{"id":9653,"date":"2019-07-12T00:58:00","date_gmt":"2019-07-11T22:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/senioren\/?p=9653"},"modified":"2020-12-10T08:33:53","modified_gmt":"2020-12-10T07:33:53","slug":"fail-der-deutschen-post","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2019\/07\/12\/fail-der-deutschen-post\/","title":{"rendered":"Fail der Deutschen Post"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Stop.jpg\" align=\"left\" \/>Mal wieder \u00c4rger mit der deutschen Post, die nach Gutsherrenart agiert. Gerade einen Brief zur\u00fcck bekommen. Vermerk 'Ausgeschnittene Briefmarken sind unzul\u00e4ssig'. Laut AGB hat die Post sich das vorbehalten, verf\u00e4hrt aber durchaus willk\u00fcrlich. Daher mal ein kleiner Blog-Beitrag zum Thema.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/1b84361918fa4fa994794c072670d897\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Die Deutsche Bundespost hat zwar kein Briefmonopol mehr, geriert sich aber nach wie vor wie die alte Beamten-Post. Zum 1. Juli 2019 gab es ja die Erh\u00f6hung beim Porto f\u00fcr Briefe. Da schauen die Leute schon genauer hin \u2013 und es scheint wohl \u00fcbereifrige Mitarbeiter zu geben \u2013 oder die Technik spinnt. F\u00fcr Betroffene \u00e4rgerlich, wie mein Fall mal wieder zeigt.<\/p>\n<h2>Der Casus Belli<\/h2>\n<p>Gestern einen Briefumschlag fertig gemacht und eine 1,45 Euro-Marke von einem Markenblock der Deutschen Bundespost zur Freimachung abgezogen. Der Briefumschlag war schon mal versandt worden, aber noch topp. Ich hatte die alte Marke teilweise abgezogen, und ein kleines Papier-Label \u00fcber die Stelle geklebt, so dass der Umschlag problemlos f\u00fcr eine weitere Sendung benutzt werden konnte. Daher hat meine Frau die neue Marke von einem Markenblock der Post abgel\u00f6st und aufgeklebt. Da das Porto nicht ausreichte, klebte sie zus\u00e4tzlich noch eine, 2 Tage vorher gekaufte, 10 Cent Barcode-Marke von der Postfiliale auf. Der mit dem Laben \u00fcberklebte, gestempelte, Bereich war damit sauber durch die beiden Marken \u00fcberklebt, und die Sendung war mit 1,55 Euro ausreichend und vor allem <u>legal <\/u>frankiert.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"de\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/deutschepost?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#deutschepost<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/fail?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#fail<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/portoerh%C3%B6hung?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#portoerh\u00f6hung<\/a> &#8211; wohl ein zu \u00fcbereifriger Mitarbeiter &#8211; die Marken waren definitiv nicht ausgeschnitten &#8211; war auch gut zu sehen, Geht ja mal gar nicht. So vergr\u00e4tzt man Kunden! Werde k\u00fcnftig mehr per Mitbewerb oder elektronisch versenden! <a href=\"https:\/\/t.co\/Fc4w19XD8L\">pic.twitter.com\/Fc4w19XD8L<\/a><\/p>\n<p>\u2014 G\u00fcnter Born (@etguenni) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/etguenni\/status\/1149260481917542401?ref_src=twsrc%5Etfw\">11. Juli 2019<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Heute lag die Sendung wieder im Briefkasten \u2013 ein gelber Zettel dran, dass 1,45 Euro am Entgelt fehlen. Dar\u00fcber ein Stempel, dass ausgeschnittene Postwertzeichen zur Freimachung unzul\u00e4ssig sind.<\/p>\n<blockquote><p>Anmerkungen: Die in obigem Foto sichtbaren Ausrisse stammen von meiner Frau, die das alles ver\u00e4rgert abgezogen hat. Da war urspr\u00fcnglich sauber erkennbar, dass da eine Marke legal aufgeklebt war (nichts ausgeschnitten oder irgendwie sonst getrickst &#8211; es sei denn, die Post st\u00f6\u00dft sich neuerdings an einem Aufkleber, mit dem alte Adressen oder Stempel \u00fcberklebt werden).<\/p>\n<p>Keine Ahnung, ob irgend eine \u00dcberwachungseinrichtung der Post in den Verteilstra\u00dfen das ausgeworfen hat, weil der abgeklebte Stempel im unsichtbaren Licht durch die Marke reflektiert \u2013 oder ob das Label oder der Tesa-Streifen, mit dem der Briefverschluss verklebt war, zur Irritation gef\u00fchrt hat. Das ist letztendlich egal, die Sendung war legal mit g\u00fcltigen Marken frankiert! Mit einem schnellen Blick w\u00e4re erkennbar gewesen, dass die Marken nicht ausgeschnitten oder sonst irgendwie abgel\u00f6st und neu aufgebracht waren. Aber der 'Gutsherr' hat halt immer Recht.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Per AGB nach Gutsherrenart handeln<\/h2>\n<p>Gut, sind f\u00fcr die Post nur Peanuts, aber als Kunde bist Du der Arsch. Ich habe dann etwas recherchiert und bin auf <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/ratgeber\/Darf-die-Marke-noch-mal-aufgeklebt-werden-article19820424.