Sicher wird es wieder böse Kommentare geben, aber die Qualität chinesischer Autos scheint nicht die Beste zu sein. Ich hatte ja schon mal über "Auto nach 35 km kaputt" berichtet und las die Tage einen Bericht über Schrott-E-Autos aus China. Aktuell geht ein Bericht im Internet viral, dass ein BYD Tang den Elektromotor während der Fahrt verloren hat.
Ich hatte ja im Beitrag über die Pleite eines China-Autos berichtet und am Beitragsende finden sich einige Links auf kleine Pannen bei chinesischen Autos. Sind Einzelfälle, aber die Qualität chinesischer Autos scheint nicht immer gewährleistet. Vor allem, wenn es darum geht, dass die Fahrzeuge länger halten und es auch Ersatzteile gibt.
Wegwerf-Autos in China
Mit dem Begriff "chinesische Schrott-Autos" werden zwei aktuelle Hauptprobleme chinesischer Fahrzeuge beschrieben: Zum einen werden E-Autos in China durch den dortigen gnadenlosen Preiskrieg und rasante technologische Sprünge oft schon nach 2 bis 3 Jahren zum "Wegwerf-Produkt", da neue Batterien teurer sind als ein Neuwagen.
Zum anderen gibt es in Europa große Probleme mit der Ersatzteilversorgung pleitegegangener Marken (wie z.B. Aiways), was viele Modelle faktisch zu wirtschaftlichem Totalschaden macht. Medien wie T-Online oder Auto-Bild berichteten über diese Entwicklung.
Elektroauto verliert Motor
Dieser gnadenlose Wettbewerb scheint nun zu einer skurrilen Begebenheit geführt zu haben. In sozialen Medien gehen Fotos und Videos gerade viral, die einen verlorenen Elektromotor von einem China-SUP auf der Straße zeigen.
Obiger Tweet zeigt eine Szene nach dem Vorfall. Man sieht eine regennasse Straße, auf der der Elektromotor liegt. Aus dem Motor ragt das Anschlusskabel heraus und geht zum chinesischen SUV, ein BYD Tang. Klickt man auf obiges Foto, lässt sich ein Video abrufen, dass zeigt, dass der SUV auf einen Abschleppwagen gezogen werden soll. Autobild hat die Story hier aufgegriffen und einige Informationen zum Vorfall zusammen getragen.
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Von mir gibt es dazu garantiert keinen bösen Kommentar, denn die grundsätzliche Herangehensweise in China ist tatsächlich, dass Langlebigkeit im Lastenheft keinerlei Priorität hat – und das Thema Betriebssicherheit wird auf dem Heimatmarkt sicherlich auch laxer gehandhabt als auf Exportmärkten. Hauptsache niedriger Preis, viele Features und die Screens sind schön groß.
Laut BYD soll das Fahrzeug also irgendwo aufgesetzt sein. Wenn man SO stark irgendwo aufsetzt, dass es einem den Motor rausreißt, fährt man also einfach weiter…? Ich versuche mir gerade Szenarien vorzustellen, wie so etwas durch einen Einfluß von unten passieren kann, mir fällt aber keins ein, bei dem nicht auch der Rest des Autos sichtbar in Mitleidenschaft gezogen und der Fahrer zum sofortigen Anhalten gezwungen würde. Wo sitzt der Motor denn – vermutlich ziemlich weit unten in der Hinterachse, da wo bei mir sich das Differential herauswölbt? Auf dem Bild hier sieht es so aus, als säße vorne und hinten zwischen den Rädern jeweils ein Motor: https://cdn.prod.website-files.com/66347b470d661c296385362e/672cc6508d5993fad08d9901_BYD%20TANG%20Rettungsblatt-Linkslenker-DE_s.pdf
Und unter "überflutet" verstehe ich auch etwas anderes… Rainer Günzlers Dichtigkeitstest sollte man hiermit also wohl besser nicht versuchen.
Vor 15 Jahren hätte ich auch keine China-Bude gekauft. War damals mit den Japanern doch ähnlich. 😉
Ich fahre seit 1980 Nissan. Damals noch Datsun, und kann über die Qualität sowie die Werkstatt nicht meckern.
Na, umso erstaunlicher, dass man sich so negativ über die aktuellen Fahrzeuge aus China auslassen muss. 🤷♂️ Schon mal gefahren? Gibt ja eine Menge Auswahl!
Es hat Null mit schon mal gefahren zu tun, sondern mit der technischen Beurteilung der Fahrzeugentwicklung in China aus Sicht eines älteren Käufers mit etwas Sachverstand und Hintergrund als Ingenieur. Da zählen Eye-Candies eher weniger, sondern Fragen der Sicherheit und der Nachhaltigkeit stehen im Vordergrund. Was ich da mitbekomme, ist leider nicht so, dass ich dem 'haben muss Reflex' unterliege.
Nein, die Japaner haben es damals anders gemacht, die Fahrzeuge waren anfangs technisch arg simpel (v.a. Fahrwerk und Bremsen fielen im Vergleich zu europäischen Fabrikaten ab), aber von Anfang an auf Zuverlässigkeit und gute Reparierbarkeit ausgelegt. Deshalb liefen die dann auch noch lange (z.T. bis heute) in Afrika weiter. Und dadurch haben sie z.B. in den 70ern Märkte erobert, die entweder keine eigene oder eine im qualitativen Sturzflug befindliche Autoindustrie hatten (z.B. USA, Großbritannien). Ab den 80ern setzten sie dann auf technischen Fortschritt (z.B. Vorreiter bei Mehrventilmotoren) – das Qualitätsniveau und die Zuverlässigkeit blieben aber hoch. Billiger waren sie zu dem Zeitpunkt kaum noch. In den USA sind Toyota und Honda die Inbegriffe für zuverlässige Autos – europäische Premiumfahrzeuge gelten dort hingegen als Groschengräber.