{"id":8480,"date":"2019-02-22T00:36:00","date_gmt":"2019-02-21T23:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=8480"},"modified":"2019-02-11T12:26:12","modified_gmt":"2019-02-11T11:26:12","slug":"getrnke-beeinflussen-risiko-fr-koronare-herzkrankheiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2019\/02\/22\/getrnke-beeinflussen-risiko-fr-koronare-herzkrankheiten\/","title":{"rendered":"Getr&auml;nke beeinflussen Risiko f&uuml;r koronare Herzkrankheiten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Gesundheit\" src=\"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Gesundheit-2.jpg\" alt=\"Gesundheit\" width=\"60\" height=\"56\" border=\"0\" \/>Nahrungsmittel k\u00f6nnen sich auf das Risiko f\u00fcr die koronare Herzkrankheit (KHK) auswirken. W\u00e4hrend zuckerhaltige Erfrischungsgetr\u00e4nke das KHK-Risiko erh\u00f6hten, deuten Studien an, dass ein leichter Alkoholkonsum und fettarme Milch einen positiven Einfluss auf das KHK-Risiko zu haben scheinen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Meine Oma pflegte immer zu sagen 'Trink kein Cola, das ist nicht gut f\u00fcrs Herz' und es gab in den siebziger Jahren das Experiment, dass ein St\u00fcck Fleisch in Coca Cola binnen kurzer Zeit aufgel\u00f6st wurde. Wurde unter uns Jugendlichen herum erz\u00e4hlt. Pff, die Oma, was wei\u00df die schon, werden heutige Youngster denken und greifen zum Energy Drink. Heute deutet sich an, dass die Oma mit ihren Warnungen nicht ganz unrecht hatte \u2013 wenn die Motivation auch eine andere war \u2013 die Enkel sollten nicht zur Verschwendungssucht erzogen werden.<\/p>\n<p>Man wei\u00df: Viele Lebensmittel k\u00f6nnen sich auf das Risiko, an der koronaren Herzkrankheit (KHK) zu erkranken, auswirken. So hatten Studien zufolge beispielsweise Personen ein geringeres KHK-Risiko, wenn sie viel Obst, Gem\u00fcse, Fisch und Vollkorn und wenig Fleisch a\u00dfen (Studie von Tayyem und Kollegen, 2018 in der medizinischen Fachzeitschrift <em>Nutrition, metabolism, and cardiovascular diseases: NMCD<\/em> ver\u00f6ffentlicht).<\/p>\n<p>Auch mein Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/?p=8464\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weniger krank durch ballaststoffreiche Ern\u00e4hrung?<\/a> zeigt solche Zusammenh\u00e4nge. Da das Essverhalten einen Einfluss auf das KHK-Risiko hat, ist es naheliegend, dass das auch f\u00fcr das Trinkverhalten gilt. Doch welche Getr\u00e4nke beeinflussen das KHK-Risiko positiv und welche negativ?<\/p>\n<h2>Studien untersuche Getr\u00e4nke und das KHK-Risiko<\/h2>\n<p>In einer Studie wurden verschiedene Getr\u00e4nke in diesem Hinblick auf das Risiko f\u00fcr die Entwicklung koronare Herzkrankheit (KHK) untersucht. Ein Wissenschaftsteam aus Cuernavaca (Mexico) ging dieser Frage nach. Sie befragten 6.640 Mexikaner nach ihrem Trinkverhalten. Mithilfe eines speziellen Systems (<em>Framingham Risk <\/em>Score) sch\u00e4tzten die Wissenschaftler das Risiko der Studienteilnehmer, innerhalb von 10 Jahren an einer KHK zu erkranken, ein.<\/p>\n<p>Bei dieser Methode werden Angaben zum Geschlecht, Alter, Cholesterinwert, Rauchverhalten und Blutdruck f\u00fcr die Risikoeinsch\u00e4tzung herangezogen. Dem <em>Framingham Risk Score<\/em> zufolge hatten 17,8 % der Befragten ein mittleres bis hohes KHK-Risiko.<\/p>\n<h2>Manche Getr\u00e4nke sind gut, andere sch\u00e4dlich<\/h2>\n<p>Der Vergleich des Trinkverhaltens mit dem KHK-Risiko der Patienten zeigte, interessante Ergebnisse:<\/p>\n<ul>\n<li>Patienten, die mehr fettarme Milch oder Alkohol tranken,hatten ein geringeres KHK-Risiko, als die, die diese Getr\u00e4nke gar nicht oder nur sehr selten zu sich nahmen.