{"id":8929,"date":"2019-04-24T00:48:00","date_gmt":"2019-04-23T22:48:00","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=8929"},"modified":"2020-12-10T10:44:02","modified_gmt":"2020-12-10T09:44:02","slug":"vorsicht-produkttests-zum-betrug-mit-bankkonten-genutzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2019\/04\/24\/vorsicht-produkttests-zum-betrug-mit-bankkonten-genutzt\/","title":{"rendered":"Vorsicht: Produkttests zum Betrug mit Bankkonten genutzt"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" alt=\"\" src=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/DNxhm89.jpg\" align=\"left\">Es gibt eine perfide Betrugsmasche, mit der Gauner gutgl\u00e4ubige Personen abzocken. Es wird mit den Daten der Opfer ein Bankkonto bei einer Online-Bank er\u00f6ffnet, \u00fcber das die Betr\u00fcger dann Waren bestellen. Dann haftet das Opfer m\u00f6glicherweise f\u00fcr diesen Betrug. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/faf217c2d5624596b991275c2a96f98b\" width=\"1\" height=\"1\">Es ist eine Betrugsmasche, die die Zielgruppe dieses Blogs m\u00f6glicherweise nicht so h\u00e4ufig trifft. Hunderte deutsche Internetnutzer wurden Opfer dieser Masche, bei denen Geld aus sogenannten Fake-Internet-Shops \u00fcber er\u00f6ffneten N26-'Testkonten' gewaschen wurden. Dies berichteten NDR (Plus Minus) und <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/n-fake-shops-betrug-geldwaesche-1.4412084\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">S\u00fcddeutsche Zeitung<\/a> nach entsprechenden Recherchen. Das Computermagazin Heise hat <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Geldwaesche-ueber-N26-Konten-4401654.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a> ebenfalls einen Artikel zum Thema. <\/p>\n<h2>'Testkonto' f\u00fcr eine 'Marktforschungsfirma'<\/h2>\n<p>Die Masche war recht einfach gestrickt. Die Betr\u00fcger hatten einerseits Fake-Internet-Shops er\u00f6ffnet, in denen Waren angeboten wurden, die leichtgl\u00e4ubige Kunden ordern und per Vorkasse bezahlen sollten. Nat\u00fcrlich hatten die Betr\u00fcger nie vor, die Waren zu liefern. Problem war aber, diese Zahlungen irgendwie 'zu waschen' und die Identit\u00e4ten der Betr\u00fcger zu verschleiern. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Euro-Noten\" alt=\"Euro-Noten\" src=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/sBffKkL.jpg\"><br \/>(Quelle: Pexels CC0 Lizenz) <\/p>\n<p>Dazu hatten die Gauner eine Seite f\u00fcr ein Marktforschungsinstitut aufgesetzt, auf der sich Interessenten registrieren konnten. Die Opfer bekamen den Auftrag, mit dem Video-Identifikationsverfahren ein 'Testkonto' bei der Online-Bank N26 einzurichten. Dabei mussten die Opfer beim Video-Identifikationsverfahren angeben, dass sie das Konto f\u00fcr sich und nicht f\u00fcr eine Firma er\u00f6ffneten.  <\/p>\n<p>Ein Fehler, den man nie begehen sollte, denn damit wurde das Konto auf den Namen des Opfers eingerichtet \u2013 mit allen rechtlichen Folgen. Nach Einrichten des vermeintlichen Testkontos bekam das Opfer seine Bankdaten sowie, laut Berichten, eine Mastercard sowie ein Honorar von 60 Euro vom vermeintlichen Marktforschungsunternehmen.  <\/p>\n<p>Vorher musste er noch seine Informationen, die die Bank an den Kunden \u00fcbermittelte, an das 'Marktforschungsunternehmen' weitergeben. Das vermeintliche Marktforschungsunternehmen hatte versprochen, das Testkonto nach dem Test zu l\u00f6schen. Kurz nachdem die Tester die Konten bei der N26-Online-Bank eingerichtet hatten, verschwand die Webseite des vermeintlichen Marktforschungsunternehmens.<\/p>\n<h2>Geldw\u00e4sche \u00fcber die 'Testkonten' der Opfer<\/h2>\n<p>Die Opfer hatten keine Testkonten bei der Onlinebank N26 sondern echte Konten eingerichtet. Dort waren sie mit ihrer Identit\u00e4t registriert. Durch die Weitergabe der von der Bank \u00fcbermittelten Daten erhielten die Betr\u00fcger Zugriff auf das neu er\u00f6ffnete Online-Konto \u2013 die Berichte von S\u00fcddeutscher Zeitung und NDR sind da etwas nebul\u00f6s, wie dies genau vonstatten ging. Der Zugang zu den Konten wurde genutzt, um Geld aus betr\u00fcgerischen Online-Shops zu waschen. Konkret: Die IBAN, die die 'Tester' bei der N26-Bank angegeben hatten, wurde in den Fake-Online-Shops als Kontonummer f\u00fcr Zahlungen angegeben. Die Betr\u00fcger buchten dann das Geld, was auf den Konten einging, um oder hoben es ab. <\/p>\n<p>Den Berichten nach konnten 400 Konten identifiziert werden, die die Betr\u00fcger f\u00fcr Geldw\u00e4sche genutzt haben. F\u00fcr die Opfer d\u00fcrfte das dicke Ende noch kommen. Sie machen sich wegen leichtfertiger Geldw\u00e4sche strafbar und werden wohl auch f\u00fcr den in ihrem Namen begangenen Betrug belangt. Denn geprellte Kunden der Fake-Shops der Betr\u00fcger werden sich an die Konto-Inhaber, an die die Zahlungen gingen, halten. <\/p>\n<p>Weitere Informationen und 'Fallgeschichten' lassen sich in den Eingangs verlinkten Artikeln nachlesen (auch wenn einiges nebul\u00f6s bleibt). Alles in allem aber ein teures Nachspiel f\u00fcr Leichtgl\u00e4ubigkeit der Opfer. Daher niemals eine Video-Identverfahren durchf\u00fchren (z.B. gibt es das auch f\u00fcr SIM-Karten von Handys), wenn es nicht um das eigene Konto geht. Und die Online-Bank N26 w\u00fcrde ich pers\u00f6nlich wegen fr\u00fcherer Vorf\u00e4lle sowieso meiden. Es gab einfach zu h\u00e4ufig Probleme mit denen (siehe den Artikel <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Banking-Startup-N26-bei-Betrugsfaellen-ueberfordert-4355970.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>)m, so dass sich sogar die Bundesfinanzaufsicht BAFIN einschalten musste (siehe den Artikel <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Banking-Startup-N26-bei-Betrugsfaellen-ueberfordert-4355970.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>). <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt eine perfide Betrugsmasche, mit der Gauner gutgl\u00e4ubige Personen abzocken. Es wird mit den Daten der Opfer ein Bankkonto bei einer Online-Bank er\u00f6ffnet, \u00fcber das die Betr\u00fcger dann Waren bestellen. 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