Wurde ein russisches Schiff im Mittelmeer durch Nato-Mitglied torpediert?

Im Dezember 2024 sank ein unter russischer Flagge fahrendes Schiff aus ungeklärten Gründen im Mittelmeer. Nun gibt es Berichte, dass das Schiff durch ein Torpedo eines Nato-Mitgliedslandes versenkt worden sei, um die Lieferung von Atomreaktoren an Nordkorea zu verhindern.

Ein erster Hinweis auf X

Mir ist vor einigen Stunden der nachfolgende Post auf der Plattform X untergekommen. Die Meldung besagt, dass laut dem US-Nachrichtensender CNN ein Nato-Mitglied den russischen Frachter Ursa Major versenkt habe, um den Transfer von Nukleartechnik nach Nordkorea zu unterbinden.

Schiff auf dem Meer

Das Frachtschiff habe Bauteile für zwei Kernreaktoren transportiert, versank aber 2024 unter ungeklärten Umständen im Meer.

Der Untergang des Frachters Ursa Major

Die Wikipedia hält Daten zur Ursa Major und deren Untergang vor. Das Frachtschiff wurde 2009 auf der Peene-Werft in Wolgast für die Reederei SCANSCOT unter dem Namen Scan Britania fertiggestellt. Der Rumpf des Spezialschiffes wurde von der Rolandwerft in Berne zugeliefert.

Zuletzt fuhr die Ursa Major, kyrillisch Урса Майор, unter russischer Flagge als fahrendes Schwergut-RoRo-Schiff. Die Ursa Major gehörte dem Unternehmen Oboronlogistics, das mit dem russischen Verteidigungsministerium verbunden ist.

Das Schiff sank am 23. Dezember 2024 im Mittelmeer zwischen Spanien und Algerien etwa auf der Position ♁36° 36′ 15,7″ N, 0° 50′ 6,4″ (Koordinaten: 36° 36′ 15,7″ N, 0° 50′ 6,4″ W | OSM).

Berichte zum Grund des Untergangs

In obigem Tweet heißt es, den Ermittlungen zufolge könnte ein 50 × 50 cm großes Loch im Schiffsrumpf den Untergang des Frachters verursacht haben. Es wird ein Torpedo vom Typ "Barracuda" als Verursacher des Lochs genannt. Nur die Vereinigten Staaten, mehrere NATO-Verbündete, Russland und der Iran verfügen über diesen Torpedotyp.

Es wird auch berichtet, dass amerikanische Flugzeuge zur Nuklearaufklärung den Unfallort 2025 zweimal überflogen hätten. Diese Flugzeuge sollen radioaktive Partikel aufspüren. Zudem heißt es, dass eine Woche nach dem Sinken des Frachters ein russisches Aufklärungsschiff am Unglücksort eintraf. In der Folge kam es zu vier weiteren heftigen Explosionen Unterwasser.

Der Artikel in der Wikipedia nennt diverse Quellen für die obige, grobe Zusammenfassung. Dort heißt es, dass eine Haftmiene oder ein Torpedo für den Untergang verantwortlich sein können – die Besatzung berichtete von Explosionen. Zwei Besatzungsmitglieder werden vermisst, 14 Menschen wurden gerettet. Russland beschuldigt den Westen, den Untergang verursacht zu haben, ohne Beweise vorzulegen. Inzwischen berichten mehrere Online-Redaktionen über die neuen Gerüchte – dieser Artikel auf n-tv enthält eine etwas umfangreichere Zusammenfassung.

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