Wissenschaftler sind immer auf der Suche nach Möglichkeiten, das aus Tierhäuten gewonnene Leder durch Naturstoffe (und nicht durch Kunststoff) zu ersetzen. Es sieht so aus, als ob die Fasern aus Bananenblättern bzw. Stämmen der Bananenstauden dazu geeignet sind.
Am Markt werden ja immer mehr vegane Lederprodukte nachgefragt. Idee ist es, dass keine Tiere zur Herstellung des Leders für Kleidung und Schuhe getötet werden müssen. Es gibt zwar Kunstleder, welches aber keineswegs mit dem Umweltschutzgedanken harmoniert. Denn der größte Teil des veganen Leders wird unter Verwendung von Polyurethan, das aus fossilen Brennstoffen stammt und giftig sein kann, hergestellt.
Die Alternative aus Bananenfasern
Ich bin über nachfolgenden Tweet, in dem ein Video (einfach auf das Bild klicken und dann auf Twitter das Video ansehen – oder das Video in nachfolgendem Text direkt abrufen) eine kurze Übersicht gibt, auf dieses Thema gestoßen.
Die Idee ist, dass die Bananenpflanzen, die nach der Ernte übrig geblieben sind, wiederverwendet und zu individuell gestaltbaren lederähnlichen Brieftaschen verarbeitet werden. Das Ganze wird von einem Startup Namens Green Banana Paper aus Kosrae in Mikronesien propagiert. Nchfolgendes Video stellt das Projekt ebenfalls vor.
(Quelle: YouTube)
Nette Idee für Menschen, die veganes 'Leder' suchen, welches nicht auf Kunststoffbasis aufbaut, sondern aus natürlichen Stoffen besteht. Aber so ganz preiswert ist so eine Geldbörse aus Bananen-Leder nicht – so mit ca. 55 Euro ist man dabei.
Zur Ergänzung: Es gibt auch die Möglichkeit, Kunststoffe aus Kaktusfasern herzustellen (siehe dieses Video). Dieses Plastik ist bioabbaubar. Kürzlich hatte ich den Beitrag Zukunft: Baumaterialien und Kleidung aus Pilzen hier im Blog. In diesem Kontext der Hinweis, dass man ein veganes 'Leder' auch aus Pilzen herstellen kann. Hier arbeitet das Startup Mycotech aus Bandung in Indonesien an diesem Konzept. Das Startup wird von der Regierung Indonesiens finanziert, das Projekt wird in diesem Video vorgestellt.


