In Norwegen ist durch weg tauendes Eis und Schnee eine Jagd-Falle für die Rentiere frei gelegt worden, die bis zu 1.500 Jahre alt sein dürfte. Der Fund wurde letzten Sommer auf 1.400 Metern Höhe im Aurlandsfjellet gemacht.
Das Aurlandsfjellet ist ein Berggebiet und Plateau entlang der Grenze zwischen den Gemeinden Aurland und Lærdal im Bezirk Vestland in Norwegen. Die norwegische Kreisstraße 5627 verläuft, so die englische Wikipedia, über die Berge, während der Lærdal-Tunnel durch sie hindurchführt.
Bergstraße im Aurlandsfjellet, Quelle: Wikimedia
Es ist eine urwüchsige Landschaft und die Höhenlagen sind dauerhaft von Schnee bedeckt. Vor 1.500 Jahren bauten Menschen in den Bergen Fallen, um Rentiere zu fangen. Archaeology News berichtet in diesem Artikel über eine Entdeckung, die die Eis- und Schneeschmelze in diesem Gebiet ermöglichte.
Ein Wanderer muss die Falle für Rentiere, die dort gejagt wurden, im Sommer 2025 laut diesem Artikel gefunden haben, nachdem diese durch sich zurückziehendes Eis freigelegt wurde. In dem Gebiet wurden neben den hölzernen Resten der Falle auch Rentier-Geweihe, Pfeilspitzen aus Eisen sowie mehrere Ruder mit detaillierten Verzierungen gefunden. Wozu die Ruder dienten und weshalb man diese vor 1.500 Jahren in die Berge schleppte, ist noch immer ein Rätsel. Die Funde werden teilweise im Museum in der norwegischen Stadt Bergen konserviert.
Nordisch Info hat einen deutschsprachigen Artikel zu diesem Fund veröffentlicht (siehe auch obigen Tweet.




