Der Luftverkehr trägt durch Bildung von Kondensstreifen zur Klimabilanz und der Erderwärmung bei. 25 Prozent der durch Kondensstreifen verursachten globalen Erwärmung im europäischen Luftverkehr gehen auf Nachtflüge im Winter zurück.
Kondensstreifen entstehen aus den von den Düsentriebwerken in großer Höhe Rußpartikeln, an denen sich Eiskristalle ablagern. Jeder von uns kennt den Himmel, der von Flugzeugen, die Kondensstreifen hinter sich her ziehen, durchzogen ist. Irgendwann lösen sich die Kondensstreifen in Schleierwolken auf.

Kondensstreifen; Quelle: Pexels, lizenzfreie Nutzung
Die Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) hat eine Analyse erstellen lassen, die zeigt, wie konzentriert das Problem der klimaschädlichen Kondensstreifen tatsächlich ist. Kondensstreifen tragen zwischen ein und zwei Prozent zur globalen Erwärmung bei, fast so viel, wie der Einfluss der gesamten CO2-Emissionen des Flugverkehrs.
Daten aus 2019 zeigten, dass drei Prozent aller Flüge demnach 80 Prozent der durch Kondensstreifen bedingten Erwärmung verursachten. Nachtflüge in den Herbst- und Wintermonaten zwischen Oktober und März machen zwar nur zehn Prozent des europäischen Flugverkehrs aus. Diese Flüge verursachten sie im Analysezeitraum ein Viertel der gesamten Erwärmung durch die Kondensstreifen in Europa.
Die Lösung ist wohl auch einfach: Die Flugsicherung muss die Flugzeuge in Höhen fliegen lassen, die nur geringe Kondensstreifen bilden. Die kritischen Luftschichten haben meist nur eine geringe Ausdehnung in der Höhe. Schon kleine Änderungen der Flughöhe um etwa 600 bis 1200 Meter könnten die Bildung der wärmenden Wolken verhindern, heißt es. Die kritischen Luftschichten könnten bei der Flugplanung an Hand von Wetterdaten berücksichtigt werden. Die Kollegen von heise haben das Thema kürzlich in diesem Artikel ausführlicher aufbereitet.

