Die meisten Menschen besitzen Weisheitszähne als Relikt der Evolution. Diese werden meist durch Kieferchirurgen in einer Operation entfernt. Neueste Forschungsergebnisse zeigen nun, dass die Weisheitszähne Stammzellen enthalten, mit denen man Herzzellen, Knochenmaterial oder sogar Hirnzellen reparieren könnte. Jeder Mensch mit noch vorhandenen Weisheitszähnen hat einen Jungbrunnen im Mund.
Mir war das Thema nicht geläufig, und meinen Weisheitszahn musste ich mir vor zwei Jahren extrahieren lassen, weil er im Kiefer anfing zu wandern. Laut Zahnarzt, der das in gelegentlich erforderlichen Röntgenaufnahmen des Kiefers kontrollierte, drohte de Weisheitszahn auf den Nervus alveolaris inferior zu drücken. So ist die "Chance" im Abfall gelandet.
Und dann bin ich die Tage auf obigen Post gestoßen, der mich auf das Thema aufmerksam machte. Weisheitszähne könnten das Leben ihres Trägers retten, hieß es. Der wissenschaftliche Hintergrund: Wissenschaftler haben entdeckt, dass Weisheitszähne, die oft im jungen Alter entfernt und entsorgt werden, viele mesenchymalen Stammzellen enthalten. Diese Stammzellen lassen sich sich in Knochen, Muskeln, Nerven und anderes lebenswichtiges Gewebe verwandeln.
Was einst als medizinischer Abfall galt, könnte zu einem wirkungsvollen Instrument in der regenerativen Medizin werden, hieß es. Mit diesen Stammzellen könnte das Herz, die Knochen und sogar Hirngewebe repariert werden. Denn Zahnstammzellen haben sich in präklinischen Studien als vielversprechend für Erkrankungen erwiesen, die von Arthritis und Diabetes bis hin zu kognitiven Störungen wie Alzheimer und Parkinson reichen.
Und im Gegensatz zur Entnahme von Stammzellen aus dem Knochenmark oder Blut erfordert die Gewinnung von Zahnmark bei der Entfernung von Weisheitszähnen keine zusätzlichen Eingriffe oder Beschwerden.
Ein Artikel aus 2013 beschäftigt sich bereits damit, ob man Weisheitszähne nach der Extraktion wegwerfen oder aufheben und die Stammzellen konservieren soll. Der Artikel hier aus 2025 befasst sich ebenfalls mit der Frage der Stammzellen in diesen Zähnen. Der obige Tweet verwies auf folgenden Artikel.
[Journal of Natural Science, Biology and Medicine. "Current overview on dental stem cells applications in regenerative dentistry." Stem Save (2025). Aktuelle klinische Anwendungen für Stammzellen]


