Stell dir vor, Du gibst eine Kugelkette in ein Glas und lässt ein Ende so über den Rand des Glases fällt, dass dessen Gewicht die restliche Kette aus dem Glas zieht. Statt aber über den Rand des Glases zu gleiten, bildet die Kette eine hoe "Fontäne" aus Kettengliedern. Möglich macht dies der Mould-Effekt, benannt nach Steve Mould, der den Effekt erstmals demonstrierte.
Ich bin kürzlich auf ein entsprechendes Video gestoßen, welches diesen Effekt sehr plastisch demonstriert. Einfach auf nachfolgendes Bild klicken, um das Video auf YouTube abzuspielen (ein weiteres Video findet sich hier).
Die Wikipedia beschreibt die durch den Mould-Effekt erzeugte Kettenfontäne, die entsteht, wenn eine geeignete Kette oder ein Seil aus einem Gefäß über den Rand nach unten gleitet. Das fallende Kettenende zieht dabei die im Gefäß liegenden Kettenglieder immer schneller nach. Der scharfe Knick, mit dem die Kette zunächst über den Rand des Gefäßes läuft, weitet sich zu einem Bogen, der den Rand nicht mehr berührt und umso höher wird, je schneller sich die Kette bewegt.
Die Kette steigt zitternd und mäandrierend von dort in die Höhe, wo sie sich aus dem Knäuel löst. Sobald das fallende Ende den Boden erreicht, nehmen die Geschwindigkeit der Kette und die Höhe der Fontäne nicht weiter zu, ein stationärer Zustand ist erreicht. Die Weite des Bogens lässt sich durch Neigen des Gefäßes erhöhen. Ist schon eine coole Sache, erklärbar durch die Physik, die die Kettenglieder in eine besondere Anordnung zwingt und so zur Fontäne führt.