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">diesen n-tv-Bericht<\/a> gesto\u00dfen, der die Gutsherrenart der Deutschen Bundespost ziemlich gut auf den Nenner bringt. Eine einmal verwendete Briefmarke darf nicht noch einmal auf einen Brief aufgeklebt werden. Hintergrund ist, dass die Stempelmaschinen der Deutschen Post Fehler machen. Und dieses Unverm\u00f6gen der Post nimmt dann skurrile Z\u00fcge zuungunsten der Kunden an. Zitat aus dem n-tv-Artikel:<\/p>\n<blockquote><p>Dies gilt im \u00dcbrigen selbst dann, wenn die Briefmarke noch gar nicht zum Transport genutzt, sondern einfach nur schon auf ein Postst\u00fcck geklebt wurde, welches dann aber gar nicht verschickt wird. Diese Briefmarken gelten dann n\u00e4mlich nach offiziellem Sprachgebrauch der Deutschen Post als \"verdorben\".<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich habe dann nachgeschaut. Die Deutsche Post hat in ihrer <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20180202205612\/https:\/\/www.deutschepost.de\/content\/dam\/dpag\/images\/A_a\/AGB\/dp_agb_brief-national_2017_online.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">AGB<\/a> unter <em>2 Vertragsverh\u00e4ltnis \u2013 Begr\u00fcndung und Ausschl\u00fcsse<\/em> in Absatz (2) <em>Von der Bef\u00f6rderung sind ausgeschlossen:<\/em> unter Punkt 6. folgendes festgelegt.<\/p>\n<blockquote><p>Sendungen, die nicht oder nicht ausreichend freigemacht sind und in der Absicht eingeliefert werden, die Bef\u00f6rderungsleistung ohne Zahlung der daf\u00fcr geschuldeten Verg\u00fctung zu erschleichen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist alles f\u00fcr nachvollziehbar und verst\u00e4ndlich! Nur: Im aktuellen Fall war die Sendung ausreichend frankiert, eine Marke stammte definitiv von einem Markenblock der Deutschen Post, die zweite war 2 Tage vorher in einer Postfiliale gekauft worden. Beides war einen Tag vor der R\u00fccksendung aufgeklebt worden. Die AGB-Klausel der deutschen Post greift also nicht.\u00a0Im Grunde unterstellt die Post Betrug &#8211; wenn aber alles vom Auftraggeber legal gehandhabt wurde, kennen Volksmund und Wikipedia da einen anderen Begriff: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nepp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Nepp<\/a>.<\/p>\n<p>Sind wir jetzt so weit, dass wir unsere Briefe in Gegenwart eines Notars frankieren oder vor den Augen der Postfilialen-Mitarbeiter aufkleben m\u00fcssen? Da diese Filialmitarbeiter aber keine Postangestellte sind, ist man bei letzterem vor obigem Fall nicht gefeit \u2013 und die L\u00f6sung mit Notar gereift auch nicht. Denn als Kunde hast Du da keine Chance \u2013 und f\u00fcr 1,55 Euro macht man keinen Aufstand.<\/p>\n<blockquote><p>Sind jetzt nur Peanuts \u2013 aber ich erinnere mich an eine B\u00fcchersendung in die USA, die der Erinnerung nach mit um die 45 DM Porto und Zollaufkleber zur Post gegeben wurde. Irgendwann sprach mich der Postmitarbeiter (gab es damals noch) ganz betr\u00f6ppelt an. Da ist was merkw\u00fcrdiges passiert \u2013 der Zoll in Amerika hat uns informiert, dass nur der frankierte Oberteil der Sendung eingetroffen sei \u2013 von den B\u00fcchern keine Spur. Irgend jemand hatte den Deckel der Sendung abgeschnitten \u2013 und da der vorhanden und zur\u00fcckgeschickt worden war, blieb ich auf den Kosten f\u00fcr das Porto und auf dem Wert f\u00fcr die B\u00fccher in H\u00f6he von ca. 200 DM sitzen. War auch so ein Mega-Fail der deutschen Post.<\/p>\n<p>PS: Nat\u00fcrlich gibt es bei anderen Versendern auch Pannen. DPD hat Probleme mit ihren Auslieferern, die lieber 'Kunde nicht angetroffen' in ihre Buchungssysteme eintippen, als an der Haust\u00fcre zu klingeln. Da mache ich mal einen separaten Beitrag zu. Und ich habe auch schon mal Sendungen von GLS zur\u00fcck bekommen, weil Adresse angeblich nicht stimmte. Zweiter Zustellversuch klappte dann \u2013 das Haus war urpl\u00f6tzlich wohl aus der Zukunft an die angegebene Adresse gebeamt worden. Die Branche schafft sich halt langsam aber sicher ab.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Abstimmung mit den F\u00fc\u00dfen<\/h2>\n<p>Fr\u00fcher habe ich ja gesch\u00e4ftlich einiges mit der deutschen Post verschickt (gut, f\u00fcr die waren es Peanuts). Angesichts des ausged\u00fcnnten Service versuche ich seit l\u00e4ngerem bereits alles elektronisch zu versenden, was irgendwie geht. Und wenn was verschickt werden muss, bleibt die Deutsche Post nur als allerletzter Notnagel \u2013 wo immer es geht, verwende ich inzwischen alternative Versender. Denn diese Gutsherrenart m\u00f6chte ich nicht auch noch unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Haben Sie \u00e4hnliche Erlebnisse in Sachen Kundenfreundlichkeit mit dem 'gelben Riesen' gemacht? Die Kommentarspalte ist er\u00f6ffnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mal wieder \u00c4rger mit der deutschen Post, die nach Gutsherrenart agiert. Gerade einen Brief zur\u00fcck bekommen. Vermerk 'Ausgeschnittene Briefmarken sind unzul\u00e4ssig'. Laut AGB hat die Post sich das vorbehalten, verf\u00e4hrt aber durchaus willk\u00fcrlich. 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