Moderne Autos besitzen "versenkte" Griffe zum Öffnen der Türen, die oft nur funktionieren, wenn die Elektrik funktioniert. Das kann bei Unfällen zu Todesfallen werden, wenn Ersthelfer die Autotüren nicht mehr öffnen können. Speziell wenn es zu Bränden bei Elektroautos kommt. In China scheint man nun den Herstellern die Verwendung solcher Griffe zu verbieten.
Ich hatte im Blog-Beitrag Elektroautos: Risiko eines Akku-Brands und versenkte Türgriffe als Todesfalle auf dieses Thema hingewiesen. Aufhänger waren seinerzeit Videoaufnahmen eines brennenden chinesischen Autos, wo Helfer die Türen nicht öffnen konnten.

Obiges Bild zeigt einen Videoausschnitt eines brennenden chinesischen Elektro-PKW Xiaomi SU7, dessen Türen sich nach einem Unfall nicht öffnen ließen. Die Helfer an der Unfallstelle haben keine Chance, das Fahrzeug zu öffnen, so dass der Fahrer verbrannte. Sucht man auf Plattformen wie x.com nach bestimmten Begriffen, scheinen E-Auto-Brände in China ein häufigeres Problem zu sein.
Etwas offizielles habe ich nicht, bin aber am 2. Januar 2026 auf X auf diesen Tweet gestoßen. Dort ist obiges, brennendes Elektroauto zu sehen. Der Text besagt:
China reagiert auf einen Unfall und verbietet versenkbare Türgriffe!
Bei dem Unfall (Video) funktionierten die Türgriffe nicht mehr und Umstehende konnten die Person im Inneren nicht retten. Leider kam sie bei dem Brand ums Leben.
Jetzt müssen Türen auch ohne Strom voll funktionsfähig sein, damit man sie auch nach einem Unfall öffnen kann.
Der Urheber des Posts begrüßt, dass man wieder zu den klassischen Türgriffen an Autos zurück kehrt, die sich mechanisch öffnen lassen. Inzwischen habe ich bei Golem diesen Artikel gefunden, der das Ganze ebenfalls anspricht. Ab 2027 sind versenkbare Griffe an Autotüren in China für Neufahrzeuge verboten. Trifft auch den US-Autobauer Tesla und dürfte auch in Europa die Autobauer beeinflussen.



