Bisher ist man davon ausgegangen, dass es in der Bronzezeit zu ausgedehnten Migrationsbewegungen gekommen ist, bei dem Frauen in neue Familien heirateten und zum Mann zogen. Das hat sich bei einer Untersuchung in Griechenland aber nicht bewahrheitet.
Ich hatte ja hier im Blog gelegentlich über Migationsbewegungen der Bronzezeit berichtet. Kürzlich bin ich bei Focus Online auf die Zusammenfassung einer neu veröffentlichten Studie gestoßen. Wissenschaftler um Anja Frank haben 199 Skelette aus sechs bronzezeitlichen Fundorten in Griechenland näher untersucht. Anhand des DNA-Materials als Knochen und Zähnen lässt sich herausfinden, wo der Verstorbene gelebt hat und aufgewachsen ist.
Die Vorstellung, dass Migration vor allem durch junge Frauen durch Heirat in fremde Familien erfolgte, lässt sich für den Bereich in Griechenland nicht aufrechterhalten. Nicht Familien, sondern junge Erwachsene waren die treibende Kraft hinter der Migration in den Gemeinschaften der Bronzezeit. Dabei verteilten sich die betreffenden Individuen sowohl auf junge Männer und junge Frauen, die in neue Gemeinschaften wechselten. Details lassen sich im verlinkten Focus-Beitrag nachlesen.
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