Ariane 6-Start erfolgreich; Isar Aerospace mit Rakete weiter am Boden

Erfolg für Ariane Space, die mit einer schubverstärkten Ariane 6-Trägerrakete mehrere Amazon Satelliten ins All befördert hat. Dagegen musste Isar Aerospace den zweiten Teststart seiner Spectrum-Rakete erneut verschieben.

Ariane 6: Erfolgreicher Start mit Satelliten

Die Ariane 6 ist eine europäische Trägerrakete der Ariane-Serie, die unter anderem für den Transport von bis zu 11,5 oder 12 t schweren Nutzlasten in geostationäre Transferbahnen ausgelegt ist. Sie wurde im Auftrag der ESA von dem Industriekonzern ArianeGroup entwickelt. Der Erstflug der Rakete erfolgte am 9. Juli 2024. Im Februar 2026 hatte ich im Beitrag Ariane 64: Erfolgreicher Erstflug – Europa ist zurück über einen erfolgreichen Start der Ariane 64 berichtet. Die Zahl 4 besagt, dass diese Trägerrakete der Ariane 6 mit vier Boostern zur Schubverstärkung ausgestattet war.

Ariane 6

Am 17. Juni 2026 konnte eine Ariane 6 mit den neuen, leistungsstärkeren Feststoffraketenboostern P160C, erfolgreich gestartet werden. Die Trägerrakete brachte 36 Amazon Leo Satelliten vom Weltraumbahnhof in Kourou in den Orbit. Obiger Tweet hat ein Video eingebettet, welches den Start zeigt (einfach das Bild anklicken). FutureZone hat in diesem Artikel einige Informationen dazu zusammen getragen.

2. Testflug der Isar Aerospace Spektrum weiter offen

Isar Aerospace ist ein im Februar 2018 gegründetes deutsches Weltraum-Start-up-Unternehmen mit Sitz in Ottobrunn bei München. Das Unternehmen will mit seiner zweistufigen, zwei Meter Durchmesser messenden Spektrum-Rakete kleine Nutzlasten (700 bis 1000 Kilogramm) in den nahen Erdobit bringen. Ich hatte hier im Blog bereits über Isar Aerospace berichtet (siehe Links am Artikelende).

Spektrum-Rakete von Isar Aerospace
Spektrum-Rakete von Isar Aerospace, Quelle: Isar Aerospace

Der erste Testflug von Isar Aerospace vom Andøya Spaceport in Norwegen wurde Ende März 2025 unternommen (siehe mein Beitrag Isar Aerospace: Erster Testflug nach 30 Sekunden gescheitert). Dort kam es aber direkt nach dem Start zu einer Anomalie, bei der die Rakete vom Kurs abkam und dann nach 30 Sekunden ins Meer stürzte. Die Regelung des Schubstrahls der Raketentriebwerke konnte diese nicht auf Kurs halten.

Seit Januar 2026 plant das Unternehmen seinen zweiten Teststart aus Norwegen, musste diesen aber mehrfach verschieben. Mal traten technische Probleme auf, mal blockierte ei Fischer eine Sicherheitszone im Meer. Am 15. Juni 2026 war wieder ein Startversuch angesagt, der aber wegen Problemen abgesagt wurde. heise hat dies in diesem Artikel aufgegriffen. In diesem englischsprachigen Artikel hatte ich zeitnah eine Zusammenfassung der Probleme, die mehrfach zum Startabbruch führten, gelesen.

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