Dr. Sportwissenschaft Christine Graf vom Institut f\u00fcr Bewegungs- und Neurowissenschaft an der Deutschen Sporthochschule K\u00f6ln. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Ung&uuml;nstige Figur\" alt=\"Ung&uuml;nstige Figur\" src=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Sg6J2qP.jpg\"><br \/>(Quelle: Pexels \/ <a href=\"https:\/\/www.pexels.com\/photo\/action-athlete-blur-enjoyment-207677\/\">Pixabay<\/a> CC0 License) <\/p>\n<h2>Empfehlungen der Experten<\/h2>\n<p>Um mehr Energie zu verbrauchen und sein Gewicht zu halten beziehungsweise zu reduzieren, empfiehlt die Expertin ausreichend k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t \u2013 sowohl im Alltag als auch in der Freizeit. \u201eWer pr\u00e4ventiv etwas f\u00fcr seine Gesundheit tun m\u00f6chte, sollte t\u00e4glich 10 000 Schritte absolvieren. Das entspricht etwa 100 Minuten z\u00fcgigem Gehen pro Tag\", so Graf. \u201eZus\u00e4tzlich sind circa 150 Minuten (2,5 Stunden) Bewegungszeit pro Woche \u2013 also moderate k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t in Form etwa von Radfahren oder Schwimmen \u2013 notwendig, um das Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren.\" <\/p>\n<p>Diese Empfehlungen gelten auch f\u00fcr Menschen mit Diabetes. Regelm\u00e4\u00dfige k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t tr\u00e4gt bei Patienten mit Typ-2-Diabetes dazu bei, die Blutzucker-, Blutdruck- und Blutfettwerte zu verbessern. \u201eJe besser der Diabetes eingestellt ist, umso h\u00f6her ist die Lebensqualit\u00e4t und -erwartung der Patienten\", betont Graf. \u201eBei Menschen mit Pr\u00e4diabetes halbiert sich das Risiko, tats\u00e4chlich zu erkranken, wenn sie regelm\u00e4\u00dfig Sport treiben und sich gesund und ausgewogen ern\u00e4hren.\" Dieser Effekt ist unabh\u00e4ngig vom Gewicht, sondern h\u00e4ngt vielmehr von der Steigerung der k\u00f6rperlichen Fitness ab. \u201eDie k\u00f6rperliche Fitness ist einer der wichtigsten Parameter f\u00fcr den Gesunderhalt, eine geringere Erkrankungs- und Sterblichkeitsrate\", so Graf. Gerade Neu- und Wiedereinsteiger erreichen zu Beginn des Trainings eine hohe Leistungssteigerung, von der ihre Gesundheit enorm profitiert. <\/p>\n<h2>Intensit\u00e4t und Dauer<\/h2>\n<p>Wie viel Sport der Einzelne treiben sollte, h\u00e4ngt unter anderem von der Intensit\u00e4t der Aktivit\u00e4t ab. \u201eWer moderate k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4ten wie Radfahren, bei denen man leicht schwitzt und etwas aus der Puste ger\u00e4t, aus\u00fcbt, sollte mindestens 2,5 Stunden Bewegungszeit pro Woche einplanen\", sagt Graf. Sie empfiehlt Trainingseinheiten von 30 Minuten an mindestens f\u00fcnf Tagen in der Woche. \u201eSport in h\u00f6heren Intensit\u00e4ten wie Tennis oder Dauerlauf erfordern wiederum geringere Umf\u00e4nge von 75 Minuten pro Woche, also Trainingseinheiten von einer halben Stunde an mindestens drei Tagen in der Woche.\" Um tats\u00e4chlich Gewicht zu verlieren, sollte man 13 000 Schritte pro Tag anstreben und mindestens f\u00fcnf Stunden pro Woche moderat aktiv sein. <\/p>\n<p>\u201eAllerdings fehlt vielen Menschen unter der Woche die Zeit f\u00fcr ausreichend Bewegung. Deshalb w\u00e4re es eine erste Ma\u00dfnahme, den Weg zur Arbeit und zur\u00fcck aktiv zu gestalten\", sagt Professor Dr. med. Martin Wabitsch, Tagungspr\u00e4sident der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG). Au\u00dferdem gilt: Wenig Sport ist besser als gar kein Sport. \u201eWer am Wochenende nachholt, was in den f\u00fcnf Tagen zuvor vers\u00e4umt wurde, kann seine Leistung zwar nicht langfristig steigern, tut aber trotzdem effektiv etwas f\u00fcr seine Gesundheit\", sagt der Leiter der Sektion