Durchbruch bei Akkus? Akkuladung reicht für 2.000 km …

Es war eine kurze Meldung, die mir die Tage untergekommen ist. In China vermelden Forscher (wieder einmal) einen Durchbruch bei Lithium-Ionen-Akkus. Könnte man genügend dieser neuen Akkus in ein Auto einbauen, käme man mit einer 450 kg schweren Batterie bis zu 2.000 km weit.

Die betreffende Meldung (siehe nachfolgender Screenshot) fasst die betreffenden Punkte bereits zusammen. Futurezone.at hat das Ganze in diesem Artikel zusammen gefasst.

Wunder-Akku

Die Kurzfassung: Heute Hochleistungs-Akkus des chinesischen Herstellers CATL erreichen einen Energiedichte von bis zu 250 Wh/kg. Der neue Akku der chinesischen Forscher verwendet einen modifizierten Elektrolyt, wodurch die Energiedichte auf bis zu 700 Wh/kg steigt.

Problem 1 bei dieser Meldung: Es scheint sich derzeit nur um kleine Labormuster zu handeln. Angaben über die Zahl der Ladezyklen habe ich auf die Schnelle nicht gefunden. Damit wären wir bei Problem 2: Die Skalierung solcher Akkus auf Groß-Speicher mit entsprechender Kapazität ist meist ein schwieriger Prozess. Die Zellen müssten wirtschaftlich in Massenproduktion herstellbar sein. Das ist alles offen.

Letztes Problem, was ich sehe: Lithium ist knapp und teuer. Die Chancen liegen daher mittelfristig eher beim Natrium-Ionen-Akkumulator, der ohne kritische Rohstoffe auskommt und auch nicht brennt.

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5 Kommentare zu Durchbruch bei Akkus? Akkuladung reicht für 2.000 km …

  1. André sagt:

    Moin,
    futurezone recycelt wohl mal wieder… Hier mal ein paar andere Quellen:
    28.10.2024 (!):
    "Die chinesische Firma General New Energy hat den Prototyp einer Lithium-Schwefel-Akkuzelle mit einer Energiedichte von 701,8 Wh/kg vorgestellt, …"
    https://www.golem.de/news/akkutechnik-lithium-schwefel-akku-mit-700-wh-kg-in-china-vorgestellt-2410-190194.html

    20.12.2025:
    "Im Bereich der Feststoffbatterien gab es einen Durchbruch. So meldete das chinesische Batterieunternehmen WeLion, dass es im Labor eine Energiedichte von über 800 Wattstunden pro Kilogramm erreicht habe und nun sogar 1000 Wattstunden pro Kilogramm anstrebt."
    https://www.elektroauto-news.net/news/welion-rekord-energiedichte-feststoffbatterien

  2. noway sagt:

    Je höher die Energiedichte bei Akkus, um so höher ist die Feuergefahr.

    Bei so einem kleinen Labormuster ist der mögliche Schaden noch überschaubar, bei 500 kg davon sähe das aber ganz anders aus.

    Und China… BYDs "revolutionäre" Blade-Akkus, war da nicht was…?

  3. Anonym sagt:

    Wasch mich, aber mach mich nicht nass: Ohne hohe Energiedichte wird das nichts, sonst kommen immer die Kraftstoffler und mosern rum, sie hätten ja viel mehr Energie im Kofferraum ;)

    Höhere Energiedichte bedeutet ja auch weniger Li fürs Watt. Natriumakkus will ich im Keller stehen haben, aber nicht im Auto im Anhänger hinterherziehen. Da müsste sich nämlich noch arg was tun, entweder politisch (Li verbieten/einschränken) oder generell bei der Energiedichte beider Systeme (bei Li und Na). Potentielle Verbote rund im Li inspirieren immer das Bild eines Holzvergasers in meinem Kopf…

    Li (übrigens sprechen richtige Chemiker das Li-thi-um ohne -tzi- aus ;) hat halt einen kleineren Ionenradius als Na, macht es einfacher.

  4. Dietmar sagt:

    Ich verfolg die schon ein Weilchen – entweder die haben das "neue Gold" entwickelt und werden stinkreich, oder die werden als SCAM-Profis ausgebuht – aber schon die letzte Veröffentlichung mit 11C-laden ist REVOLUTIONÄR! https://www.donutlab.com/battery/

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