WASP-94A b: Exo-Planet mit Wolken aus "Gestein"

Es muss eine krasse Welt sein, die da um eine ferne Sonne kreist. Bei Temperaturen von über 1.000 °C  bilden sich in der Atmosphäre Wolken aus Gestein und Silikaten. Fast so, wie ein Sandsturm auf der Erde.

WASP-94 ist ein Doppelsternsystem, das sich in einer Entfernung von etwa 690 Lichtjahren im Sternbild Mikroskop befindet. Es besteht aus zwei Sternen vom Typ F, die einen Abstand von 2700 AE voneinander haben. Von beiden Sternen ist bekannt, dass sie Exoplaneten beherbergen.

WASP-94A b ist ein 2014 entdeckter Gasriese (ähnlich Jupiter), der als Planet seinen Zentralstern in extremem Nahebereich mit einer Umlaufzeit von nur rund vier Tagen umkreist. Der Exo-Planet weist Temperaturen von über 1.000 °C auf. Das James-Webb-Weltraumteleskop entdeckte dort einen täglichen Zyklus aus verdampfenden Gesteins- und Silikatwolken.

Welt der Physik schreibt hier dazu, dass der Planet in gebundener Rotation zu seinem Stern steht, d.h. er weist immer eine Seite zu seiner Sonne. Die dem Stern zugewandten Seite heißt sich auf eine Temperatur von 1600 Grad Celsius auf und ist damit rund 450 Grad heißer als die Nachtseite. Dadurch kondensiert das Magnesiumsilikat in der Atmosphäre auf der Nachtseite und bildet dort Wolken. Mit Geschwindigkeiten von mehreren tausend Kilometern pro Stunde treiben schnelle Winde die Wolken dann zur Tagseite, wo sie sich in der Hitze wieder auflösen. n-tv hat vor einiger Zeit dies neuesten Erkenntnisse in diesem Artikel aufgegriffen.

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