Makaber: App "Bist Du tot" in China der Renner

Es ist ein etwas makabrer Trend in China – dort ist eine Smartphone-App (Sileme) mit dem übersetzten Namen "Bist Du tot" in die Top-Charts der App-Downloads aufgestiegen. Und diese App kostet sogar Geld.

Ich hatte es bereits vor einigen Tage vernommen, bin dann über den nachfolgend gezeigten Post nochmals an das Thema erinnert worden. Es heißt, dass die "Are You Dead?"-App (im Januar 2026) an den vorderen Plätzen der Downloads aus dem chinesischen App-Store aufgestiegen sei.

Bist Du tot-App

Die App ist sogar kostenpflichtig und hat nur eine Funktion: Der App-Besitzer muss die App alle zwei Tage bedienen, um nachzuweisen, dass er noch lebt. Unterbleibt dies, schickt die App eine Meldung an einen angebbare Person, die dann nachschauen kann.

Hintergrund ist, dass immer mehr (junge) Leute in China alleine in großen Städten leben. Die Nutzer der App wollen einem Trend, dass dort Menschen einsam und unbemerkt versterben, begegnen. Eine englischsprachige Webseite hat das Thema in einem Artikel aufgegriffen. Nach dem Schreiben des Beitrags bin ich dann noch auf diesen Artikel bei Golem gestoßen, die das in deutscher Sprache noch genauer beschreibt.

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3 Antworten zu Makaber: App "Bist Du tot" in China der Renner

  1. Alter sack sagt:

    Ich finde das überhaupt nicht makaber – höchstens den Namen!
    Für einen alleinstehenden Alten Sack wie mich, der zwar liebevolle Geschwister (Patientenverfügung/Kontovollmacht!) hat, die aber etwas weiter weg wohnen, wäre das eine gute Sache.
    Nur nicht mit Servern in China, da es ohne Server nicht funktioniert – nach spätestens 2 Tagen ist der Akku des Smartphones ja leer.
    Meiner Meinung nach sollte das eine kostenlose App mit Server bei uns sein, zur Verfügung gestellt von den Krankenkassen!

  2. noway sagt:

    Ich musste gerade an den Hausnotruf denken… das ist sozusagen eine passive Variante, die anschlägt, wenn es schon zu spät ist.

  3. Helmut_H sagt:

    Zum Hausnotruf eine Geschichte aus dem Leben.
    Die Schwester einer Tante meiner Frau (wie auch die Tante selber) hatten einen Hausnotruf. Den von der Tante testeten wir ab- und an, was von dem Dienst befürwortet wurde.
    Nun war es so, dass die Schwester eitel war und das Armband, gibt es auch als Halsband, mit dem Notrufknopf nicht getragen hatte. Ist ja klobig.
    Sie stürzte in ihrer Wohnung und wurde erst zwei Tage später vom Hausmeister gefunden. Sie lebte noch, erholte sich aber nicht mehr richtig und verstarb dann bald.

    Jahre vorher fand ich früh Morgens eine ältere Haus- Mittbewohnerin im Treppenhaus liegend. Sie konnte nicht mehr aufstehen und lag wie ein Käfer auf dem Rücken.
    Sie konnte irgendwann auch nicht mehr die Wasserhähne bedienen.
    Sie zog in ein Altersheim.

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