Getunte eScooter (und Pedelecs) stellen eine wachsende Gefahr für deren Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer dar. Speziell bei eScootern scheint das "Tuning", um die Fahrzeuge schneller zu machen, bei Jugendlichen verbreitet. Es kommt zu schweren Unfällen. Die Polizei warnt vor getunten Fahrzeugen.
Eine von Jahr zu Jahr steigende Zahl von Unfällen bei eScootern und Pedelecs zeigt die Gefahr, die von diesen Fahrzeuge ausgeht. Illegales Tuning, um die Fahrzeuge schneller zu machen, nimmt zu. Laut Innenministerium fielen im 2025 insgesamt 363 manipulierte Pedelecs bei Verkehrskontrollen auf. Im Jahr 2024 waren noch es 291. Welche Rolle dies bei den Unfallursachen spielt, wird den Angaben zufolge nicht erhoben.

(eScooter, Symbolbild, Quelle: Pexels, Magda Ehlers, freie Nutzung)
Statistiken zur Zahl getunter E-Roller werden bisher ebenfalls (noch) nicht erhoben. Aus verschiedenen Polizeipräsidien wird von einer zunehmenden Problematik berichtet. Laut Polizei Mannheim werden "nach polizeilicher Wahrnehmung bei Verkehrskontrollen immer mehr getunte E-Scooter festgestellt".
Ich hatte bereits im Sommer 2026 im Beitrag Getunte eScooter, ein (Sicherheits-)Problem? auf das Thema und die Unfallzahlen hingewiesen. Laut einer Sprecherin des Innenministeriums gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) habe die Polizei das Thema im Blick und berücksichtige dies in der "täglichen Kontrollpraxis". Denn derartige technische Veränderungen bringen erhebliche und schwer kalkulierbare Risiken für die Nutzerinnen und Nutzer mit sich, was wiederum die Wahrscheinlichkeit für schwere Unfallfolgen erhöht. Daher werde die Zahl der Kontrollen stetig erhöht.
Tuning leicht gemacht
Laut dpa-Meldung, die beispielsweise bei Zeit und umfangreicher bei heise aufbereitet wurde, unterstützen die Hersteller dieses Tuning. Die Motore der Fahrzeuge sind so ausgelegt, dass sie höhere Geschwindigkeiten schaffen, werden aber elektronisch auf 20 km/h bei eScootern und 25 km/h bei Pedelecs herunter geregelt (siehe). Daher kann das Tunen der Fahrzeuge dabei oftmals ganz schlicht über die Scooter-App im Mobiltelefon erfolgen. Es reicht, einen Haken zu setzen oder einen Regler zu verschieben, um das Fahrzeug schneller zu machen.
Bei illegal importierten Fahrzeugen aus Asien würden Tuning-Utensilien laut Fahrradsachverständigem Dirk Zedler mitunter sogar mitgeliefert. Auch Händler von Tuningzubehör machten Manipulationen leichter, sagt Zedler. Besonders bei E-Scootern nehme das Problem nach seiner Einschätzung zu.
"Wir wissen: Tuning findet statt und es gibt kein Unrechtsbewusstsein", wird Andreas Tschürtz von der Landesverkehrswacht hier zitiert. Vor allem junge Menschen fallen durch getunte Fahrzeuge auf. Getunte Fahrzeuge verlieren ihre Straßverkehrszulassung und wer auffällig, riskiert Strafen, sowie eine Führerscheinsperre.
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