Die Tage bin ich auf ein kurzes Video gestoßen, welches mich fasziniert hat. Jemand zeigt, wie man Wasser als Spiegel für die Fotografie verwenden kann, obwohl kein Fluss oder See vorhanden ist.
Fotografen kennen das: Glatte Wasserflächen spiegeln bei richtigem Winkel das einfallende Licht und man kann wunderschöne Naturaufnahmen anfertigen. Nachfolgendes Foto aus meinem Blog-Beitrag Novemberimpressionen: Herbstwald, Wandern am Taunussteig zeigt den sich in einem Weiher spiegelnden Baum, der bereits das Herbstlaub verliert.

(Herbst – Spiegelung in Teich – Gimbacher Hof – November 2018)
Das Foto habe ich 2018 in meiner Wohnumgebung aufgenommen, weil ich wusste, dass man auf dem Weg, der am Weiher vorbei führt, an bestimmten Positionen solche schönen Spiegelbilder zu sehen bekommt.
Was macht aber ein Fotograf, wenn kein Wasser in der Nähe ist, um ein schönes Motiv mit dem Spiegeleffekt abzubilden. Obiger Tweet auf BlueSky zeigt den Vorher-Nachher-Effekt und den Trick. Einfach auf das Foto klicken, um das kurze Video abzuspielen.
Im Vordergrund, direkt vor der Kamera, ist unscharf eine ebene Fläche, womöglich eine Tischplatte auf einer Veranda zu sehen, während der Bildhintergrund mit dem schneebedeckten Berggipfel und dem Herbstwald scharf abgebildet wird. Dann gießt der Fotograf aus einer Plastikflasche Wasser auf die Fläche. Durch die Ausrichtung der Kamera wirkt die dünne Wasserfläche wie ein perfekter Spiegel und man erhält ein wunderschönes Foto. In obigem Szenario hätte man mutmaßlich auch eine Spiegelfliese oder einen Spiegel auf den Tisch legen können – ist eine weniger feuchte Angelegenheit.


