Windows Server 2019-2025: März 2025-Update löst bei Veeam BSOD aus

Windows[English]Information für Administratoren von Windows Server 2019, 2022, 23H2 und 2025, die Veeam Backup & Replication verwenden. Deren Veeam Agent for Microsoft Windows macht in Verbindung mit den kumulativen Updates vom März 2025 Probleme. Es kann zu einem Blue Screen of Death (BSOD) mit dem Code 0x00000149 kommen, oder es gibt einen hohen Speicherverbrauch bei ReFS-Datenträgern.

Blog-Leser Oliver hat mich per Mail über den Sachverhalt informiert (danke dafür). Veeam hat bereits 2018 einen Support-Beitrag ReFS Known Issues, Considerations, and Limitations zum Thema veröffentlicht, da das Problem nur Datenträger mit ReFS-Dateisystem betrifft.

In einer Aktualisierung vom 31. März 2025 heißt es im Supportbeitrag, dass die kumulativen Updates vom März 2025 für Windows Server 2025, 23H2, 2022 und 2019 bekannte Probleme haben. Diese Updates können zu einem Blue Screen of Death (BSOD) mit einem Bug-Check-Code von 0x00000149 führen. Betroffen sind folgende Updates:

  • KB5053598 (Windows Server 2025)
  • KB5053599 (Windows Server 23H2)
  • KB5053603 (Windows Server 2022)
  • KB5053596 (Windows Server 2019)

Die Auswirkungen sind unterschiedlich, je nach Update und Windows Server-Version, die mit ReFS als Dateisystem verwendet wird. Neben dem oben erwähnten BSOD kann es auch zu einem Memory Leak (wie nachfolgend beschrieben) kommen.

Microsoft hat mitgeteilt, dass an Korrekturen für dieses Problem gearbeitet wird. Voraussichtlich kommt der Fix mit den April 2025 Updates für die betreffenden Server-Versionen.

Windows Server 2025

Es gab mehrere Berichte über Stabilitätsprobleme im Zusammenhang mit dem Speicherverbrauch von ReFS auf Windows Server 2025, Server 23H2, Windows 11 23H2 und Azure Stack HCI 23H2 heißt es.

Für Windows Server 2025 gibt es diese Beschreibung von Dezember 2024 im Veeam-Forum. Dort verwendet ein Betroffener eine neue VM-Installation von Windows Server 2025 mit Veeam Backup & Recovery 12.3. Die alte Konfiguration wurde über ein Backup mittels iSCSI und ReFS-Formatierung darauf die neue VM migriert. Der alte Server war Windows Server 2022, wo alles funktionierte.

Nach der Migration gebe es zufällige Abstürze, der Ram-Verbrauch steigt und die CPU ist zu 100% durch den Systemprozess ausgelastet, heißt es. Vom Veeam-Support  wurde vorgeschlagen, alle Veeam-Dienste zu stoppen. Das wurde versucht, aber als die iSCSI-Platte wieder angeschlossen wurde, ging die CPU-Last wieder auf 100% hoch.

Als die iSCSI-Backup-Festplatte mit ReFS-Formatierung nicht angeschlossen war und die Veeam-Dienste funktionierten, schien das System stabil zu sein. Im betreffenden Forenthread gibt es mehrere andere Nutzer, die dieses Verhalten bestätigen.

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12 Antworten zu Windows Server 2019-2025: März 2025-Update löst bei Veeam BSOD aus

  1. Blablax sagt:

    Kann ich bestätigen. Maschinen stürzen einfach alle paar Tage ab und werfen einen BSOD. Hatten erst in einer anderen Richtung gesucht. Auf Veeam wäre ich nicht gleich gestoßen, da der BSOD nicht immer in der Nacht zur Sicherungszeit aufgetreten ist.

  2. Sebastian Welsch sagt:

    Kurze Frage an die Runde:
    Betrifft das auch Block-Storage, der per direkt angebunden ist oder nur iSCSI und FC?
    Betrifft es VM mit ReFS oder Hyper-V Hosts mit ReFS? Oder ist es wirklich nur der Windows Agent? Ich habe das Szenario für den Absturz tatsächlich noch nicht so ganz verstanden.

    • Jan sagt:

      zwar keine Antwort auf deine Frage, eher eine Gegenfrage ;-(

      Wie kann ein Windoof Patch vom März 2025 schon Probleme im Dezember 2024 verursacht haben?

      „Der“ Patch um den es aktuell geht – ist auf jeden Fall nicht der erste, der bei NTFS Systemen keine und bei ReFS extreme Probleme verursacht.

      Aber zu deiner Frage – einen Speicher, der via ISCSI pder USB angeschlossen ist, kann man einfacher trennen, als irgendwas das per SAS/Sata angeklemmt ist.
      Möglicherweise liegts aber am ReFS das ein System kennt und nicht daran, wie das Refs angeschlossen ist.

    • Olli sagt:

      Es liest sich so, wenn das Backup Repository mit ReFS formatiert ist, dass es dann „knallt“.

    • Hans sagt:

      Dem ReFS Dateisystem wird die Anbindung des Storage egal sein.

  3. DJThe Darksider sagt:

    Und wieder mal zeigt sich das refs noch weit davon entfernt ist ausgereift zu sein um sinnvoll eingesetzt zu werden – ein Job Vorgänger von mir hat eine externe Platte mit refs formatiert – sobald sich die refs build number im system an dem die Platte angeschlossen werden soll auch nur minimal unterscheidet (und das kann sich von update zu Update ändern) lässt sich die Platte nicht lesen….😂 ntfs ist vielleicht alt aber zuverlässig

  4. Patrick sagt:

    Hat da wer genauere Details zur betroffenen Systemumgebung dazu?

    Denn „Veeam Agent for Microsoft Windows“ hat ja nicht zwingend was mit „Veeam Backup & Replication“ zu tun. Das sind ja zwei verschiedene Produkte.
    Daher ist der erste Absatz in diesem Blogbeitrag für mich eher verwirrend als aufklärend.

  5. Lars sagt:

    Ich habe das Problem auch ohne Veeam Backup & Replication auf Windows mit SSD unter hoher Last zusammen mit REFS.

  6. jup sagt:

    nicht nur Veeam:
    DZ1041341: Microsoft Defender XDR Service Health Advisory
    Title: Users may experience crashes on Resilient File System (ReFS) enabled devices in Microsoft Defender

    To resolve impact in the meantime, we recommended for all devices with ReFS enabled revert back to the previous update, and not utilize the KB5053606, KB5053643, KB5053602, KB5053657, KB5053603, KB5053598 or KB5053596 updates.

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