Angesichts steigender Unfallzahlen hat die Polizei Mittelhessen Ende August 2026 Schwerpunktkontrollen bei eScootern durchgeführt. Bei Kontrollen von 342 Elektrorollern und deren Fahrerinnen und Fahrer wurden 19 Strafanzeigen wegen Verstößen geschrieben und 1.200 Euro an Verwarngeldern kassiert.
eScooter: Es gelten ein paar Regeln …
eScooter sind eine tolle Sache, wenn diese sinnvoll und gemäß den gesetzlichen Vorschriften benutzt werden. Die Elektrokleinstfahrzeuge, hier als eScooter bezeichnet, dürfen erst ab 14 Jahren, dann aber auch ohne Führerschein gefahren werden.

(eScooter, Symbolbild, Quelle: Pexels, Magda Ehlers, freie Nutzung)
Aber es gilt: Keine Mitnahme anderer Personen, und die Fahrzeuge müssen versichert sein. Natürlich gelten auch für eScooter die Verkehrsregeln und die Promillegrenzen im Straßenverkehr. Und die Roller müssen mindestens 6 km/h schnell sein, dürfen aber nicht schneller als 20 km/h fahren.
Kontrollen der Polizei Mittelhessen
Das Polizeipräsidium Mittelhessen reagierte auf steigende Unfallzahlen bei eScootern mit einer Aktionswoche. Dies geht auch diesem Artikel vom 25. August 2026 hervor. Bei den E-Scooter-Kontrollen in Mittelhessen überprüften Einsatzkräfte im August 2026 m Lahn-Dill-Kreis, im Wetteraukreis sowie in den Landkreisen Gießen und Marburg-Biedenkopf insgesamt 342 Elektroroller und deren Fahrerinnen und Fahrer. Dabei konzentrierte sich die Polizei besonders auf innerstädtische Bereiche und das Umfeld von Schulen.
Kontrolliert wurden die Zulassung, der technische Zustand und mögliche Manipulationen an den kontrollierten eScootern. Außerdem achteten die Einsatzkräfte auf das Alter und die Fahrtüchtigkeit der Fahrerinnen und Fahrer. Leider sieht die Bilanz der 342 kontrollierten Fahrzeuge und deren Fahrer ernüchternd aus.
Am Ende der Aktionswoche fertigten die Beamten 19 Strafanzeigen. Darüber hinaus leiteten sie 21 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Was aufgefallen ist?
- Zu den häufigsten Verstößen gehörten die verbotene Mitnahme weiterer Personen,
- die Nutzung eines Handys während der Fahrt,
- fehlender Versicherungsschutz
- sowie das unerlaubte Befahren von Gehwegen und Fußgängerzonen.
Gestoppt wurden auch zehn Kinder, die noch keine 14 Jahre alt waren, auf eScootern. Die Fahrzeuge wurden sichergestellt und die Eltern verständigt. Zwei weitere Personen wurden zur Blutprobe einbestellt, weil der Verdacht bestand, dass beide Personen unter dem Einfluss von Drogen gefahren waren. Für geringere Verstöße erhob die Polizei direkt vor Ort Verwarngelder in Höhe von insgesamt mehr als 1.200 Euro.
Ähnliche Artikel
E-Roller, was man über eScooter wissen muss
E-Roller: Die wichtigsten eScooter-Regeln im Überblick
Betrunken eScooter fahren: Führerschein weg!
Jung und verliebt: E-Roller zu zweit fahren
eScooter: Diese Verstöße sind der Polizei aufgefallen
eScooter: Unfallfolgen – Erfahrungen einer Betroffenen
Unfallstatistik 2020: eScooter als Risikofaktor
Bilanz nach einem Jahr E-Scooter-Freigabe
Weltverkehrsforum zum eScooter-Unfallrisiko
USA: 1/3 aller eScooter-Unfälle enden mit Kopfverletzungen
E-Scooter-Sharing: 140 Mio. Euro Umsatz in Deutschland
Polizeigewerksschaft fordert strengere Regel für eScooter