P\u00e4diatrische Endokrinologie und Diabetologie am Universit\u00e4tsklinikum Ulm. <\/p>\n<h2>Studie zeigt: Wochenendsport hilft auch<\/h2>\n<p>Laut einer Studie der Loughborough University in Gro\u00dfbritannien, bei der Daten von circa 64 000 Erwachsenen analysiert wurden, senken die sogenannten \u201eWeekend Warriors\" ihr allgemeines Sterberisiko im Vergleich zu Personen, die g\u00e4nzlich auf Sport verzichten, um immerhin 30 Prozent. Auch das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung ist um 40 Prozent niedriger als bei Menschen, die sich nicht k\u00f6rperlich bet\u00e4tigen (3).  <\/p>\n<p>Damit ist das Sportprogramm am Wochenende vergleichsweise effektiv, birgt jedoch auch Gefahren. \u201eDa es sich um ein sehr intensives Training handelt, ist das Risiko f\u00fcr Verletzungen und \u00dcberlastungen gr\u00f6\u00dfer\", warnt Graf. \u201eWir empfehlen dieses Vorgehen daher eher trainierten und j\u00fcngeren Menschen \u2013 zumindest sollte eine entsprechende Vorsorgeuntersuchung erfolgen.\" <\/p>\n<p>Welche k\u00f6rperlichen Aktivit\u00e4ten sich f\u00fcr Adipositas- und Diabetes-Patienten eignen und wie sie in den Alltag der Betroffenen integriert werden k\u00f6nnen, erl\u00e4utern Experten im Rahmen der gemeinsamen DDG Herbsttagung und DAG Jahrestagung. Sie findet vom 9. bis 10. November 2018 im RheinMain CongressCenter Wiesbaden statt. Alle Informationen zur Tagung sind im Internet unter www.herbsttagung-ddg.de zu finden. <\/p>\n<p>Quellen:<br \/>(1) Finger J D, Mensink G, Lange C, Manz K: Gesundheitsf\u00f6rdernde k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t in der Freizeit bei Erwachsenen in Deutschland. Journal of Health Monitoring. 2017 2(2). <a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/Gesundheitsmonitoring\/Gesundheitsberichterstattung\/GBEDownloadsJ\/FactSheets\/JoHM_2017_02_gesundheitsfoerdernde_koerperliche_Aktivitaet.pdf?__blob=publicationFile\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Doi:10.17886\/RKI-GBE-2017-027<\/a> Robert Koch-Institut, Berlin <br \/>(2) Robert Koch-Institut (Hrsg.) (2014) Daten und Fakten: Ergebnisse der Studie \u00bbGesundheit in Deutschland aktuell 2012\u00ab. Beitr\u00e4ge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes. RKI, Berlin. <br \/>(3) O'Donovan G, Lee I, Hamer M et al.: Association of \u201eWeekend Warrior\" and other Leisure Time Physical Acitivity Patterns With Risks for All-Cause, Cardiovascular Disease, and Cancer Mortality. JAMA Intern Med. 2017;177(3):335-342. <a href=\"https:\/\/jamanetwork.com\/journals\/jamainternalmedicine\/fullarticle\/2596007\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">doi:10.1001\/jamainternmed.2016.8014<\/a>.  <\/p>\n<p>Das entsprechende PDF zur Pressemitteilung finden Sie hier.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr als die H\u00e4lfte der Deutschen bewegt sich kaum oder gar nicht \u2013 Regelm\u00e4\u00dfige k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t senkt das Erkrankungs- und Sterblichkeitsrisiko von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[83],"class_list":["post-8192","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gesundheit","tag-gesundheit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8192","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8192"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8192\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24764,"href":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8192\/revisions\/24764"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8192"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8192"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8192"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}