<\/li>\n<li>Im Gegensatz dazu erh\u00f6hte sich das KHK-Risiko, wenn die Patienten mehr Softdrinks (ges\u00fc\u00dfte, alkoholfreie Getr\u00e4nke) tranken.<\/li>\n<li>Interessanterweise schien weder Tee noch Kaffee das Risiko, an KHK zu erkranken, nennenswert zu beeinflussen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Autoren der Studie schlussfolgerten, dass Personen, die viel zuckerges\u00fc\u00dfte Getr\u00e4nke zu sich nahmen, ein h\u00f6heres KHK-Risiko hatten, w\u00e4hrend ein moderater Alkoholkonsum und fettarme Milch das Risiko zu senken schienen.<\/p>\n<p>Es ist jedoch anzumerken, dass diese Studie in Mexiko durchgef\u00fchrt wurde. Es ist demnach fraglich, inwieweit sich die Ergebnisse auf die deutsche Bev\u00f6lkerung \u00fcbertragen lassen. Ob ein leichter Alkoholkonsum gut f\u00fcr das Herz-Kreislauf-System ist, ist noch nicht gesichert und auch verschiedene Leitlinien sind sich diesbez\u00fcglich uneinig (<a href=\"https:\/\/www.deutschesgesundheitsportal.de\/2018\/11\/29\/mit-dem-lebensstil-herz-kreislauf-erkrankungen-vorbeugen-wie-einheitlich-sind-die-empfehlungen-verschiedener-leitlinien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studien von Khanji und Kollegen<\/a>, 2018 in der medizinischen Fachzeitschrift <em>International journal of cardiology<\/em> ver\u00f6ffentlicht).<\/p>\n<ul>\n<li>In einer erst k\u00fcrzlich erschienenen Studie, bei der die Ergebnisse mehrerer \u00e4lterer Studien zusammengefasst und neu analysiert wurden, wurde gezeigt, dass sich ein leichter Alkoholkonsum positiv auf das Risiko f\u00fcr Herzschw\u00e4che auswirkte.<\/li>\n<li>Ehemalige Alkoholabh\u00e4ngigkeit erh\u00f6hte jedoch das Risiko (<a href=\"https:\/\/www.deutschesgesundheitsportal.de\/2018\/08\/10\/welchen-einfluss-hat-der-alkoholkonsum-auf-das-risiko-fuer-herzschwaeche\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studie von Larsson und Kollegen<\/a>, 2018 in der medizinischen Fachzeitschrift <em>Clinical nutrition: official journal of the European Society of Parenteral and Enteral Nutrition <\/em>ver\u00f6ffentlicht).<\/li>\n<li>Dass zu viel Alkohol das KHK-Risiko erh\u00f6ht, konnte wiederrum eine andere Studie zeigen (Studie von Wood und Kollegen, 2018 in der medizinischen Fachzeitschrift <em>The Lancet<\/em> ver\u00f6ffentlicht).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei Alkohol scheint die Wirkung somit h\u00f6chstwahrscheinlich von der Menge abzuh\u00e4ngen. Was die zuckerhaltigen Getr\u00e4nke angeht, so sind sich derzeit viele Leitlinien einig, dass auf diese verzichtet werden sollte, um das KHK-Risiko so gering wie m\u00f6glich zu halten (<a href=\"https:\/\/www.deutschesgesundheitsportal.de\/2018\/11\/29\/mit-dem-lebensstil-herz-kreislauf-erkrankungen-vorbeugen-wie-einheitlich-sind-die-empfehlungen-verschiedener-leitlinien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studien von Khanji und Kollegen<\/a>, 2018 in der medizinischen Fachzeitschrift <em>International journal of cardiology<\/em> ver\u00f6ffentlicht).<\/p>\n<p>Quelle: \u00a9 Alle Rechte: <a href=\"https:\/\/www.deutschesgesundheitsportal.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DeutschesGesundheitsPortal.de<\/a><\/p>\n<p><b>Referenzen: <\/b>Rivera-Paredez B, Mu\u00f1oz-Aguirre P, Torres-Ibarra L, Ram\u00edrez P, Hern\u00e1ndez-L\u00f3pez R, Barrios E, Le\u00f3n-Maldonado L, Denova-Guti\u00e9rrez E, Flores M, Salazar-Mart\u00ednez E, Salmer\u00f3n J. Patterns of beverage consumption and risk of CHD among Mexican adults. Br J Nutr. 2018 Jul;120(2):210-219. doi: 10.1017\/S0007114518001411.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nahrungsmittel k\u00f6nnen sich auf das Risiko f\u00fcr die koronare Herzkrankheit (KHK) auswirken. 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